Asus Zenfone 6 im Test: Starke Performance zum fairen Preis




Fairer Preis gepaart mit starker Ausstattung: Das Asus Zenfone 6 überzeugt im Test, hat aber auch Schwächen. Hier erfahren Sie, was das Handy drauf hat.

Asus stattet sein neues Top-Smartphone Zenfone 6 mit der aktuell stärksten CPU aus, integriert eine spezielle Klapp-Kamera für Vorder- und Rückseite und verbaut ein Fullscreen-Display ohne Notch. Und das Ganze gibt es bereits – je nach Speicherversion –

zwischen 500 und 600 Euro
. Das Asus Zenfone 6 ist eine Kampfansage an die teuren Konkurrenten

Huawei P30 Pro
,

Galaxy S10/S10+
und Co.

TEST-FAZIT: Asus Zenfone 6

Für seinen Preis von 500 bis 600 Euro, je nach Speichergröße, beeindruckt das Asus Zenfone 6 mit richtig starker Performance und einer sehr langen Akkulaufzeit. Auch wenn kabelloses Laden und eine IP-Zertifizierung (Wasserschutz) fehlen, wird das Zenfone 6 durch seine Flip-Kamera mit ordentlicher Bildqualität, die gute Ausstattung und vor allem hohe Leistung zu einem fairen Preis sehr interessant! Damit ist das Zenfone 6 eine ernstzunehmende Konkurrenz für Galaxy S10, P30 Pro und auch Oneplus 7 Pro.

Pro

+ Fullscreen ohne Notch

+ Kamerasystem sehr cool

+ Sehr lange Akkulaufzeit

+ Herausragende Performance

Contra

– Kein kabelloses Laden

– IP-Zertifizierung fehlt

– Kameraschwäche bei schlechterem Licht

TESTERGEBNISSE (NOTEN)

Asus Zenfone 6

Testnote

sehr gut (1,25)

Preis-Leistung

preiswert

Ausstattung und Software (24 %)

1,00

Handhabung und Bildschirm (24 %)

1,29

Internet und Geschwindigkeit (20 %)

1,11

Mobilität (19 %)

1,16

Multimedia (10 %)

1,79

Service (3 %)

2,59

Design und Display: Fullscreen ohne Notch

Der Drang nach noch mehr Display auf der Vorderseite lässt die Smartphone-Hersteller erfinderisch werden. Um eine Notch für die Frontkamera beim Asus Zenfone 6 zu vermeiden, klappt einfach die Hauptkamera dank Motor von hinten nach vorne um, sodass Sie Selfies aufnehmen können. Das IPS-Display ist 6,4 Zoll groß und nimmt insgesamt 92 Prozent der Vorderseite ein. Die Auflösung ist mit 2340 x 1080 geringer als beim Galaxy S10, aber trotzdem noch hoch genug, um Inhalte scharf anzuzeigen. Der Bildschirm unterstützt übrigens auch HDR10 und deckt den Farbraum DCI-P3 fast zu 100 Prozent ab. Der Kontrastwert des Displays ist gut, die Helligkeit könnte aber durchaus höher sein. Denn gerade unter direkter Sonneneinstrahlung ist es schwer, Inhalte zu erkennen.

Asus Zenfone 6 in zwei Farben

Die Rückseite besteht aus Corning Gorilla Glas. Der Übergang zum Rahmen ist fließend, das Smartphone liegt daher angenehm in der Hand. Auch wenn das Zenfone 6 mit 190 Gramm eher zu den schwereren Smartphones gehört.

Leistung: Danke Snapdragon 855 starke Performance

Qualcomms Snapdragon 855 mit bis zu 2,8 GHz ist der aktuell stärkste Chip auf dem Mobilmarkt. Entsprechend treibt er das Zenfone 6 zu Höchstleistungen an. Im Antutu Benchmark erreicht das Asus-Handy über 359.000 Punkte und gehört damit zu den schnellsten Geräten auf dem Markt. Das

OnePlus 7 Pro (Test)
mit der gleichen CPU erreicht 362.000 Punkte.

Kamera: Flip-Cam

Um eine Notch zu vermeiden, dreht sich die Hauptkamera dank eines Motors von der Rück- auf die Vorderseite. Der Schrittmotor macht die Kamera aber auch manuell steuerbar, wodurch Sie die Kamera in jeder Position anhalten können, um Fotos aus anderen Blickwinkeln oder coole Kamerafahrten aufzunehmen. Ein Beschleunigungssensor erkennt übrigens, wenn das Smartphone herunterfällt, sodass die Kamera automatisch einfährt, um Beschädigungen zu vermeiden.

Asus Zenfone 6 mit Flip-Kamera

Das Zenfone 6 arbeitet mit einem 48-Megapixel-Sensor, der standardmäßig Fotos mit 12 Megapixeln aufnimmt. Die zweite Kamera knipst Weitwinkel-Fotos mit maximal 13 Megapixeln. Asus verzichtet bei der Kamera auf eine optische Bildstabilisierung. Unter guten bis normalen Lichtverhältnissen werden die Bilder ordentlich scharf und bietet insgesamt eine hohe Qualität. Bei schlechteren Lichtverhältnissen hat die Kamera vor allem bei Details wie Texten Probleme, sie scharf anzuzeigen. Sie fransen sehr stark aus.

Man sollte das Smartphone übrigens nicht zu stark schütteln, dadurch klappt die Kamera leicht aus und muss über die Kamera-App wieder eingefahren werden. Zurückklappen mit dem Finger klappt nicht.

Akku: Ordentliche Ausdauer

Asus Zenfone 6 mit großem Akku für lange Laufzeit

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Asus Zenfone 6 mit großem Akku für lange Laufzeit

© Asus

Asus verbaut in sein Zenfone 6 einen großen 5000-mAh-Akku. Im Test Dauer-Surfen, bei dem der Browser alle paar Sekunden eine neue Webseite bei 75-prozentiger Display-Helligkeit aufruft, hält der Akku knapp 14,5 Stunden durch. Damit gehört es neben dem

Huawei P30 Pro
und

Google Pixel 3a XL
zu den Smartphones mit der längsten Akkulaufzeit.

Ausstattung und Software

Asus verzichtet auf kabelloses Laden, einen im Display integrierten Fingerabdruck-Sensor sowie eine IP-Zertifizierung – das Zenfone 6 ist also nicht wasserdicht. Dafür gibt es eine Klinkenbuchse für Ihre Kopfhörer und Stereo-Lautsprecher. An Bord sind außerdem WLAN-ac, NFC, Bluetooth 5.0 und LTE mit Download-Raten von bis zu 1,2 Gbit/s.

Asus Zenfone 6 bekommt Android Q zeitnah zum offiziellen Launch des neuen Systems

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Asus Zenfone 6 bekommt Android Q zeitnah zum offiziellen Launch des neuen Systems

© Asus

Das Zenfone 6 kommt in unterschiedlichen Speichervarianten. Die kleinste Version hat 6 GB RAM und 64 GB internen Speicher. Die mittlere Variante hat 128 GB Speicher. Die größte Speichervariante bietet 8 GB RAM und einen 256 GB großen Speicher. Per Micro-SD-Karte können Sie den Speicher noch erweitern.

Auf dem Asus Zenfone 6 läuft aktuelles Android 9. Sobald

Android 10 Q
im August/September erscheint, wird es ein Update bekommen.



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