China: Keine fremde Hard- und Software in Staatsrechnern

Quelle: Areamobile

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Der anhaltende Handelskrieg zwischen den USA und China ist besonders im Technik-Sektor spürbar. Die chinesische Regierung forderte laut Berichten nun, dass importierte PC Hard- und Software mit eigenen Versionen ersetzt werden muss.

Zwar wird in China ein großer Teil der weltweiten Elektronik produziert, doch natürlich importiert das Land auch selbst viel Technik. Um Unabhängigkeit von westlichen Zuliefern zu erreichen, soll die chinesische Regierung nun befohlen haben sämtliche Technik durch Eigenentwicklungen auszutauschen. Dies gilt nicht nur für Software, wie etwa die Betriebssysteme Windows und Android, sondern auch für die gesamte Hardware. Das gilt nicht nur für recht simpel austauschbare Geräte wie Drucker oder etwa Telefone. Darunter sind auch Prozessoren und Grafikkarten von Intel und AMD oder Bildsensoren von Sony. Dies geht aus einem Bericht der Financial Times hervor, die mit chinesischen Analysten gesprochen haben.

Handelskrieg spitzt sich zu

Dabei kommt der Schritt nicht unerwartet, wodurch sich einige chinesische Produktion schon darauf vorbereitet haben. China versuchte schon für fünf Jahren den Einsatz von Android und Windows im Land zu beenden, dieses Vorhaben blieb allerdings ohne Erfolg. Nachdem die USA nun allerdings den Einsatz der Technik von ZTE und Huawei in ihrer Netzwerkinfrastruktur verboten hat, ist der Konflikt zwischen den beiden Staaten noch stärker geworden. Huawei klagt gegen diese Entscheidung in den vereinigten Staaten. Auch die Strafzölle auf chinesische Produkte sollen bald in Kraft treten.

Laut der Quelle soll die Umstellung im Jahr 2022 abgeschlossen sein. Dafür müssten in wenigen Jahren Millionen von Geräten ausgetauscht werden, für die es teilweise noch keinen adäquaten Ersatz gibt. Besonders die chinesischen Betriebssysteme sind noch nicht so weit entwickelt wie etwa Android oder Windows. Außerdem könnte es einen Rückschlag für Forscher in technischen Gebieten bedeuten, die auf Zuschüsse der Regierung angewiesen sind. Dort könnten internationale Werkzeuge in Zukunft keine Verwendung mehr finden, was den Fortschritt deutlich verlangsamen könnte. Bisher sind die Details des Plans noch geheim, allerdings werden diese vermutlich durchsickern, sobald dieser durchgesetzt wird.

Huawei nutzt schon jetzt in der Produktion ihres Flaggschiffes Huawei Mate 30 Pro keine amerikanischen Bauteile, auch die Netzwerktechnik des Konzern kommt ohne die vereinigten Staaten aus. Dabei hat die Firma auch außerhalb der USA zu kämpfen. In Deutschland diskuttierte der Bundestag über den Ausschluss der chinesischen Firma beim 5G-Netzausbau, das spanische Verteidigungsministerium sperrte vor Kurzem den Zugriff von Huawei-Geräten auf behördlich genutzte Server.

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