Balearen-Regierung ruft 25.000 Touristen zum Verlassen der Inseln auf

Kurz nach dem Start auf dem Flughafen Palma: Blick auf die Platja de Palma bis zur Urlauberhochburg S'Arenal  Getty Images
Durch die rasante Ausbreitung des Coronavirus und die Maßnahmen der Regierungen wie Grenzschließungen wird die persönliche Mobilität und damit auch das Reisen enorm eingeschränkt. Auch hat das Auswärtige Amt wegen der Pandemie eine weltweite Reisewarnung für touristische Reisen ausgegeben. Hier finden Sie regelmäßige die neusten Meldungen zum Thema Corona-Krise und Reisen.

Nachrichten von Dienstag, den 17. März:

+++ Balearen-Regierung ruft 25.000 Touristen zum Verlassen der Inseln auf +++

Wegen der Coronavirus-Krise hat die Regionalregierung der Balearen alle auf Mallorca und den anderen spanischen Inseln noch verbliebenen Touristen dazu aufgerufen, schnellstmöglich in ihre Heimat zurückzukehren. Es mache keinen Sinn, dass die Menschen in den Hotels eingesperrt blieben, sagte Regionalpräsidentin Francina Armengol am Dienstag.

Man arbeite an einer „Operation Rückkehr“ für alle ausländischen und spanischen Besucher der Inseln, sagte sie. Am Montag waren bereits 25 Sonderflüge von den Balearen-Flughäfen vor allem Richtung Deutschland und England gestartet. Gleichzeitig wurden aber nach Behördenangaben auch 67 reguläre Flüge storniert.

Die Streichungen und Überbuchungen hätten vor allem auf dem Flughafen von Palma beträchtliche Sorge und Unruhe unter Touristen ausgelöst, die zurück in die Heimat wollten, berichtete die Regionalzeitung „Diario de Mallorca“. Das Auswärtige Amt startete eine Rückholaktion für Tausende Deutsche, die wegen Reisebeschränkungen in der Coronavirus-Krise im Ausland festsitzen. Dafür werden nach Angaben von Außenminister Heiko Maas bis zu 50 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

+++ Rückholaktion: Tausende deutsche Touristen sitzen im Ausland fest +++

Die Bundesregierung hat eine beispiellose Rückholaktion für tausende Deutsche gestartet, die wegen der Coronakrise im Ausland gestrandet sind. Außenminister Heiko Maas sprach am Dienstag von einer „Luftbrücke“ vor allem für Urlauber in Marokko, der Dominikanischen Republik, den Philippinen, Ägypten und auf den Malediven. Gleichzeitig sprach Maas eine formelle, weltweite Reisewarnung für touristische Reisen aus. Auch das hat es so noch nicht gegeben. Reisewarnungen werden normalerweise nur bei Gefahr für Leib und Leben ausgesprochen, vor allem für Bürgerkriegsländer wie Syrien, Afghanistan oder Jemen. Sie können kostenlose Stornierungen ermöglichen.

Allein in Marokko sind es laut Maas 4000 bis 5000 Personen. Die Regierung in Rabat hatte am Sonntag bis zum 31. März fast alle internationale Verkehrsverbindungen – Flüge und Fähren – eingestellt. Die Dominikanische Republik in der Karibik hat seit Montag für einen Monat alle Flüge von und nach Europa ausgesetzt. Am Donnerstag wird Ägypten folgen. Geplant ist nun, dass Flugzeuge gechartert werden, um vor allem Pauschaltouristen zurück nach Hause zu bringen. Die Gestrandeten würden „im Laufe der nächsten Tage“ zurückgeholt, sagte Maas. Betroffene können sich auf der Internetseite des Auswärtigen Amts über die weiteren Planungen informieren und sich in eine Krisenvorsorgeliste eintragen.

Nachrichten von Montag, den 16. März:

+++ Kanada erlässt Einreiseverbot wegen neuartigen Coronavirus +++

Inmitten der Coronavirus-Pandemie erlässt auch Kanada ein Einreiseverbot für Ausländer. Dies gelte aber zunächst nicht für US-Amerikaner, sagte Ministerpräsident Justin Trudeau bei einer Pressekonferenz am Montag in Ottawa. Er rief alle Kanadier im Ausland zur sofortigen Heimreise auf: „Wenn Sie im Ausland sind, ist es Zeit, dass sie nach Hause kommen“. Gerade Heimkehrer müssten sich in freiwillige Isolation begeben. Kanada und die USA teilen eine Tausende Kilometer lange Grenze und sind wirtschaftlich eng verflochten. Trudeau rief zur Solidarität mit den Mitmenschen auf: „Rufen sie ihre Freunde und Familie an, denken Sie an ihre Gemeinde.“

+++ Ägypten, Algerien und Jordanien schränken Luftverkehr ein +++

Ägypten kündigte an, alle internationalen Flüge ab Donnerstag und bis 31. März auszusetzen. Damit solle ein Ausbruch verhindert werden, sagte Ministerpräsident Mustafa Madbuli am Montag. In Ägypten wurden bisher 126 Infektionen mit Sars-CoV-2 und zwei Todesfälle gemeldet. „Die Bürger haben eine Verantwortung, sie sollten nicht fahrlässig handeln oder die Lage unterschätzen“, sagte Madbuli.

Algerien erklärte, alle Flüge von und nach Europa ab Donnerstag auszusetzen. Wie lange diese Regelung gilt, teilte die Regierung nicht mit. In Algerien sind 54 Menschen offiziell infiziert.

In Jordanien werden ab Dienstag vorerst sämtliche Flüge ausgesetzt. Heimkehrer aus dem Ausland werden dort für 14 Tage in staatlich zur Verfügung gestellten Einrichtungen und Hotels in Quarantäne gestellt. Jordanien meldete bisher insgesamt 18 Fälle, darunter sechs Franzosen und ein britischer Tourist.

Zuvor hatte die Regierung des Libanon erklärt, ab Mittwoch alle Grenzen, den landesweit einzigen Flughafen sowie Häfen des Landes zu schließen. Die Regelung gilt vorerst bis 29. März.

+++ Reisewirtschaft will Pauschalurlauber zurückholen +++

Die deutsche Reisewirtschaft hat angekündigt, Pauschalreisegäste, die wegen der Coronaviruspandemie in verschiedenen Ländern strandeten und für die es keine regulären Rückflüge mehr gibt, nach Deutschland zurückzuholen. Dafür werde zusammen mit dem Auswärtigen Amt sowie den Fluggesellschaften und den Reiseveranstaltern eine Rückholaktion koordiniert, erklärte der Deutsche Reiseverband (DRV).

Als besonders von den Einschränkungen betroffenen gelten demnach derzeit Marokko, die Malediven, die Philippinen, die Dominikanische Republik und Zypern. Über den DRV sei nun zunächst die Zahl der Veranstaltergäste festgestellt worden, die in den Ländern aktuell oder in den kommenden Tagen auf einen Rückflug warteten, erklärte der Verband. Die Bundesregierung bestelle nun die benötigten Flugzeugkapazitäten.

+++ Niedersachsen und Bremen halten Flughäfen offen +++

Die Länder Niedersachsen und Bremen planen derzeit keine Schließung ihrer Flughäfen wegen der Coronavirus-Pandemie. Das teilten die Landesregierungen auf Anfrage mit. Niedersachsen wolle möglichst die Verkehrsinfrastruktur funktionsfähig halten, hieß es im Wirtschaftsministerium in Hannover. Es habe aus dem Krisenstab der Landesregierung keine derartige Anfrage gegeben.

+++ Lufthansa streicht Flugplan weiter zusammen +++

Der Lufthansa-Konzern streicht sein Flugangebot in der Coronakrise noch weiter zusammen. Neben der befristeten Komplettaussetzung der Tochter Austrian werden auch die übrigen Strecken noch weiter ausgedünnt, wie das Unternehmen am Montag in Frankfurt mitteilte. Danach soll nur noch jeder zehnte geplante Fernflug stattfinden und ungefähr jede fünfte Nah- und Mittelstreckenverbindung. Ursprünglich hatte das Unternehmen im Sommerflugplan rund 26.000 Flüge in der Woche geplant.

+++ Dicker Gewinn und Kurzarbeit bei Motel One +++

Die Hotelkette Motel One hat das vergangene Geschäftsjahr mit Wachstum und hohen Gewinnen abgeschlossen, angesichts der Ausbreitung des Coronavirus aber Kurzarbeit angeordnet. Das in München ansässige Unternehmen rechnet laut einer Mitteilung vom Montag mit einer „massiven Störung des Geschäftsverlaufs und hohen Umsatzeinbrüchen in den kommenden Monaten.“ Als Reaktion plant Motel One „Kostenanpassungen in allen Bereichen“. So habe man in den Hotels in Deutschland und der Zentrale in München Kurzarbeit angeordnet.

+++ Passagiereinbruch erreicht kleinere Flughäfen +++

Der „beispiellose“ Passagierrückgang in Folge der Coronakrise hat nun auch die kleineren Flughäfen in Deutschland erreicht. Der Flughafenverband ADV berichtete am Montag von einem Rückgang der registrierten Fluggäste um 38 Prozent in der vergangenen Woche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Ausfall ist damit mehr als doppelt so groß wie im April 2010 nach dem starken Asche-Ausbruch eines Vulkans in Island.

„Für die Flughäfen ist das Virus eine Zäsur“, erklärte ADV-Hauptgeschäftführer Ralph Beisel. Inzwischen seien auch Schließungen von einzelnen Standorten denkbar. Der Luftverkehr brauche eine koordinierte Unterstützung durch die deutsche und die europäischen Regierungen, damit die Branche überlebt und nach dem Ende der Krise ihren Betrieb fortsetzen kann.

+++ Österreichische Lufthansa-Tochter AUA stellt Betrieb vorerst ein +++

Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) stellt ihren regulären Flugbetrieb wegen der Auswirkungen der Coronakrise am Donnerstag vorübergehend ein. Der vorerst letzte Flug mit der Flugnummer OS 066 werde am 19. März in den Morgenstunden aus Chicago in Wien landen, teilte die AUA mit. Ein Lang- und ein Mittelstreckenflugzeug blieben für Hilfsflüge im Einsatz, hieß es.

In den nächsten Tagen werde die Airline vermehrt Rückholflüge durchführen und bei Umbuchungen auch auf das Angebot des Mutterkonzerns Lufthansa zurückgreifen. Der Flugbetrieb werde kontrolliert und strukturiert zurückgefahren, um alle Passagiere, Crews und Flugzeuge nach Hause zu holen. Vorerst streicht die AUA alle Flüge bis zum 28. März. „Passagiere, die in diesem Zeitraum einen gebuchten Flug haben, werden – sofern möglich – auf andere Fluglinien umgebucht“, erklärte die Fluggesellschaft.

+++ Touristikkonzern FTI Group sagt alle Reisen ab +++

Der Touristikkonzern FTI Group sagt wegen der Coronavirus-Krise alle Reisen bis Ende März ab. Buchungen jeder Reiseart würden ab sofort bis einschließlich 31. März storniert, teilte das Unternehmen in München mit. „Das Wohl unserer Gäste wie auch unserer Mitarbeiter ist unsere oberste Maxime, daher setzen wir unsere Operationen vorerst aus“. Der Veranstalter, der zu den großen in Deutschland zählt, beantragte zudem Staatsgarantien zur Überbrückung, „um perspektivisch wieder zum Routinegeschäft zurückkehren zu können.“

+++ Südafrika führt Visumspflicht für Reisende aus Deutschland ein +++

Angesichts der Ausbreitung des Corona-Virus führt Südafrika für Deutsche und andere Reisende aus Risikogebieten eine Visumspflicht ein. Das gab Innenminister Aaron Motsoaledi auf einer Pressekonferenz in Pretoria bekannt. Namentlich nannte der Minister außer Deutschland auch Italien, China, die USA oder den Iran.

Appell an die Vernunft: Verkehrsminister Scheuer ruft Deutsche zu Verzicht auf Reisen auf

Der Kap-Staat gilt mit jährlich knapp 350.000 deutschen Urlaubern als beliebte Destination. Bislang war ein Aufenthalt von bis zu drei Monaten ohne Visumspflicht möglich. Südafrika zählte bislang 61 Coronavirusfälle.

+++ Eingeschränkter Betrieb am Frankfurter Flughafen +++

Am Frankfurter Flughafen läuft der Betrieb in der Coronaviruskrise deutlich eingeschränkt. Für den Montag waren aber noch rund 1000 Starts und Landungen geplant, wie ein Sprecher des Betreibers Fraport am Montag berichtete. Das wären nur rund 400 weniger als im Normalbetrieb. Allerdings sind die Flugzeuge deutlich leerer als sonst, denn statt 170.000 Passagieren wie üblich werden aktuell nur rund 90.000 erwartet. In den Terminals ist deutlich weniger los als üblich.

Grund für den Sparbetrieb am größten deutschen Flughafen sind immer neue Einreisebeschränkungen in verschiedenen Ländern und Flugabsagen der Gesellschaften wegen schlechter Auslastung. Auf dem aktuellen Flugplan stehen aber auch noch Verbindungen in ausgesprochene Krisengebiete wie Teheran oder Madrid.

+++ Baden-Württemberg stellt Flugverkehr ein +++

Die Landesregierung von Baden-Württemberg will den Betrieb an allen Flughäfen in dem Bundesland wegen des Coronavirus einstellen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Regierungskreisen in Stuttgart. Reisende aus dem Ausland würden aber noch zurückgeholt. Wer aus einer Krisenregion komme, müsse in Quarantäne. Der Beschluss soll demnach im Lauf der Woche in Kraft treten.

Baden-Württemberg ist neben Nordrhein-Westfalen und Bayern das am stärksten von der Ausbreitung des Coronavirus betroffene Bundesland.

+++ Bundesregierung schätzt, dass Tausende Deutsche im Urlaub festsitzen +++

Die Bundesregierung geht davon aus, dass mehrere tausend Deutsche wegen Reisebeschränkungen im Zuge der Corona-Krise im Ausland festsitzen. Vor allem in der Türkei, Marokko, Indonesien und den Philippinen haben Bundesbürger nach Angaben des Auswärtigen Amts Schwierigkeiten, nach Deutschland zurückzukehren. Man sei mit Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern im intensiven Gespräch, „um möglichst pragmatische und möglichst schnelle Lösungen“ für eine Ausreise zu finden, sagte Sprecherin Maria Adebahr am Montag in Berlin.

+++ Schleswig-Holstein riegelt Inseln für Touristen ab +++

Schleswig-Holstein hat seit 6.00 Uhr am Montag alle schleswig-holsteinischen Nord- und Ostseeinseln sowie die Halligen in der Nordsee für Touristen gesperrt. Das bestätigten die zuständigen Polizeileitstellen. Hintergrund ist der Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte bei der Bekanntgabe der Entscheidung nach einer Kabinettssitzung am Sonntag Urlauber aufgefordert, den Heimweg anzutreten. Noch im Laufe des Montags will Günther (CDU) weitergehende Regelungen für den Tourismus in ganz Schleswig-Holstein mitteilen. Nach der Telefonkonferenz des Kabinetts hatte Günther am Sonntag an mögliche Schleswig-Holstein-Urlauber appelliert, Reisen in den Norden zu unterlassen.

Zu den vom Touristenstopp betroffenen Nordseeinseln gehören Sylt, Amrum und Föhr, die Halbinsel Nordstrand sowie die Halligen Hooge und Langeneß. In der Ostsee ist die beliebte Ferieninsel Fehmarn für Touristen bis auf weiteres gesperrt.

+++ Libanon schließt Grenzen und Flughafen +++

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat der Libanon einen nationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Sämtliche Grenzen, der landesweit einzige Flughafen sowie Häfen des Mittelmeerlandes würden ab Mittwoch und vorerst bis 29. März geschlossen, teilte Ministerpräsident Hassan Diab mit.

+++ In mehreren US-Bundesstaaten schließen Restaurants, Bars und Cafés +++

Er habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, sagte der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio. „Aber unsere Stadt ist bedroht wie nie zuvor, und wir müssen mit einer Kriegsmentalität darauf reagieren“, so de Blasio weiter. Dann verkündete er: Ab Dienstag bleiben Geschäfte, Restaurants, Theater und Kinos in der Stadt geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Auch der Bundesstaat Washington an der Westküste der USA will das Sozialleben auf ähnliche Art und Weise in den kommenden Tagen begrenzen. Nur Lieferdienste sowie Speisen und Getränke zum Mitnehmen seien weiter verfügbar. In New York müssten ab Dienstagmorgen um 9.00 Uhr (14.00 Uhr MEZ) zudem Nachtclubs, Kinos und andere Veranstaltungsorte schließen, hieß es.

Der Gouverneur von Washington, Jay Inslee, teilte mit, er werde am Montag den Notstand ausrufen, um Veranstaltungsorte schließen zu lassen. Alle Versammlungen von mehr als 50 Teilnehmern würden verboten.

+++ Reise-Riese Tui setzt Reiseaktivitäten weitgehend aus und fordert Staatsgarantien +++

Der Touristikkonzern Tui setzt wegen der Coronavirus-Krise den größten Teil seiner Reiseaktivitäten aus. Eine Prognose der Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr traut sich das Management angesichts der Belastungen nicht mehr zu, weshalb der Ausblick von Mitte Februar laut einer Mitteilung aus der Nacht zum Montag zurückgezogen wurde. „In dem sich gegenwärtig schnell verändernden Umfeld bleiben die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Gäste und Mitarbeiter auf der ganzen Welt von höchster Wichtigkeit. Deshalb hat der TUI Konzern (…) beschlossen, den größten Teil aller Reiseaktivitäten, einschließlich Pauschalreisen, Kreuzfahrten und Hotelbetrieb, bis auf weiteres auszusetzen“, hieß es.

Um die Folgen der Krise auf das Jahresergebnis zu mildern, sollen die Kosten nun deutlich gesenkt werden. Zudem will der Konzern Staatsgarantien zur Unterstützung beantragen, bis der normale Geschäftsbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Aktuell verfügt Tui den Angaben zufolge noch über Finanzmittel und verfügbare Kreditfazilitäten in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro.

Nachrichten von Sonntag, den 15. März:

+++ Lufthansa holt bis zu 4000 Urlauber zurück +++

Mit 15 Sonderflügen will die Lufthansa bis Mittwoch etwa 3000 bis 4000 Urlauber aus der Karibik und von den Kanaren zurück nach Deutschland bringen. Das teilte ein Lufthansa-Sprecher am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur mit. Es handele sich um Menschen, die wegen der Reisebeschränkungen als Folge der Coronavirus-Krise sonst nicht hätten zurückkehren können – Feriengäste von den Inseln und Kreuzfahrtpassagiere. Mehrere Reedereien und Touristikunternehmen hätten die Lufthansa beauftragt, die Urlauber zurückzufliegen. Zu den 15 Sonderflügen kämen noch zwei reguläre Flüge aus der Dominikanischen Republik und Barbados.

Eingesetzt werden Großraumflugzeuge vom Typ Boeing 747 und Airbus A340. Abflugorte sind Teneriffa, Punta Cana und Barbados. Zielflughäfen sind Frankfurt, München, Hamburg und Berlin. In der Regel fliegen die Maschinen nach Auskunft der Lufthansa zunächst leer in die Karibik oder zu den Kanarischen Inseln. Die ersten Rückkehrer wurden bereits am Sonntag in Deutschland erwartet.

+++ Airbnb bietet kostenfreie Stornos an +++

Der Apartment-Vermittler Airbnb will von der Coronavirus-Krise betroffenen Reisenden entgegenkommen und für die kommenden Wochen gebuchte Aufenthalte kostenlos stornieren lassen. Airbnb-Reservierungen müssen üblicherweise vorab bezahlt werden, oft wird bestenfalls ein Teil des Betrag zurückerstattet. Für alle Aufenthalte, die bis zum Samstag gebucht wurden und bis zum 14. April beginnen, gelte nun aber eine Sonderregelung, teilte Airbnb mit. Reisen könnten von Vermietern oder Gästen gebührenfrei storniert werden. Die Regelung gilt weltweit. In China allerdings, wo wegen der Coronavirus-Ausbreitung bereits Ausnahmeregeln galten, will Airbnb am 1. April wieder zum Normalzustand zurückkehren.

+++ Australien stellt Einreisende unter Quarantäne +++

In Australien werden Reisende aus dem Ausland wegen der Coronavirus-Pandemie künftig für zwei Wochen unter häusliche Quarantäne gestellt. Die neuen Einreisebestimmungen sollen am Sonntagabend um Mitternacht (14 Uhr MEZ) in Kraft treten, wie Premierminister Scott Morrison bekanntgab. Kreuzfahrten sollen seinen Angaben zufolge vollständig verboten werden. Durch diese Maßnahmen werde der Besucherverkehr „sehr, sehr, sehr schnell austrocknen“, sagte Morrison.

+++ Estland, Lettland und Litauen schließen Grenzen +++

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie schließen auch Estland und Litauen ihre Grenze für Ausländer. Estlands Regierungschef Jüri Ratas kündigte am Samstag an, die Grenze von Dienstag an für fast alle Ausländer zu schließen und vorübergehend wieder Grenzkontrollen einzuführen. Nur Esten und Ausländer mit einer Aufenthaltsgenehmigung oder Angehörigen in Estland dürfen noch einreisen. Sie müssen allerdings für zwei Wochen in Quarantäne. Litauen schließt bereits am Sonntagmittag (12 Uhr MEZ) seine Grenze für Ausländer. Nur Menschen mit einer Aufenthaltsgenehmigung, Diplomaten und Nato-Soldaten dürfen dann noch einreisen. Das Nachbarland Lettland kündigte an, ab Montag alle internationalen Flug-, Zug-, Bus- und Färhverbindungen auszusetzen. Für Privatautos soll die Grenze aber geöffnet bleiben, wie Verkehrsminister Talis Linkaits ankündigte.

+++ Kreuzfahrt-Urlaub stecken in Neuseeland fest +++

Wegen des Verdachts einer Coronavirus-Infektion dürfen in Neuseeland 2600 Passagiere und 1100 Besatzungsmitglieder eines Kreuzfahrtschiffes nicht von Bord gehen. Drei Passagiere der „Golden Princess“ seien vom Schiffsarzt unter Quarantäne gestellt worden, teilte Neuseelands Generaldirektor für Gesundheit, Ashley Bloomfield, am Sonntag mit. Einer der Passagiere gelte als Verdachtsfall, weil er Symptome einer Covid-19-Erkrankung aufweise, die durch das neuartige Coronavirus ausgelöst wird. Niemand dürfe das Schiff verlassen, bis die Testergebnisse vorlägen, sagte Bloomfield. Das Schiff liegt im Hafen von Akaroa in der Nähe von Christchurch auf der südlichen Insel Neuseelands. Das US-Kreuzfahrtunternehmen Princess Cruises hatte am Donnerstag angekündigt, alle seine Kreuzfahrtreisen weltweit für 60 Tage auszusetzen. Die Ankündigung betraf Schiffe, die zwischen dem 12. März und dem 10. Mai ablegen sollten. Menschen auf einer Kreuzfahrt, die innerhalb der nächsten fünf Tage enden würden, sollten laut Princess Cruises wie gewohnt weiterfahren. Reisen, die am 17. März noch andauern, würden „an dem für die Gäste günstigsten Ort“ enden, hieß es.

Nachrichten von Samstag, den 14. März:

+++ Polnische LOT stellt Flugverkehr komplett ein +++

Die polnische Regierung hat angekündigt, den internationalen Flugbetrieb seiner Flotte komplett einzustellen. Wie das Portal „airlive.net“ berichtet, soll der Flugverkehr aus und nach Polen und Ungarn ab Sonntag für zunächst zehn Tage still stehen. Die LOT, Polens größte Fluggesellschaft, bedient weltweit mehr als 120 Routen. Die Airline ist weltweit die erste, die den Flugbetrieb nicht nur reduziert, sondern vollständig einstellt.

+++ Zugspitzbahn stellt Betrieb ein +++

Wegen des Coronavirus wird ab Montag der Betrieb der Zugspitzbahn bis auf Weiteres eingestellt. „Die Zugspitze ist zu und das Gebiet Garmisch-Classic auch“, sagte eine Sprecherin der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG am Samstag. Von der Vorsichtsmaßnahme betroffen seien sämtliche Bergbahnen. Der öffentliche Nahverkehr zwischen Garmisch-Partenkirchen und Grainau bleibe aber bestehen, hieß es weiter. Schon am Sonntag sollen die Besucherzahlen in den Skigebieten begrenzt werden.

+++ Türkei stoppt Einreise für Deutsche +++

Nach Tschechien, Österreich und einigen weiteren Staaten hat auch die Türkei Reisenden aus neun europäischen Ländern die Einreise verboten, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Das erklärte das türkische Innenministerium am Samstag. Die Grenze sei für Menschen aus Deutschland, Frankreich, Österreich, Spanien, Belgien, Dänemark, Norwegen, den Niederlanden und Schweden geschlossen. Auch Menschen aus Drittländern, die sich in den vergangenen 14 Tagen in diesen neun Ländern aufgehalten haben, dürften nicht mehr einreisen.

Türkische Staatsbürger dürften „vorübergehend“ nicht in die genannten Länder reisen, hieß es weiter. Die Türkei hatte am Freitag angekündigt, von Samstagmorgen an Flüge in diese Länder bis zum 17. April auszusetzen. Bereits zuvor hatte Ankara Flüge nach China, Iran, Irak, Italien und Südkorea eingestellt. Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle in der Türkei war am Freitag auf fünf gestiegen.

+++ Grenzkontrollen auch in Litauen +++

Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus führt Litauen wieder feste Grenzkontrollen an seinen EU-Binnengrenzen zu Polen und Lettland ein. Die Maßnahme gelte ab Samstag um 18 Uhr Ortszeit für zunächst für zehn Tage, teilte Innenministerin Rita Tamasuniene in Vilnius mit. Die Regierung des baltischen EU-Landes erwäge zudem, seine Grenzen für Ausländer zu schließen. Für den Warenverkehr blieben die Grenzen offen, sagte Tamasuniene der Agentur BNS zufolge.

An den Flughäfen in Litauen werden Gesundheitskontrollen eingeführt, Einreisende werden mit einer Wärmebildkamera überprüft und müssen einen Fragebogen ausfüllen. Umgekehrt sind Litauern Reisen in Risikogebiete untersagt. Zugleich gilt eine verpflichtende Quarantäne von 14 Tagen für alle Menschen, die aus einem derartigen Gebiet zurückgekehrt sind. In Litauen gibt es bislang sieben nachgewiesene Infektionsfälle. Die Regierung in Vilnius hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus den Notstand ausgerufen.

+++ Tschechien kontrolliert Grenzen zu Deutschland und Österreich +++

Tschechien hat um Mitternacht in der Nacht zu Samstag die festen Grenzkontrollen zu Deutschland und Österreich wiedereingeführt. Grund ist die Angst vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus. Deutsche, Österreicher, Schweizer und Bürger weiterer zwölf Risikostaaten dürfen nicht mehr in den EU-Mitgliedstaat einreisen und werden abgewiesen. Tschechen dürfen nicht nach Deutschland und Österreich ausreisen. Ausnahmen gelten nur für Deutsche mit Wohnsitz in Tschechien sowie Berufspendler in einem Streifen von 100 Kilometern Tiefe beiderseits der Grenze. Ab Montag wird der Einreisestopp auf alle Ausländer ausgeweitet.

Die tschechische Staatsbahn Ceske Drahy stellte den internationalen Reiseverkehr um Mitternacht komplett ein. Auch der private Betreiber Regiojet beendete vorübergehend den Bus- und Bahnverkehr von und nach Tschechien. Die Fluglinien Czech Airlines und Smartwings werden die Hauptstadt Prag ab Anfang der Woche nicht mehr anfliegen. Regierungschef Andrej Babis von der populistischen Partei ANO hatte am Donnerstag für zunächst 30 Tage den Ausnahmezustand ausgerufen.

Birgit Schlerith ist an Covid-19 erkrankt. Wegen des neuartigen Coronavirus steht sie mit ihrer Familie unter Quarantäne.

+++ Russland schließt Grenzen zu Polen und Norwegen +++

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus schließt Russland seine Grenzen zu Polen und Norwegen. Das Verbot trete in der Nacht zum Sonntag in Kraft und gelte für alle Ausländer, die aus privaten, beruflichen, touristischen oder Studiengründen reisen, erklärte die Regierung in Moskau am Samstag. Ausgenommen seien Bürger Weißrusslands, Mitglieder offizieller Delegationen und Menschen, die eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für Russland haben.

Russland hat südlich der Exklave Kaliningrad eine kurze Landgrenze zu Polen sowie eine knapp 200 Kilometer lange Grenze zu Nordnorwegen. In Russland wurden bislang 45 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus registriert. Im Kampf gegen das Coronavirus hatte das Land bereits zuvor seine Grenzen nach China geschlossen und Einreisen aus dem Iran und Südkorea beschränkt. Auch die Flugverbindungen in die EU sollen reduziert werden.

+++ Saudi-Arabien setzt internationale Flüge aus +++

Saudi-Arabien setzt wegen des Coronavirus alle internationalen Flüge für zwei Wochen aus. Die Maßnahme trete am Sonntag um 11 Uhr Ortszeit (9 Uhr MEZ) in Kraft, meldete die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA am Samstag unter Berufung auf das Innenministerium in Riad. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hatte Saudi-Arabien bereits einen Einreisestopp aus allen 27 Ländern der EU sowie aus weiteren Staaten in Asien und Afrika verhängt. Untersagt sind seit längerem auch Wallfahrten in die für Muslime heiligen Städte Mekka und Medina.

+++ Reisebeschränkungen verringern „Corona-Export“ +++

Die nach dem Ausbruch des Coronavirus in China vorgenommenen Reisebeschränkungen haben den Export von Fällen ins Ausland einer Studie zufolge bis Mitte Februar um rund 70 Prozent verringert. Ohne diese Reisebeschränkungen wären bis zum 15. Februar 779 Sars-CoV-2-Fälle exportiert worden, schreiben die Autoren um Alison Galvani von der US-Universität Yale in der am Freitag (Ortszeit) im Fachjournal „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS) veröffentlichten Studie.

+++ Neuseeland stellt Einreisende unter Quarantäne +++

Wer in Neuseeland einreist, muss sich ab Sonntag 14 Tage lang in Quarantäne begeben. Das kündigte Premierministerin Jacinda Ardern am Samstag an, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Nur Reisende, die von den Pazifischen Inseln kommen, sind davon ausgenommen. Ardern rief zugleich ihre Landsleute auf, alle nicht notwendigen Reisen nach Übersee zu unterlassen. Kreuzfahrtschiffe dürften bis zum 30. Juni nicht in neuseeländischen Häfen anlegen.

+++ Kambodscha untersagt Einreise aus Deutschland und anderen Ländern +++

Kambodscha untersagt Bürgern aus Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich und den USA ab Dienstag (17. März) für 30 Tage die Einreise, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Das teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit.

In Kambodscha befindet sich mit der Tempelanlage von Angkor Wat eine der größten Sehenswürdigkeiten Asiens. Hier ist die Besucherzahl zuletzt wegen des Coronavirus bereits stark gesunken. Im Februar kamen 119 000 Besucher – das waren 56 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Angkor Wat gehört zum Unesco-Welterbe.

+++ Uruguay sperrt Reisende aus „Risikoländern“ aus +++

Uruguay schließt wegen der Coronavirus-Pandemie seine Grenzen für Reisende aus Deutschland und anderen „Risikoländern“. Präsident Luis Lacalle Pou kündigte am Freitag an, Reisende aus neun „Risikoländern“ für zwei Wochen unter Quarantäne zu stellen. Betroffen sind nach Angaben von Gesundheitsminister Daniel Salinas Reisende aus China, Südkorea, Japan, Singapur, Iran, Italien, Spanien, Frankreich und Deutschland.

Die Regierung in Montevideo hatte schon zuvor den Gesundheitsnotstand ausgerufen, ein Anlandeverbot für Kreuzfahrtschiffe angeordnet und alle öffentliche Veranstaltungen absagen lassen. Mehrere südamerikanische Länder setzten wegen der steigenden Zahl der Infektionen auf dem Kontinent bereits ihre Flugverbindungen nach Europa aus.

+++ US-Kreuzfahrtschiffe setzen Fahrten aus +++

Die Kreuzfahrtgesellschaften Carnival, Royal Caribbean, Norwegian und MSC setzen ihre Fahrten aus den USA nach Angaben von US-Präsident Donald Trump für 30 Tage aus. Das geschehe auf seine Bitte und gelte ab Mitternacht in der Nacht zu Samstag (Ortszeit/5 Uhr MEZ), schrieb Trump am Freitagabend auf Twitter. Das US-Außenministerium hatte bereits am vergangenen Sonntag amerikanische Staatsbürger dazu aufgerufen, Reisen auf Kreuzfahrtschiffen zu vermeiden.

+++ Weil fordert Bürger auf „Fahrrad statt Bus oder Bahn“ zu nutzen

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat die Menschen dazu aufgerufen, auf Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu verzichten, wenn es keinen zwingenden Grund gebe. „Ich empfehle uns allen, das eigene Leben nach Möglichkeit so zu organisieren, dass die Risiken begrenzt sind, also beispielsweise besser Fahrrad statt Bus oder Bahn zu fahren“, erklärte Weil in der „Neuen Osnabrücker Zeitung.

+++ Spahn erklärt Madrid und Tirol zu Corona-Risikogebieten +++

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus auch die spanische Hauptstadt Madrid und das österreichische Bundesland Tirol zu Risikogebieten erklärt. Das RKI ergänzte seine Liste der internationalen Risikogebiete, auf der bereits Italien, der Iran, die Provinz Hubei in China, die Provinz Nord-Gyeongsang in Südkorea und die Region Grand Est in Frankreich standen, am Freitagabend um Madrid und Tirol.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) empfahl allen Reisenden, die in den vergangenen zwei Wochen in Italien, in Österreich oder in der Schweiz waren, zwei Wochen zu Hause zu bleiben. „Wenn Sie innerhalb der letzten 14 Tage in Italien, in der Schweiz oder in Österreich waren: Vermeiden Sie unnötige Kontakte und bleiben Sie 2 Wochen zu Hause – unabhängig davon, ob Sie Symptome haben oder nicht“, schrieb Spahn am Abend auf Twitter.

+++ Polen und Dänemark machen Grenzen dicht +++

Deutschlands Nachbarländer Polen und Dänemark schließen wegen der Coronavirus-Pandemie ihre Grenzen. Polen lasse von Sonntag an keine Ausländer mehr einreisen, kündigte Regierungschef Mateusz Morawiecki am Freitagabend an. Polen und in Polen lebende Ausländer, die in das Land zurückkehren, sollen zwei Wochen unter Quarantäne gestellt werden. Die Maßnahmen treten nach Angaben der Regierung am Samstag um Mitternacht in Kraft. Sie gelten zunächst für zehn Tage, können aber verlängert werden.

Die Grenzschließung in Dänemark greift bereits am Samstag um 12 Uhr. Allen Ausländern und Touristen, die keinen „stichhaltigen Grund“ für ihre Reise nach Dänemark haben, werde von diesem Zeitpunkt an die Einreise verweigert, sagte die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen. Die Maßnahme gelte vorerst bis zum 13. April.

Nachrichten von Freitag, den 13. März:

+++ Costa Crociere stellt weltweit den Schiffsbetrieb bis 3. April ein +++

Auch die italienische Reederei Costa Crociere kündigte um 17.20 Uhr an, dass es den weltweiten Betrieb der Schiffe bis zum 3. April einstellen wird. Die Entscheidung wurde getroffen, da die weltweite Ausbreitung von Covid-19 außerordentliche Maßnahmen und den entschlossenen Beitrag aller Beteiligten zur Eindämmung des Corona-Virus erfordert. „Kreuzfahrten, die derzeit stattfinden, werden ihre derzeitige Kreuzfahrt nur beenden, damit die Gäste von Bord gehen und in ihre Heimat zurückkehren können. Costa Crociere informiert unverzüglich alle betroffenen Reisebüros und Kunden“, heißt es in einer Presserklärung.

+++ Spanien ruft den Alarmzustand aus +++

Diese Maßnahme solle am Samstag bei einem außerordentlichen Ministerrat verabschiedet werden, kündigte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Freitag in Madrid an. „Wir wollen alle Mittel des Staates mobilisieren, um die Bürger besser schützen zu können“, betonte der Sozialist, der von einer „außerordentlichen Krise“ sprach. Der Alarmzustand ist die dritthöchste der in der spanischen Verfassung vorgesehenen Notfallstufen. Der Alarmzustand war bisher in Spanien nach der Rückkehr zur Demokratie im Jahr 1975 nur einmal ausgerufen worden: 2010 wegen eines Fluglotsenstreiks.

Die Maßnahme tritt mit der Verabschiedung eines sogenannten königlichen Dekrets in Kraft. Die Regierungskoalition könnte zum Beispiel die Bewegungsfreiheit von Menschen und Fahrzeugen einschränken. Sie könnte unter anderem Lebensmittel und andere wichtige Güter rationieren und auch beschlagnahmen lassen sowie Interventionen in Fabriken und anderen Produktionsstätten anordnen. Im Unterschied zu einem Ausnahmezustand – der nächsthöheren Notfallstufe – können die Grundrechte der Bürger aber nicht eingeschränkt werden.

+++ In Tirol machen die Unterkünfte dicht  +++

Wegen der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus hat Österreich die Schließung aller Skigebiete im Bundesland Tirol angekündigt. Die Skigebiete blieben ab Sonntagabend geschlossen. Beherbergungsbetriebe wie Hotels, Apartments und Privatzimmer werden im Laufe des Montags, 16. März 2020, geschlossen. Ab Freitag wurden das Paznauntal mit den Gemeinden Galtür, Ischgl, See und Kappl sowie die Gemeinde St. Anton am Arlberg isoliert, zunächst für 14 Tage.

Alle abreisenden Gäste aus dem Ausland werden registriert, diese können mit einem Formular ausreisen und die eingerichteten Kontrollstellen passieren. Den ausländischen Gästen wird ein Informationsblatt mit klaren Anweisungen ausgehändigt, ohne Zwischenstopp auszureisen und sich zu Hause in Heimquarantäne zu begeben sowie die dortige Gesundheitsbehörde zu kontaktieren. Zudem wird seitens des österreichischen Gesundheitsministeriums der jeweilige Heimatstaat der ausreisenden ausländischen Gäste informiert.

+++ Aida Cruises sagt bis Anfang April alle Kreuzfahrten ab +++

Das Rostocker Unternehmen wird in den der kommenden drei bis vier Tage die Fahrten aller 14 Schiffe beenden und in Häfen einlaufen, von denen die Passagiere nach Hause gebracht werden können. Bis Anfang April werden die Schiffe des Rostocker Unternehmens an Liegeplätzen festmachen und keine neuen Passagiere aufnehmen.

Die Lage hatte sich verschärft, nachdem es zu immer mehr Reisebeschränkungen in Asien, Norwegen, Frankreich, Spanien und in den Golfstaaten gekommen ist, vermeldet die Deutsche Presse-Agentur. Zur Höhe der finanziellen Einbußen wollte der Reederei-Sprecher keine Auskunft geben.

Source link

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.