Bis zum Hals im Morast: Feuerwehr rettet Pferd aus Tümpel

+++ Gute Nachrichten +++: Motorradstaffel der Johanniter versorgt schwitzende Autofahrer

Aktualisiert am Mittwoch, 24.07.2019, 08:13

Verbrechen, Streit und Katastrophen: Die Nachrichtenwelt konzentriert sich naturgemäß stark auf negative Ereignisse. In diesem News-Ticker setzen wir ein Gegengewicht – mit großen und kleinen Geschichten über Glück, Gelingen und Entwicklungen, die Hoffnung machen.

7-Eleven spendet an Neugeborenes – wegen lustigen Zufalls

Mittwoch, 24. Juli, 08.10 Uhr: Das Unternehmen 7-Eleven hat einem neugeborenen Mädchen 7111 US-Dollar (umgerechnet 6350 Euro) für seine Stipendienstiftung gesponsert. Der Grund: Das Baby kam am 11. Juli (in US-amerikanischer Schreibweise „7/11“), um 07.11 Uhr zur Welt und brachte zu diesem Zeitpunkt 7 Pfund und 11 Unzen auf die Waage (umgerechnet 3,5 Kilogramm).

Auf den lustigen Zufall, von dem einige US-Medien berichteten, wurde bald auch das Unternehmen 7-Eleven aufmerksam. „Als wir von den unglaublichen Neuigkeiten erfahren haben, hat 7-Eleven sich dazu entschieden, 7111 US-Dollar an die Stipendienstiftung des Neugeborenen zu spenden“, so ein Sprecher des Unternehmens zur Tageszeitung „USA Today“.

Außerdem habe 7-Eleven den Eltern des Babys Windeln, 7-Eleven-Strampelanzüge und andere Baby-Artikel geschenkt. Die Mutter des kleinen Mädchens, Rachel Langford zum US-Sender CNN: „Einen Segen wie diesen zu bekommen, hilft einfach sehr“.

Motorradstaffel der Johanniter versorgt schwitzende Autofahrer

07.03 Uhr: Erfrischung für schwitzende und durstige Autofahrer: Die Motorradstaffel der Johanniter ist an heißen Tagen mit ihren ehrenamtlichen Fahrern wieder auf den Autobahnen im Norden unterwegs und verteilt Wasser. „Viele unterschätzen, dass sie bei dem warmen Wetter mehr Getränke als sonst mitnehmen müssen“, sagte Michael Scholz, der seit 15 Jahren Stauhelfer der Johanniter in Hannover ist.

Er und seine Kollegen betreuten bei den Einsätzen auf der A7 und A2 nun öfter dehydrierte Fahrer. Dann reiche es nicht aus, Wasser zu trinken, sondern Rettungskräfte müssten zu Hilfe gerufen werden. „Wir schwitzen selbst auch enorm. Wir verteilen nicht nur viel Wasser, wir trinken ein Drittel davon selbst“, beschrieb Scholz. „Wir müssen achtgeben, dass wir in der Schutzkleidung nicht überhitzen.“ Darin sei es schnell etwa 35 bis 38 Grad warm.

Die Johanniter-Biker sichern auch Unfallstellen ab, bilden Rettungsgassen, empfehlen Umleitungen oder kümmern sich um Liegenbleiber. Dafür sind sie gut gerüstet: Im Gepäck haben sie etwa Pflaster und Spielzeug wie einen Teddy, der im Ernstfall Kinder trösten soll. Im Stau kommt zudem oft ein Adapter zum Urinieren zum Einsatz. Gerade für Frauen sei das wichtig, sagte Scholz.

Die Johanniter des Landesverbands Niedersachsen/Bremen haben sechs Motorradstaffeln, die in Hannover, Schwarmstedt, Hildesheim, Northeim, Salzgitter und Ahlhorn ansässig sind. Die rund 60 ehrenamtlichen Mitglieder sind jeweils von den Oster- bis etwa zu den Herbstferien im Einsatz. Pro Saison legen die Stauhelfer Tausende Kilometer zurück – im vergangenen Jahr waren es fast 100 000. Die Männer halfen 2018 dabei mehr als 900 Mal Menschen in Not.

Mann baut Goldfisch einen „Rollstuhl“ und verdoppelt seine Lebenserwartung

Montag, 22. Juli, 09.45 Uhr: Weil sein Goldfisch an einer „Schwimm-Behinderung“ leidet, hat ein koreanischer Designer einen „Rollstuhl“ für das Tier gebastelt. Henry Kim hat, Berichten der indischen Online-Nachrichtenseite „Storypick“ zufolge, seinem Goldfisch helfen wollen, weil der ein Problem mit seiner Schwimmblase hatte.

Diese hilft Fischen eigentlich, ihre Auftriebskraft zu steuern und zu regeln. Genau da haperte es bei Kims Goldfisch jedoch, so dass dieser entweder kopfüber schwamm oder sank. Doch dank eines ausgeklügelten Designs gelang es dem Goldfisch-Herrchen einen „Wasser-Rollstuhl“ zu entwerfen, der sich als voller Erfolg herausstellte. „Fische mit diesem Problem leben nur zwei Monate aber dank dieses Geräts, ist einer meiner Fische fünf Monate alt geworden“.

Videos von dem Goldfisch und dem innovativen „Rollstuhl“ gehen momentan viral und begeistern die Netzgemeinde. Ein User auf Twitter schreibt so etwa: „Ich habe heute ein Video eines Goldfisches mit einem Rollstuhl gesehen und jetzt fühle ich mich ein bisschen besser“.

Bis zum Hals im Morast: Feuerwehr rettet Pferd aus Tümpel

18.42 Uhr: Mit Muskelkraft und einem selbst gebauten Steg hat die Feuerwehr in Velbert ein Pferd aus einem sumpfigen Tümpel gerettet. Wie die Feuerwehr mitteilte, steckte das Tier am Sonntag bis zum Hals im Morast fest. Da das Pferd vom Ufer aus nur schwer zu erreichen war, bauten die Einsatzkräfte einen provisorischen Steg aus Bohlen und Balken. Ein Feuerwehrmann arbeitete sich so zu dem Pferd vor, das zunächst an das gegenüberliegende Ufer flüchtete. Schließlich näherte es sich dem Helfer wieder, so dass dieser ein Halfter umlegen und das Tier mit vereinten Kräften aus dem Tümpel gezogen werden konnte.

Zuvor war das Pferd zusammen mit rund einem Dutzend anderer Pferde von der Weide eines Reiterhofs ausgebrochen und daraufhin in den benachbarten Tümpel geraten.

US-Regierung ehrt muslimischen Geistlichen für Rettung von Christen in Nigeria

Sonntag, 21. Juli, 14.06 Uhr: Der Imam Abubakar Abdullahi wurde von der US-Regierung mit dem „International Religious Freedom Award“ ausgezeichnet. Abdullahi hatte im vergangenen Jahr insgesamt 262 Christen in seiner Moschee und seinem Haus in Zentralnigeria vor Angreifern versteckt, die es auf christliche Bauern abgesehen hatten. Das berichtet der US-Nachrichtensender „CNN“.

Als die Angreifer vor der Tür des 83-Jährigen standen, habe er sie angefleht, die Bauern zu verschonen, sagte Sam Brownback, internationaler Botschafter für Religionsfreiheit, bei der Preisverleihung in Washington. Zudem habe Abdullahi den Angreifern angeboten, sein Leben gegen das der 262 Geflüchteten zu tauschen. „Seine Handlungen stehen für wahren Mut, wahre Selbstlosigkeit und wahre brüderliche Liebe“, sagte Brownback.

Bei den Angreifern handelte es sich um „Fulani-Hirten“. Sie führen bereits seit 2013 heftige Auseinandersetzungen mit christlichen Bauern in Nigeria.

FC Bayern unterstützt Kinderprojekt von US-Footballstar Hopkins

20.51 Uhr: Der FC Bayern München unterstützt in Houston ein soziales Fußball-Projekt des American-Footballspielers DeAndre Hopkins. Am Samstag besuchte eine Delegation des deutschen Fußball-Meisters mit Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge an der Spitze wenige Stunden vor dem Testspiel gegen Real Madrid den „Spring Branch Boys & Girls Club“ in der viertgrößten Stadt Amerikas.

Das Programm „Freekicks Soccer“ ist auch Teil der Kampagne von Houston, einer der zehn Spielorte bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zu werden, die in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen wird.

„Ich finde die Initiative von DeAndre Hopkins fantastisch. Er hat diesen Boys & Girls Club in Houston gegründet. Die Kinder leben großteils hier in der Schule, in der sie unterrichtet werden und am Nachmittag Fußball spielen. Das finde ich toll. Wir unterstützen das“, sagte Rummenigge bei dem Besuch der Schule.

Der 27 Jahre alte Hopkins, der für die Houston Texans als Wide Receiver in der US-amerikanischen American-Football-Profiliga NFL spielt, berichtete, dass er als Kind eigentlich viel lieber Fußballer geworden wäre. „Ich habe weiterhin eine Leidenschaft für Fußball“, sagte er. Der hoch bezahlte Profisportler will Kindern aus sozial schwachen Familien die Chance eröffnen, Fußball spielen zu können. Die Kinder sind zwischen sieben und zwölf Jahre alt.

Der FC Bayern will mit seinem Engagement auch dabei helfen, dass in sieben Jahren WM-Spiele in Houston ausgetragen werden. 17 Städte in den Vereinigten Staaten bewerben sich als Spielorte. „Wir versuchen, Houston auch in dieser Richtung zu unterstützen“, betonte Rummenigge. Houstons Bürgermeister Sylvester Turner bedankte sich dafür.

Jugendliche schieben defektes Auto einer Frau bis nach Hause

Samstag, 20. Juni, 13.13 Uhr: Auf dem Weg zu einem Donut-Laden entdeckten drei Jungendliche in Ontario eine Frau, die völlig aufgeschmissen am Straßenrand stand. Ihr Auto war kaputt gegangen und rauchte stark. Ohne zu zögern sollen ihr die drei jungen Männer ihre Hilfe angeboten haben. Die Frau habe erklärt, sie könne sich keinen Abschleppdienst leisten. Dies berichtete CNN.

Was danach passierte, ist unglaublich: Aeron (18), Bailey (17) und Billy (15) schoben das Auto mit gemeinsamen Kräften bis zur Wohnung der Fahrerin. Diese war ganze fünf Meilen (etwa acht Kilometer) vom Unfallort entfernt. Um zu gewährleisten, dass alle Beteiligten sicher sind, fuhr Dan Morrison, der ebenfalls auf die Frau aufmerksam geworden war, mit seinem Motorrad hinter den Jungen her. Er war es auch, der die Aktion zusammen mit einem Foto der Helfer in den Sozialen Medien teilte. Das Trio habe etliche Nachrichten erhalten, welche sie zu der guten Tat beglückwünschten.

Im Video: Frau druckt 15.000 Euro Falschgeld – und versucht damit ein Auto zu kaufen


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