Amazon Echo und Echo Dot (2019) im Test: Besser als Nest?

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Wie Google mit seinen Nest-Produkten hat auch Amazon seine Reihe von Echo-Smart-Speakern aktualisiert. Ohne radikal anders zu sein, profitieren die aktuellen Echo und Echo Dot von einigen interessanten neuen Funktionen. Was bieten sie im Vergleich zu den älteren Geräten?

Pro

  • ✓Kompakte Bauweise
  • ✓Verbesserter Klang
  • ✓Möglichkeit, zwei Lautsprecher zu verbinden
  • ✓Preis

Contra

  • ✕Alexa-App

Unveränderte Preise

Um mit seinen smarten Lautsprechern wettbewerbsfähig zu bleiben, ändert Amazon seine Preise nicht. Ihr könnt den Echo Dot (2019) daher für 59,99 Euro kaufen. Eine Uhrenversion des Echo Dot mit weißer LED-Anzeige ist für 69,99 Euro erhältlich.

Das Amazon Echo ist für 99 Euro und in 4 Farben erhältlich (Anthrazit, Dunkelblau, Hellgrau, Sandstein).

Besserer Sound

Auf den ersten Blick ist es schwierig, die Unterschiede zur letzten Generation zu bemerken. Neben neuen Farben sind nun jedoch auch die Kanten abgerundet.

Angesichts der relativ kompakten Größe des Lautsprechers ist es schwierig, die Klangqualität deutlich zu verbessern. Amazon hat sich dennoch der Herausforderung gestellt. Das ist eine gute Entscheidung, da Amazon in diesem Bereich selbst hinter anderen, mit Alexa kompatiblen Geräten, zurückbleibt.

Zusätzlich zur Dolby-Kompatibilität bietet der Echo dank dem 7,6 Zentimeter großen Tieftöner einen eindringlichen Klang. Die Neodym-Membran aus dem Echo Plus steckt nun auch in diesem Gerät. Vor allem aber erlaubt Amazon endlich, zwei Speaker für Stereosound miteinander zu koppeln.

Amazon Echot Dot: eine Version mit Uhr

Der kleinste der Amazon-Lautsprecher hat ebenfalls ein Update bekommen. Die dritte Generation will mit dem gleichzeitig eingeführten, neuen Google Nest Mini konkurrieren. Amazon hat auch hier den Klang verbessert, aber der Unterschied ist aufgrund der kompakten Bauweise nicht so signifikant. Wie beim Echo ist es auch hier möglich, den Lautsprecher mit einem zweiten Lautsprecher zu verbinden.

Die Farben wurden ebenfalls überarbeitet, doch vor allem die Variante mit Uhr ist bemerkenswert. Eine Art Radiowecker 2.0. Unter dem Stoff ist dabei eine LED-Anzeige verbaut. Die Helligkeit passt sich automatisch dem Umgebungslicht an. So stört er nachts nicht. Das Display kann auch die Temperatur, einen Timer und die Weckzeiten anzeigen.

Im Gegensatz zum Nest Mini bietet Amazon keine einfache Möglichkeit zur Wandmontage. Beim Echo Dot mit Uhr stört das nicht weiter, beim normalen Echo Dot wäre es aber schön gewesen.

Die neuen Funktionen

In Bezug auf die Klangqualität hat es bei beiden Modellen definitiv eine Verbesserung gegeben. Natürlich bietet der Echo einen viel kraftvolleren Klang als der Echo Dot. Der Klang kann zudem auf 360 Grad gestreut werden. Der Unterschied im Vergleich zur Vorgängerversion ist wirklich beeindruckend, insbesondere was die Bässe angeht. Der Echo reicht damit vollkommen aus, um zu Hause Musik zu hören – oder die Nachbarn zu nerven.

In Verbindung mit einem Echo Dot ist das Erlebnis sehr angenehm, da die beiden Lautsprecher miteinander kombiniert werden können. Das Ergebnis ist Stereoklang zu einem fairen Preis (160 Euro für das gesamte Paket). Für eine Wohnung von etwa vierzig Quadratmetern ist die Kombination aus Echo (Wohnzimmer) und Echo Dot (Schlafzimmer) perfekt.

Der Echo Dot allein liefert angesichts der Größe des Gerätes einen relativ guten Klang, kommt aber offensichtlich nicht an den Echo heran. Doch auch hier hat Amazon den Klang verbessert. Es ist nicht der beste kleine Lautsprecher, aber er ist gut und vielleicht der beste kleine Lautsprecher mit Alexa. Das Modell mit Uhr reicht, um einen Raum zu beschallen. Die Anzeige ist ausreichend hell und für mich ist dies der perfekte Radiowecker.

Bei beiden Modellen sind die Tasten leicht zugänglich und einfach zu bedienen. Es ist jederzeit möglich, das Mikrofon auszuschalten, um zu vermeiden, dass Alexa zu viel mitbekommt.

Denn tatsächlich aktiviert sich Alexa viel einfacher, ohne dass man sie anspricht, als dies bei Google der Fall ist. Leider kann man die Empfindlichkeit nicht einstellen. Im Unterschied zu den neuen Nest-Geräten verarbeitet Amazon die Anfragen auch nicht lokal im Lautsprecher, sondern schickt sie an die eigenen Server.

Die Alexa-App könnte besser sein

Um die Lautsprecher einzurichten und zu verwenden, aber auch um Alexa-Lautsprecher zu koppeln, müsst Ihr die Alexa-App nutzen. Die gibt es für iOS und Android. Sie ist zwar einfach zu bedienen, aber die Oberfläche könnte verbessert werden. Denn übersichtlich ist sie nicht und gerade Neulinge könnte sie vor Schwierigkeiten stellen.

Ich empfehle außerdem, dass Ihr den Lautsprechern Namen gebt. Andernfalls wird es schwierig, sie in der App zu unterscheiden, was zu Verwirrung führen kann.

Gutes Urteil: Lohnt es sich, es zu kaufen?

Der Echo und Echo Dot (2019) sind ausgezeichnet. Amazon hat einige Neuerungen und eine besser Klangqualität untergebracht und dennoch die Preise stabil gehalten. Die Möglichkeit, zwei oder mehr Lautsprecher zu kombinieren, ermöglicht es Euch schließlich, Stereoklang zu genießen. Alexa hinkt aber immer noch etwas hinter dem Google Assistant hinterher.

Wenn Ihr in die Welt von Alexa einsteigen und Euer Zuhause mit Stereo-Sound ausstatten möchtet, ist die Kombination aus Echo und Echo Dot eine perfekte Option. Wenn Ihr auf der Suche nach einem guten Lautsprecher seid, ohne zu viel ausgeben zu wollen, ist der Echo ein gutes Angebot. Wer einen neuen Radiowecker braucht, sollte sich den Echo Dot anschauen.

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