Anti-Doping-Razzien in 33 Ländern: Europol nimmt mehr als 200 Menschen fest

Geleitet wurde die „Operation Viribus“ von der italienischen und griechischen Polizei. Mit dabei waren unter anderem auch die Schweiz, die USA, Albanien und Kolumbien.

17 Gruppen des organisierten Verbrechens seien ausgehoben worden, so die Dopingbehörde Wada. In neun europäischen Geheimlabors seien fast 24 Tonnen Steroidpulver gefunden worden. Zudem wurden in einigen der an Viribus beteiligten Länder Dopingproben durchgeführt: insgesamt über 1.300. Beinahe 1.000 Menschen wurden wegen der Produktion, dem Handel mit oder der Benutzung von Dopingpräparaten angezeigt.

Der Weg zu Anablika – online und offline

Laut Europol hat der Handel mit Anabolika in den letzten 20 Jahren weltweit einen starken Anstieg erlebt. Er sei im Regelfall dezentral und flexibel organisiert. Wer will, könne die Dopingpräparate online bestellen. Außerdem stellte Europol eine „verstärkte Nutzung von sozialen Netzwerken für die Werbung und den Verkauf von Anabolika“ fest. Gefälschte Medikamente würden immer häufiger im Dark Web verkauft werden – bezahlt mit aufladbaren Kreditkarten und Kryptowährungen.

Doch auch wer Anabolika nicht im Internet bestellt, kommt offensichtlich einfach an die Dopingpräparate. Laut Interpol kann man sie bei einigen zugelassenen Herstellern direkt vor Ort kaufen. Zudem bringen Großhändler beträchtliche Steroidmengen auf den illegalen Markt. In die Fitnessstudios gelangen die Mittel laut Interpol durch Hobbysportler, die sie selbst in kleinen Mengen an- und dann weiterverkaufen.

Interpol: Auch Landwirte sind Kunden

Vor allem Sportler greifen auf die Anabolika zurück, um ihre Leistung zu verbessern, ignorieren dabei jedoch die gesundheitlichen Gefahren, die die Mittel mit sich bringen wie etwa Schäden an Leber und Nieren oder eine erhöhte Anfälligkeit für Herzinfarkte und Krebserkrankungen.

Doch auch Landwirte stehen laut Interpol auf der Kundenliste der Doping-Händler. Einige würden ihren Tieren Hormone geben, um sie schneller zu mästen, ihre Fortpflanzungsfähigkeit zu verbessern oder – wie menschliche Athleten – ihre sportlichen Leistungen für den Wettkampf zu erhöhen.

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