Amnesty kürt Greta Tunberg zur „Botschafterin des Gewissens“ – JUNGE FREIHEIT


WASHINGTON. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat Greta Thunberg mit dem Preis „Botschafterin des Gewissens“ ausgezeichnet. Dieser sei für „all die furchtlosen Jugendlichen, die für ihre Zukunft kämpfen“, sagte die 16jährige bei der Verleihung in Washington laut einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa.

Für viele Menschen erschließe sich immer noch nicht der Zusammenhang zwischen dem Klimawandel, Migration, Hunger und der Verletzung von Menschenrechten, beklagte Thunberg. „Menschen sterben. Und trotzdem schauen immer noch so viele von uns weg.“

Berlins Kinder müssen am Freitag in die Schule

Amnesty-Generalsekretär Kumi Naidoo lobte, die Fridays-for-Future-Bewegung habe „Dinge getan, die denjenigen von uns, die seit Jahrzehnten kämpfen, nie gelungen sind“. Jungen Leuten werde oft gesagt, sie seien die Anführer von morgen. Er sei aber froh, daß Thunberg und die vielen anderen Jugendlichen darauf nicht gehört hätten. Denn: „Wenn sie bis morgen warten, wird es für niemanden von uns eine Zukunft geben.“

Im Sommer 2018 hatte Thunberg mit Schulstreiks für den Klimaschutz eine weltweite Bewegung ins Leben gerufen, die sich besonders in Deutschland über Zulauf freut. Für den kommenden Freitag plant Fridays-for-Future anläßlich der „Streikwoche für mehr Klimaschutz“ mindestens 450 Protestkundgebungen in zahlreichen Städten.

Zu der größten Demonstration in Berlin werden 10.000 Personen erwartet. Am Montag war bekannt geworden, daß die Berliner Schulbehörde den Schulkindern keine Erlaubnis gegeben hat, für die Demonstration dem Unterricht fernzubleiben. Die Stadt New York erteilte hingegen die Genehmigung zum Schulstreik. (tb)



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