Ab 2021 will der Konzern massenhaft selbstfahrende Taxis bauen


(Foto: Daimler)

Seit knapp zwei Jahren arbeiten Daimler und Bosch an selbstfahrenden Autos für einen Fahrdienst. Jetzt hat Daimler angekündigt, dass 2021 schon 10.000 der autonomen Taxis auf der Straße sein sollen.

Im April 2017 hatten Daimler und Bosch ein gemeinsames Entwicklungsprojekt angekündigt, in dessen Rahmen sie bis Anfang der 2020er-Jahre vollautonom fahrende Autos auf die Straße bringen wollten. Jetzt hat der bei Daimler für automatisiertes Fahren zuständige Manager Michael Hafner gegenüber der Automobilwoche weitere Details enthüllt. Demnach soll die Produktion bald starten. 2021 könnten schon mehr als 10.000 der autonomen Taxis von Daimler im Einsatz sein.

Daimler: Tests der selbstfahrenden Taxis in Kalifornien

Damit könnte Daimler, das sich in einem Wettrennen mit US-Firmen wie Google-Schwester Waymo befindet, seinem Ziel, als erster Konzern autonome Taxis anzubieten, näher kommen. In der zweiten Jahreshälfte wollen Daimler und Bosch erste Fahrzeuge im kalifornischen San Jose testen. Das Pilotprojekt soll zeigen, wie sich eine ganze Flotte autonomer Fahrzeuge in das Verkehrsnetz einer Stadt integrieren lässt.

Wie die Unternehmen im vergangenen Sommer mitteilten, gehe es darum, auf ausgewählten Routen in der Stadt einen Shuttle-Service als Mischung aus Taxi und Car-Sharing einzurichten – nur ohne Fahrer. Die Fahrgäste sollen den Dienst per App bestellen können. Das Fahrzeug holt sie dann an ihrem Standort ab und fährt sie vollautomatisch zum Ziel, so der Plan. Wichtig ist, dass ein solcher Service bis zur Einführung sicher, zuverlässig und serienreif ist, wie Hafner erklärte.

Zunächst sollen die autonomen Daimler-Autos in den USA und Europa auf den Markt kommen, wie Finanzen.net berichtet. Schon jetzt werde mit verschiedenen Städten über einen möglichen Start verhandelt. Danach sei der Markteintritt in China geplant. Wann genau der Dienst wo starten kann und wieviele Autos dann tatsächlich zum Start produziert werden, hängt aber nicht zuletzt von den gesetzlichen Rahmenbedingungen in den unterschiedlichen Ländern ab, wie Hafner erklärt.

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