Auktion in Berlin geplatzt: Polizei beschlagnahmt angebliche Hitler-Gemälde


Drei Aquarelle, signiert von A. Hitler, wollte das Berliner Auktionshaus Kloss am heutigen Donnerstag versteigern. Doch daraus wurde offenbar nichts. Die Bilder waren Fälschungen – kurz vor der Versteigerung griff das Berliner Landeskriminalamt ein und beschlagnahmte die angeblichen Hitler-Gemälde.

Das berichtete die „Welt“. Der Vorwurf laute nun: Versuchter Betrug und Urkundenfälschung. Weitere Ermittlungen würden laufen.

Bei den Aquarellen handelt es sich um Landschaftsbilder. Auf zwei Bildern sind die Alpen zu sehen, auf einem eine Rheinlandschaft. Laut den beigefügten „Gutachten zur Authentizität“ soll es sich um Zeichnungen handeln, die Hitler in seiner Zeit in Wien gemalt hat. Datiert sind die angeblichen Hitler-Bilder auf 1910, bzw. 1911.

Laut „Bild“-Bericht verlor der Sprecher des Auktionshauses kein Wort über den richterlichen Beschluss. Stattdessen habe er behauptet, das LKA habe vor linken Krawallen wegen der Hitler-Auktion gewarnt und geraten, die Versteigerung auszusetzen. Die Beamten, wird der Sprecher zitiert, waren nur zum Schutz im Auktionshaus.

Hitler wollte ursprünglich Maler werden, scheiterte aber mit seiner Bewerbung für die Wiener Kunstakademie. Er malte zahlreiche Landschaftsbilder und Postkarten. Ein, ebenfalls mit A. Hitler signiertes, Aquarell mit dem Titel „Standesamt München“ wurde 2014 in Nürnberg verkauft. Das Bild ging vermutlich in den Nahen Osten.

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