Aus Irland in die ganze Welt



Menschenmassen, die Farbe Grün, Unmengen Guinness und lauter skurrile Mythen sowie imposante Paraden – das alles ist der St. Patrick’s Day. Wir präsentieren Ihnen sechs Fakten zum jährlichen Feiertag am 17. März, dem Sterbedatum des Heiligen Priesters.

1. Der heilige Patrick war nicht immer heilig

Laut geschichtlichem Mythos war St. Patrick ein Sklave. Zudem soll er nicht einmal Ire gewesen sein. Angeblich soll er im Jugendalter aus England entführt und dann nach Irland verschleppt worden sein. Dort verbrachte er gemäß der Überlieferung sechs Jahre als Sklave auf der immergrünen Insel und musste niedere Arbeiten verrichten. Schlussendlich konnte er flüchten und wurde Priester als er wieder in England war. Von da an verbreitete er die Botschaften des Herrn. Die Parade am St. Patrick’s Day soll einer Willkommensfeier für den Rückkehrer gleichkommen.

2. St. Patrick war kreativ

Der Heilige Patrick versuchte auf gewitzte Weise, die Iren zu missionieren: So kombinierte er die irischen Kulturen mit dem christlichen Glauben, indem er beispielsweise einführte, dass in Irland Ostern mit einem Feuer gefeiert wird – Feuer diente in Irland zur Ehrung der Götter.

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Auch das „Keltische Kreuz“ ist auf die Missionsarbeit des Bischofs zurückzuführen: Er kombinierte einfach das christliche Kreuz mit dem in Irland sehr beliebten Sonnensymbol. 

3. Prost Mahlzeit

Ein typisch irisches Gericht, welches natürlich auch am St. Patrick’s Day verspeist wird, ist Corned Beef (gepökeltes Rindfleisch)und Cabbage (Kohl). Das passt übrigens auch ausgezeichnet zum Bier. Wo die Iren normalerweise durchschnittlich knapp sechs Millionen Pints (halbe Liter) Guinness trinken, steigt der Konsum des irischen Bieres am St. Patrick’s Day auf 13 Millionen Pints. In der Sekunde sind das 75 Liter Bier, die runtergespühlt werden. Den Bierproduzenten freut es, denn sein Umsatz verdoppelt sich an dem Feiertag. Also, Prost Mahlzeit!

4. Ohne Hunde-Show kein Alkohol

In der Zeit von 1927 bis 1961 war den Iren der Ausschank von alkoholischen Getränken an dem heiligen Feiertag gesetzlich untersagt. Da es aber irgendwie immer ein Schlupfloch für solche Regelungen gibt, fanden auch die Iren eine: die „Royal Dublin Dog Show“. Es war der einzige Ort beziehungsweise die einzige Veranstaltung, wo an diesem Tag legal in der Öffentlichkeit getrunken werden durfte.

5. Irisch Amerikanisch

90 Prozent der Amerikaner feiern St. Patrick’s Day. So ist es auch kein Wunder, dass seit 1762 eine der längsten Paraden der Welt am 17. März in New York stattfindet. Hier marschieren etwa 250.000 Feierwütige in grünen Kostümen und geschmückten Fahrzeugen entlang der Fifth Avenu. Auch Chicago ist mit dem grünen Fieber infiziert: Hier feiern die Einwohner seit 1962 den St. Patrick’s Day, indem sie den berühmten Chicago River grün färben.

6. Der Widerstand des Kleeblatts

In Irland ist das Kleeblatt eine heilige Pflanze und wurde später zum Zeichen des Nationalismus. So trugen viele Iren im 17. Jahrhundert ein Kleeblatt als Zeichen gegen die Eroberung durch die Briten. Diese versuchten nämlich, durch Gesetze die irische Sprache und Gebräuche zu eliminieren. Das Kleeblatt war also ein Zeichen des Stolzes. St. Patrick nutzte das Kleeblatt ebenfalls: Für ihn war es ein Symbol der Dreieinigkeit.



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