Champions-League-Aus gegen Liverpool – 3 Erkenntnisse zur Niederlage der Bayern


Mit dem FC Bayern ist auch der letzte deutsche Vertreter in der Champions League an einem englischen Verein gescheitert. Niko Kovac ist kein Vorwurf zu machen, er stellte die Mannschaft gut ein und auch die Art und Weise des Auftritts der Münchner war absolut in Ordnung. Fakt ist aber auch, dass der FC Liverpool besser war. Drei Dinge fielen besonders auf.

Bayern kann mithalten – mehr aber nicht mehr

26 Minuten Fußball-Schach auf höchstem Niveau, dann die eiskalte Dusche durch Sadio Mané – manch einem Bayern-Fan mag da bereits die Düse gegangen sein. Doch weit gefehlt, das im Herbst so wackelig gewesene Nervenkostüm des Rekordmeisters ist wieder stabil. Trotzdem wurde deutlich: Der FC Bayern kann zwar mit den ganz Großen in Europa mithalten, doch bezwingen kann er sie nur noch selten.

Der FC Liverpool war den Roten nicht komplett überlegen, dominierte sie nicht, nutzte aber schlichtweg die sich bietenden Gelegenheiten und Fehler eiskalt aus. Nach vorne ging bei den Münchnern zu wenig, es fehlte an Durchschlagskraft und auch an Tempo.

Hummels bestätigt Löws Entscheidung

Niko Kovac setzte gegen Liverpool auf das Innenverteidiger-Duo Mats Hummels und Niklas Süle, der für Jerome Boateng in die Startelf rückte. Gegen Wolfsburg war die Defensive des FC Bayern kaum gefordert, gegen das Sturm-Trio Mané, Firminho und Salah sah das anders aus. Hummels und Süle standen in Hälfte eins fast immer richtig und bildeten eine Einheit auf Weltklasse-Niveau. Das änderte sich jedoch.

In der zweiten Hälfte allerdings sah Hummels zweimal nicht gut aus, beide Male klingelte es im Münchner Gehäuse. Beim 1:2 verlor er das entscheidende Kopfball-Duell mit Virgil van Dijk, beim 1:3 unterlief er die Hereingabe, die Sadio Mané zur Entscheidung verwertete.

Joachim Löw saß in der Allianz Arena und dürfte sich in seiner Entscheidung ein wenig bestätigt gefühlt haben. Süle wird er kommende Woche in Wolfsburg bei der Nationalmannschaft begrüßen, Hummels muss in München bleiben.

Neuer schwächt seine Position vor Löws Augen

Ebenfalls so gewollt ist von Joachim Löw, dass Manuel Neuer die Nummer eins im Tor der deutschen Nationalmannschaft ist. Hinter diesem aber lauert ein bärenstarker Marc-André ter Stegen, dem beim FC Barcelona Fans und Stars zu Füßen liegen. Gegen Liverpool sah Neuer beim Treffer zum 0:1 durch Mané alles andere als gut aus. Ein Neuer-Patzer in der Champions League – das ist etwas ganz Neues. Auch bei einem Schuss von Salah nach 50 Minuten wirkte er nicht sattelfest.

Neuer hatte sich nach dem 6:0 in der Liga gegen Wolfsburg solidarisch bezüglich der Ausbootung von Hummels, Müller und Boateng geäußert, doch das alleine reicht nicht für einen Stammplatz bei Löw. Seine Position zwischen den Pfosten des DFB-Tors hat er gegen Liverpool jedenfalls nicht gefestigt.

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