Coronavirus: Mehr als 600 Infizierte in Deutschland

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warnt: Coronavirus wird sich weiter ausbreiten.

[ad_1]Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist in Deutschland auf über 600 gestiegen. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin am Abend mit. Der Erreger ist inzwischen in 15 Bundesländern nachgewiesen, die meisten registrierten Fälle seit Jahresanfang gibt es in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Baden-Württemberg und Bayern. In Sachsen-Anhalt wurde bislang keine Infektion gemeldet.

Trotz der raschen Ausbreitung von Sars-CoV-2 ist Gesundheitsminister Jens Spahn gegen Reisebeschränkungen innerhalb der Europäischen Union. „Ich fände jede Maßnahme, die zur Einschränkung des Reiseverkehrs über die Grenze führt, angesichts dessen, was wir über das Virus Stand heute wissen, weiterhin nicht für angemessen“, sagte der CDU-Politiker vor einem EU-Sondertreffen in Brüssel. Und wenn wir da einen Konsens hätten heute, fände ich das ein wichtiges Signal.“

Auch die Mehrheit der Deutschen hält laut einer aktuellen Umfrage die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus für ausreichend. 69 Prozent der Befragten sind der Meinung, hierzulande werde genug getan, wie aus dem ZDF-Politbarometer hervorgeht. Im Februar waren es demnach noch 80 Prozent. 26 Prozent halten die Vorkehrungen hingegen für zu gering.

+++ Wegen Coronavirus: Tech-Festival South by Southwest abgesagt +++

Aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des neuartigen Coronavirus ist das Tech-Festival South by South West, das normalerweise jährlich Zehntausende Besucher in die texanische Metropole Austin zieht, abgesagt worden. Die Stadt Austin habe die Entscheidung getroffen, hieß es von den Veranstaltern. Dieser Entscheidung müsse man Folge leisten. „Wir sind am Boden zerstört.“

Das seit 1987 jährlich stattfindende Treffen, das inzwischen unter anderem ein Filmfestival, ein Musikfestival und ein Digital- und Techfestival beinhaltet, zählt zu einem der wichtigsten Branchentreffen und zieht auch zahlreiche internationale Besucher an.

+++ Corona-Wucher: Ebay verbietet Schutzmasken und Desinfektionsmittel +++

Die Online-Handelsplattform Ebay hat den Verkauf von Atemschutzmasken, Hand-Desinfizierern und anderen antibakteriellen Reinigungsprodukten auf seiner US-Website verboten. Das Unternehmen begründete den Schritt am den Nutzern gegenüber mit rechtlichen Bedenken und unfairen Preisen in Verbindung mit dem neuartigen Coronavirus. Das Unternehmen werde alle Angebote außer Bücher, deren Produktbeschreibung in Zusammenhang mit dem Virus steht, im Blick behalten und schnell entfernen. Immer wieder versuchen Verkäufer aus der Angst vor einer Ausbreitung der Seuche Profit zu schlagen. Auch Amazon war bereits dagegen vorgegangen.

+++ Coronavirus: Mehr als 600 Infizierte in Deutschland +++

Die Zahl der Coronavirus-Nachweise in Deutschland steigt weiter. Das Robert-Koch-Institut (RKI) berichtete am Abend auf seiner Webseite von inzwischen 639 nachgewiesenen Fällen. Am Mittag war das Institut noch von mehr als 500 infizierten Menschen ausgegangen. Außer in Sachsen-Anhalt ist der Erreger Sars-CoV-2 bislang in allen Bundesländern nachgewiesen worden. Die meisten registrierten Fälle seit Jahresanfang gibt es in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern und Baden-Württemberg.

+++ Hersteller warnt: Wodka schützt nicht vor Coronavirus +++

Nachdem auf Twitter „Rezepte“ für selbst gemixte Desinfektionsmittel mit Wodka aufgetaucht sind, hat ein Hersteller vor falschen Hoffnungen gewarnt: Wodka schütze nicht vor dem Coronavirus, betonte  der Hersteller der im US-Bundesstaat Texas beheimateten Kultmarke Tito’s und führte aus: „Desinfektionsgel muss mindestens 60 Prozent Alkohol haben, Tito’s hat nur 40 Prozent Alkohol.“

Der Hersteller reagierte damit auf Wortmeldungen im Online-Netzwerk Twitter. Dort hatte ein Nutzer in einer Nachricht an das offizielle Konto der Marke geschrieben: „Ich habe Desinfektionsgel mit Eurem Wodka gemacht. Es schmeckt nicht übel. Es schützt mich vor Keimen, und ich fühle mich gut.“

+++ Ski-Weltcup endet vorzeitig: Finale in Italien wird abgesagt +++

Wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus geht die Saison der alpinen Skirennfahrer vorzeitig zu Ende. Das Weltcup-Finale in Cortina d’Ampezzo wird nach Angaben des italienischen Verbandes abgesagt. Dies sei das Ergebnis einer Krisensitzung des Councils des Internationalen Skiverbandes, hieß es in einer Mitteilung der Fisi. Der Weltverband Fis will die Entscheidung erst am Samstagmorgen um 9.00 Uhr verkünden. Das Gastspiel in Cortina d’Ampezzo sollte auch eine Generalprobe für die WM 2021 ein.

+++ Heil: Regierung berät Coronavirus-Gegenmaßnahmen für Arbeitsmarkt +++

Wegen der Coronavirus-Ausbreitung bereitet die Bundesregierung Maßnahmen zur Stützung des Arbeitsmarktes vor. „Wir wollen den Unternehmen und Beschäftigten in dieser Situation Sicherheit geben“, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“. Dem SPD-Politiker zufolge ist geplant, ein ohnehin schon weit gediehenes Arbeitsmarktgesetz erneut zu überarbeiten und der aktuellen Lage anzupassen. „Angesichts des Coronavirus‘ beraten wir derzeit über weitergehende Maßnahmen“, sagte der Minister. „Das Arbeit-von-morgen-Gesetz erweitern wir, so dass unser arbeitsmarktpolitischer Werkzeugkasten wirklich vollständig und schnell einsatzbereit ist.“ Damit könne die Regierung „sowohl auf konjunkturelle Einbrüche wie auf strukturelle Umbrüche zeitnah und effektiv reagieren“.

+++ Dax fällt wegen Coronavirus +++

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben vor dem Wochenende wegen des Coronavirus eine Verkaufswelle ausgelöst. Der Dax fiel zeitweise auf den niedrigsten Stand seit August vergangenen Jahres und büßte zum Handelsschluss 3,37 Prozent auf 11.541,87 Punkte ein. Auf Wochensicht bedeutet dies einen Verlust von 2,9 Prozent.

Weltweit sind mittlerweile mehr als 100.000 Coronavirus-Infektionen bestätigt. Konjunkturdaten spielten kaum eine Rolle: Ein starker US-Arbeitsmarktbericht für Februar vermochte die Anleger nicht aus der Deckung zu locken.

+++ Italien ehrt Kapitän der „Diamond Princess“ +++

Der italienische Kapitän des Kreuzfahrtschiffs „Diamond Princess“ hat in seiner Heimat den Verdienstorden des Staatspräsidenten bekommen. Gennaro Arma hatte bis zuletzt auf dem Schiff ausgeharrt, auf dem Tausende Passagiere vor Japan wegen der Ausbreitung des Coronavirus festsaßen. Italiens Präsident Sergio Mattarella lobte das „vorbildliche Verhalten“ des Mannes.

Italien hat seit dem Unglück mit dem Kreuzfahrtschiff „Costa Concordia“ ein „Kapitäns-Trauma“: Nach der Havarie im Jahr 2012 war der Kommandant Francesco Schettino als einer der ersten von Bord gegangen, als Tausende in Lebensgefahr waren. Damals starben 32 Menschen. Weltweit machte der „feige“ Kapitän Schlagzeilen.

+++ UN-Klimakonferenz in Uganda wegen Coronavirus verschoben +++

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wird eine UN-Klimakonferenz in Uganda kurzfristig verschoben. Zu der Africa Climate Week in Kampala vom 20. bis zum 24. April wollten rund 2000 Teilnehmer, Journalisten und Beobachter anreisen, wie das Klimasekretariat der Vereinten Nationen in Bonn mitteilte. Grund ist eine Verschiebung des ugandischen Gesundheitsministeriums, nach der Teilnehmer aus stark vom Virus betroffenen Staaten zunächst in Quarantäne sollten. Die Konferenz soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Das Treffen sollte afrikanischen Staaten Wege aufzeigen, wie sie das bei der Weltklimakonferenz in Paris vereinbarte Ziel einhalten können, den weltweiten Temperaturanstieg möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen.

+++ Sommermärchen-Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit +++

Der Sommermärchen-Prozess gegen drei Ex-Funktionäre des Deutschen Fußball-Bundes in der Schweiz findet wegen des Coronavirus unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Der Anordnung des Bundesstrafgerichtes in Bellinzona zufolge wird zudem jeder Person „bei Eintritt in das Gerichtsgebäude die Körpertemperatur gemessen“. Die Medienvertreter können die am kommenden Montag (9.00 Uhr) beginnende Verhandlung in einem gesonderten Raum auf einem Videobildschirm verfolgen.

Weiterhin ist unwahrscheinlich, dass die ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger (74) und Wolfgang Niersbach (69) sowie der frühere DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt (70) überhaupt zum Prozessauftakt erscheinen. Alle hatten zuletzt gesundheitliche Gründe geltend gemacht. Zudem wurde ein Antrag gestellt, die Verhandlung wegen der Ausbreitung von Sars-CoV-2 auszusetzen. Diesen wies das Gericht aber ab. Angeklagt ist auch der frühere FIFA-Generalsekretär Urs Linsi (70).

+++ Griechenland bestätigt 14 neue Coronavirus-Fälle +++

Griechenland hat 14 neue Coronavirus-Fälle bestätigt. Elf von ihnen gehörten nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Athen einer Reisegruppe an, die Ende Februar von einer Reise nach Israel und Ägypten zurückgekehrt war. Die drei weiteren Neuinfizierten steckten sich demnach bei Teilnehmern der Reisegruppe an.

Damit sind in Griechenland inzwischen 45 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, darunter 34 Teilnehmer der Reisegruppe. Zuerst war am Mittwochabend ein 66-jähriger Mann positiv auf das Virus getestet worden. Seine Frau und 21 weitere Mitreisende wurden am Donnerstag positiv getestet. Der Mann ist schwer erkrankt und liegt im Krankenhaus, alle anderen Infizierten zeigen bisher nur leichte Symptome, wie ein Ministeriumssprecher sagte.

+++ Lufthansa-Konzern streicht noch mehr Flüge +++

Wegen des Nachfrageeinbruchs infolge des Coronavirus streicht der Lufthansa-Konzern seinen Flugplan noch weiter zusammen. In den nächsten Wochen solle die Kapazität um bis zu 50 Prozent reduziert werden, teilte das Unternehmen mit.

Die erneute Reduzierung der Flugkapazitäten ergänze die geplanten Sparmaßnahmen im Personalbereich, bei Sachkosten und Projektbudgets sowie weitere Liquiditätsmaßnahmen, erklärte Lufthansa weiter. Das Unternehmen hatte erst am Donnerstag erklärt, bis Ende des Monats insgesamt gut 7000 Flüge auszusetzen. Wegen Reisebeschränkungen und sinkender Nachfrage war der Konzern zuletzt schwer unter Druck geraten.

+++ Nachrichtenagentur zählt über 100.000 Coronavirus-Infektionen weltweit +++

Die Zahl der weltweit diagnostizierten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist auf mehr als 100.000 gestiegen. Laut einer auf offiziellen Daten basierenden Zählung der Nachrichtenagentur AFP lag die Zahl Nachmittag bei 100.002 Infektionen in 91 Ländern rund um den Globus, 3406 Menschen starben. Seit Donnerstag wurden 2492 neue Fälle registriert. In Deutschland lag die Zahl der diagnostizierten Fälle bei 534, das sind 185 mehr als am Vortag. Betroffen sind alle Bundesländer außer Sachsen-Anhalt.

+++ Zwölf Menschen auf Nilschiff positiv auf Coronavirus getestet +++

Auf einem Kreuzfahrtschiff auf dem Nil sind nach offiziellen Angaben zwölf Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Es handele sich um Ägypter, die auf dem Schiff arbeiteten, teilte das Gesundheitsministerium mit. Sie seien zwar positiv getestet worden, zeigten aber keine Symptome. Die Behörden hätten die Tests angeordnet, nachdem das Virus bei einer Touristin aus Taiwan nach ihrer Rückkehr festgestellt worden sei. Damit erhöht sich die offizielle Zahl der Infektionen im bevölkerungsreichsten Land Afrikas auf 15.

+++ Coronavirus: Bundesregierung plant keine Handydaten-Auswertung +++

Die Bundesregierung hat sich skeptisch zu Überlegungen geäußert, zur Eindämmung des neuen Coronavirus auch Standortdaten von Handys zu nutzen. Solche Planungen gebe es nicht, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Berlin. Das Innenministerium erklärte, mit Standortdaten-Auswertungen lasse sich die jeweilige Funkzelle bestimmen, in der sich ein Telefon zu einer Zeit aufgehalten habe. Es sei aber schwer vorstellbar, dass man daraus ableiten könne, wer mit wem Kontakt hatte und wer nicht.

Wissenschaftler denken bei Virus-Eindämmungsstrategien auch über Handydaten nach. Sie könnten etwas über den Bewegungsradius und Kontakte infizierter Menschen verraten oder verhindern, dass jemand unberechtigt in Quarantäne kommt. Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hatte erläutert, technisch wäre so etwas möglich. Die Frage sei aber, wie eine mögliche Nutzung ethisch, moralisch, rechtlich und vom Datenschutz her einzuordnen sei.

+++ Sitzung der EU-Botschafter wegen Coronavirus-Falls abgesagt +++

Die Coronavirus-Epidemie stört zunehmend den Betrieb der EU-Institutionen. Eine Sitzung der EU-Botschafter der 27 Mitgliedstaaten musste abgesagt werden, nachdem sich ein Mitarbeiter des Europäischen Rates mit dem Virus infiziert hatte, wie die Nachrichtenagentur AFP von Diplomaten erfuhr. Die kroatische Botschafterin, deren Land derzeit den EU-Vorsitz hat, musste nach Kontakt mit dem Infizierten vorsichtshalber zuhause bleiben.

Die EU-Botschafter bereiten die Entscheidungen des Ministerrats der Mitgliedstaaten vor. Sie treffen sich meist mehrmals pro Woche. Beim EU-Rat gibt es bisher zwei bestätigte Fälle mit dem Coronavirus: Nach einem Sicherheitsbeamten wurde die Infektion auch bei einem Mitarbeiter des Generalsekretariats festgestellt.

+++ Gerüchte über Corona-Hühnchen: Umsatz in Indien bricht um 80 Prozent ein +++

Das Gerücht, Hühner seien Überträger des neuartigen Coronavirus, hat den Umsatz der Geflügelzüchter in Indien einbrechen lassen. Die Verkäufe seien seit Januar um fast 80 Prozent zurückgegangen, sagte Gulrez Alam vom indischen Verband der Geflügelzüchter der Nachrichtenagentur AFP. „Die Leute essen kein Geflügel mehr zuhause. Sie gehen nicht mehr zum Essen aus.“ Es gebe keine Nachfrage mehr.

In Online-Medien kursieren zahlreiche Gerüchte, Menschen in Indien hätten sich beim Verzehr von Geflügel mit dem Coronavirus angesteckt. Laut Behörden gibt es dagegen keinerlei Hinweis auf Hühner als Träger des Virus. In Indien gibt es aktuell 31 registrierte Infektionsfälle mit dem Coronavirus.

+++ Insgesamt neun Todesfälle durch Coronavirus in Frankreich +++

Die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus ist in Frankreich auf neun gestiegen. Zwei weitere Menschen erlagen den Folgen der Erkrankung, wie das Gesundheitsministerium in Paris mitteilte. „Alte Menschen sind am stärksten gefährdet“, betonte das Ministerium. Präsident Emmanuel Macron besuchte demonstrativ ein Altenheim. Neben den zwei Toten bestätigte das Gesundheitsministerium zudem mehr als 150 neue Infektionen. Die Gesamtzahl der dokumentierten Fälle liegt damit in Frankreich bei 577. Viele Menschen gelten jedoch bereits wieder als genesen.

+++ Mediziner: Maßnahmen gegen Covid-19 sollten verhältnismäßig bleiben +++

Bei einem Kongress von Notärzten und Rettungskräften in Koblenz haben Mediziner die Verhältnismäßigkeit von Maßnahmen gegen eine Ausbreitung des neuen Coronavirus angemahnt. Der neue Erreger Sars-CoV-2 habe beispielsweise im besonders stark betroffenen nordrhein-westfälischen Kreis Heinsberg zur Quarantäne von vier Kinderärzten und somit zu weniger Behandlungen kranker Mädchen und Jungen geführt, sagte der Präsident des Kongresses, Jörg Brokmann. „Da ist aus meiner Sicht überreagiert worden“, sagte der Leiter der Zentralen Notaufnahme des Universitätsklinikums Aachen. Ärzte und Sprechstundenhilfen ohne Symptome sollten nicht zwingend gleich in Quarantäne kommen und Praxen so zur Schließung gezwungen werden, so Brokmann.

+++ Kussverbot für Statuenfuß: Coronavirus trübt Kirchenfest in Spanien +++

Das neue Coronavirus hat in Spanien auch Auswirkungen auf eines der bekanntesten Kirchenfeste des Jahres. Immer am ersten Freitag im März strömen viele Tausend Gläubige zu einem Gotteshaus im Zentrum Madrids, um dort den rechten Fuß einer Christusstatue zu küssen. Dadurch sollen Wünsche in Erfüllung gehen. In diesem Jahr aber hat der Erzbischof in Absprache mit den Gesundheitsbehörden ein Kussverbot für die Zehen des „Cristo de Medinaceli“ erteilt, um die Ansteckungsgefahr mit dem Covid-19-Erreger einzudämmen. Die Figur durfte weder mit den Lippen noch mit den Händen berührt werden.

Die Jesusstatue, um die sich viele Legenden ranken, wird im katholischen Spanien seit vielen Jahren inbrünstig verehrt. Auch Mitglieder der Königsfamilie kamen schon, um der Figur die Ehre zu erweisen. In Spanien waren bis zum Mittag mehr als 340 Coronavirus-Fälle bestätigt worden, fünf ältere Menschen sind bisher daran gestorben.

+++ Gesundheitsamt: Geringes Coronavirus-Risiko bei Mönchengladbach-Spiel +++

Die Stadt Mönchengladbach hat ihre Entscheidung gegen die Absage des Bundesliga-Spitzenspiels am Samstag in Mönchengladbach mit einem aus ihrer Sicht geringen Coronavirus-Infektionsrisiko verteidigt. In Abwägung der Gesamtsituation habe die Stadt so entschieden, „weil wir bei diesem Spiel nicht mit einer Situation rechnen, wo sich übermäßig Leute infizieren“, sagte der Sprecher der Stadt Wolfgang Speen. Mönchengladbach sei kein Coronavirus-Hotspot.  Die Stadt gehe davon aus, dass Infizierte isoliert seien, etwa in Quarantäne oder im Krankenhaus. „Also müssen wir davon ausgehen, dass kein positiver Fall sich auf den Weg macht in Richtung Stadion“, sagte Speen. Darüber hinaus müsse jeder Besucher selbst überlegen, in welcher gesundheitlicher Verfassung er sei. Verein und Stadt rieten Menschen mit einem besonderen Risiko durch Vorerkrankungen und mit Erkältungs-Symptomen zuhause zu bleiben. Der Verein wird am Spieltag zudem weitere Hygiene- und Informationsmaßnahmen durchführen.

+++ Virologe Drosten: RKI sollte Quarantäne-Regeln für Klinikpersonal lockern +++

Nach Ansicht des Berliner Virologen Christian Drosten sollte das Robert Koch-Institut die Quarantäne-Empfehlungen zum Coronavirus für medizinisches Personal lockern. „Wenn wir das gesamte medizinische Personal, das mit Infizierten Kontakt hatte, in Quarantäne schicken, bricht die medizinische Versorgung für die Bevölkerung zusammen. Nicht nur für Corona-Patienten, sondern auch für alle anderen“, sagte der Direktor des Instituts für Virologie an der Charité der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

+++ Auswärtiges Amt rät von Reisen nach Südtirol und weitere Corona-Risikogebiete in Italien ab +++

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat Südtirol zum Corona-Risikogebiet erklärt. Das Auswärtige Amt rät daher von Reisen in die beliebte Urlaubsregion ab. „Risikogebiete sind Gebiete, in denen eine fortgesetzte Übertragung von Mensch zu Mensch vermutet werden kann“, heißt es dazu auf der Homepage des RKI. Grundlage einer solchen Entscheidung seien unter anderem Informationen über Erkrankungshäufigkeit, die Dynamik der gemeldeten Fallzahlen oder Exportierte Fälle in andere Länder und Regionen, heißt es zur Erläuterung. Die Bewertung wird täglich vorgenommen. Während Südtirol bereits am Donnerstagabend zum Risikogebiet erklärt worden war, wurden zudem die Emilia-Romagna, die Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua entsprechend eingestuft. Von nicht erforderlichen Reisen in diese Regionen wird nun abgeraten. Das Auswärtige Amt erweiterte entsprechende Reisehinweise für Italien, wie ein Sprecher in Berlin bestätigte.

Coronavirus: Teneriffa-Urlauber Joachim Walther über sein Leben in Hotel-Quarantäne

+++ Wirtschaftliche Folgen der Coronavirus-Pandemie: Börsenkurse geben stark nach +++

Die Ausbreitung des Coronavirus und die wirtschaftlichen Folgen sorgen weiter für sinkende Aktienkurse. An der Frankfurter Börse gab der Deutsche Aktienindex (Dax) um mehr als drei Prozent nach und lag am Vormittag bei 11.556,26 Punkten. In Paris sank das Börsenbarometer um mehr als vier Prozent. Auch in London, Mailand und Madrid betrugen die Verluste jeweils mehr als drei Prozent. In Asien hatten die Börsen nach einer leichten Erholung in der Wochenmitte ebenfalls im Minus geschlossen. In Tokio sank der Nikkei bis Handelsschluss um 2,72 Prozent, der Index Hang Seng in Hongkong um 2,3 Prozent. Die Kurse an der Börse in Shanghai gingen um 1,21 Prozent zurück.

+++ Niederlande melden erstes Corona-Todesopfer +++

In den Niederlanden gibt es einen ersten Coronavirus-Todesfall. Es handelt sich um einen 86 Jahre alten Mann, der in einem Krankenhaus in Rotterdam behandelt wurde, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Wo der Mann sich mit dem neuartigen Virus angesteckt hat, ist nicht bekannt. Die Zahl der Coronavirus-Fälle lag in den Niederlanden zuletzt bei 82. Bisher waren die meisten Coronavirus-Nachweise in den Niederlanden auf Reisen nach Norditalien zurückzuführen.

+++ Bhutan verbietet wegen Coronavirus allen Touristen die Einreise +++

Das kleine Königreich Bhutan verbietet allen ausländischen Touristen die Einreise, nachdem ein amerikanischer Tourist positiv auf das neue Coronavirus getestet worden ist. Bei ihm handelt es sich um den ersten bestätigten Fall in dem Himalaya-Land. Der Einreisestopp gelte ab sofort und für vorerst zwei Wochen, dann würde die Lage neu eingeschätzt, sagte die bhutanische Gesundheitsministerin Dechen Wangmo der Nachrichtenagentur DPA. Ausländer, die Reisen gebucht hätten, müssten diese verschieben, sagte die Ministerin. Zurückkehrende Bhutaner würden alle auf Symptome getestet und müssten gegebenenfalls in die Quarantäne.

+++ Erster Corona-Fall im Vatikan +++

Im Vatikan in Rom gibt es einen ersten Coronavirus-Fall. Wie Vatikan-Sprecher Matteo Bruni mitteilte, stellte der ambulante Dienst des Kirchenstaates deshalb am Morgen seine Arbeit teilweise ein. Nachdem es am Vortag bei einem Patienten in der Ambulanz des Vatikans einen positiven Coronavirus-Befund gegeben habe, müssten Desinfektionsmaßnahmen ergriffen werden. Die Notaufnahme bleibe jedoch weiter offen, ergänzte Bruni. Die zuständigen italienischen Behörden seien informiert und weitere Schutzmaßnahmen eingeleitet worden, erläuterte der Sprecher. Der Vatikanstaat liegt in der italienischen Hauptstadt. Er verfügt über eigene Gesundheitsdienste.

+++ Japan verkleinert Ankunftszeremonie für olympische Fackel +++

Als Vorsichtsmaßnahme wegen der Ausweitung des Coronavirus soll die Ankunftszeremonie der olympischen Fackel am 20. März in Japan verkleinert werden. Dies teilte Yoshiro Mori, Präsident des Organisationskomitees, mit. Deshalb werde darauf verzichtet, 140 Kinder nach Griechenland reisen zu lassen, um die Flamme am 19. März auf dem Weg nach Japan zu begleiten. Die olympische Fackel wird am 12. März in einer Zeremonie in Griechenland entzündet und dann nach Japan geflogen. Sie soll am 20. März in Miyagi auf einer im Norden Japans gelegenen Militärbasis der Luftwaffe ankommen. Der viermonatige Fackellauf in Japan beginnt am 26. März in der Präfektur Fukushima, die etwa 250 Kilometer nordöstlich von Tokio liegt. Er soll am 24. Juli bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Tokio enden.

+++ Deutsche Industrie vor Corona-Krise mit Auftragsschub +++

Es ist ein Lichtblick für die arg gebeutelte deutsche Industrie: Die Unternehmen haben zu Jahresbeginn einen starken Auftragsschub erfahren. Allerdings dürfte es nicht mehr als ein kurzes Aufflackern sein. Ökonomen fürchten bereits im Februar erheblichen Gegenwind durch den sich ausbreitenden neuartigen Coronavirus. Der Kummer, den die Industrie seit längerem gewohnt ist, dürfte sich also nicht einfach in Luft auflösen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, stiegen die Aufträge der Industrieunternehmen gegenüber dem Vormonat um 5,5 Prozent. Das ist der stärkste Zuwachs seit Mitte 2014.

+++ Belgien kritisiert Deutschland und Frankreich für Exportverbot von Atemschutzmasken +++

Belgien hat Deutschland und Frankreich für die verhängten Exportverbote für Atemschutzmasken kritisiert. „Das ist nicht im Geiste der EU“, sagte die belgische Gesundheitsministerin Maggie de Block bei einem Treffen mit ihren EU-Kollegen in Brüssel. Auch bei der Verteilung von Schutzmaterial „müssen wir solidarisch sein“. Die Bundesregierung hatte am Mittwoch den Export von Atemmasken und anderer Schutzausrüstung wie Handschuhe und Schutzanzüge verboten. In Frankreich sind Schutzmasken nur noch auf Rezept erhältlich, vorhandene Reserven wurden beschlagnahmt.

+++ Twitter verschärft Richtlinien für Hasskommentare um Inhalte, die sich auf schwere Krankheiten beziehen +++

Twitter hat ein schärferes Vorgehen gegen Hasskommentare seiner Nutzer zur Coronavirus-Epidemie angekündigt. Wie das US-Internetunternehmen mitteilte, wurden die Twitter-Richtlinien zu Hass schürendem Verhalten um Inhalte ergänzt, die sich auf schwere Krankheiten beziehen. Es ist demnach künftig untersagt, eine Gruppe von Menschen aufgrund ihrer Religion, ihres Alters, ihrer Behinderung oder einer schweren Erkrankung zu „entmenschlichen“. Tweets, die gegen die neue Richtlinie verstoßen, sollen nach Angaben von Twitter gelöscht werden. Als Beispiel wurde etwa ein Tweet genannt, in dem Erkrankte als „Ratten“ bezeichnet wurden, „die alle um sie herum kontaminieren“.

+++ ZDF-Politbarometer: Mehrheit der Deutschen findet Maßnahmen gegen Coronavirus ausreichend +++

Die Mehrheit der Deutschen findet laut einer aktuellen Umfrage die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ausreichend. 69 Prozent der Befragten sind der Meinung, hierzulande werde genug getan, wie aus dem aktuellen ZDF-Politbarometer hervorgeht. Im Februar waren es demnach noch 80 Prozent. 26 Prozent halten die Vorkehrungen hingegen für zu gering. 39 Prozent der Befragten erklärten zudem, dass sie wegen des Coronavirus Veranstaltungen mit größeren Menschenmengen meiden. 50 Prozent ändern ihr Verhalten den Angaben zufolge hingegen nicht.

+++ Mehrere Schulen in Stockholm bleiben wegen Coronavirus geschlossen +++

In der Region Stockholm bleiben mehrere Schulen wegen des neuartigen Coronavirus vorübergehend geschlossen. Ein Gymnasium in der Gemeinde Danderyd im Norden der schwedischen Hauptstadt ließ nach Angaben der zuständigen Kommune den Unterricht für seine etwa 1200 Schüler ausfallen, nachdem das Virus bei einem Elternteil festgestellt worden war und auch der betroffene Schüler Krankheitssymptome zeigte. Zwei Bildungseinrichtungen einer Stiftung in der Ortschaft Djursholm blieben wegen bestätigter Infektionsfälle im Umfeld von Schülern nach übereinstimmenden Medienberichten ebenfalls dicht.

+++ Spahn gegen Reisebeschränkungen innerhalb der EU +++

Trotz der raschen Ausbreitung des Coronavirus ist Gesundheitsminister Jens Spahn gegen Reisebeschränkungen innerhalb der Europäischen Union. „Ich fände jede Maßnahme, die zur Einschränkung des Reiseverkehrs über die Grenze führt, angesichts dessen, was wir über das Virus Stand heute wissen, weiterhin nicht für angemessen“, sagte der CDU-Politiker vor einem EU-Sondertreffen in Brüssel. „Und wenn wir da einen Konsens hätten heute, fände ich das ein wichtiges Signal.“

+++ Olympiatest in Japan ohne Sportler und Zuschauer +++

Nach der Absage etlicher Wettkämpfe halten die Olympia-Macher in Tokio inmitten der Coronavirus-Krise ein erstes Testevent ab – allerdings ohne Topathleten und Zuschauer. Am Morgen begann in der japanischen Hauptstadt ein zweitägiger Probelauf der Sportkletterer, die bei den Sommerspielen ihr Olympia-Debüt geben. Anders als ursprünglich geplant gingen nicht Sportler an die Wand, außerdem wurden keine Fans in den Aomi Urban Sports Park eingeladen.

+++ „Irrationale“ Quarantäne: Verstimmung zwischen Südkorea und Japan +++

Japans Maßnahmen gegen die Coronavirus-Epidemie belasten die ohnehin angespannten Beziehungen zu Südkorea. Seoul drohte Tokio wegen dessen „irrationalen“ Quarantäne-Plänen für Reisende aus Südkorea mit Vergeltungsmaßnahmen. Das Büro des Präsidenten unterstellte Tokio zudem, es könnte „andere Motive als die Eindämmung der Epidemie“ haben. Das Außenministerium bestellte den japanischen Botschafter ein. Japans Regierungschef Shinzo Abe hatte am Donnerstag angekündigt, dass ausländische Reisende aus China und Südkorea – den beiden größten Infektionsherden weltweit – nach ihrer Ankunft 14 Tage unter Quarantäne gestellt werden. In Japan sind bislang 360 Menschen an dem Virus erkrankt und sechs Infizierte gestorben. In Südkorea stieg die Zahl der Infektionen nach Behördenangaben auf 6284. Sieben weitere Menschen starben an der Lungenkrankheit, damit stieg die Zahl der Toten auf 42. Rund 60 Länder und Regionen haben Einreiseverbote oder Quarantäne-Maßnahmen für Reisende aus Südkorea verhängt.

+++ Sieben Coronavirus-Fälle im Westjordanland – Bethlehem komplett abgeriegelt +++

Sieben Palästinenser bei Bethlehem im südlichen Westjordanland haben sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Es handele sich um Mitarbeiter eines Hotels, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium in Ramallah mit. Präsident Mahmud Abbas rief für einen Monat den Notstand für das gesamte Westjordanland aus. Die Maßnahme trat am Morgen in Kraft. Israel riegelte zudem nach eigenen Angaben in Absprache mit der Palästinenserbehörde die Stadt Bethlehem komplett ab. Es ist nach Angaben des israelischen Verteidigungsministeriums nicht möglich, die Stadt zu verlassen oder zu betreten.

+++ Virologe Drosten: Bundesligaspiele im Rheinland müssten abgesagt werden +++

Der Chef-Virologe der Berliner Charité ist wegen der vielen Coronavirus-Fälle im Kreis Heinsberg bei Mönchengladbach für die Absage von Bundesligaspielen in der Region. „Volle Stadien mit Zehntausenden von Fans – gerade in Gegenden wie dem vom Coronavirus jetzt stark betroffenen Rheinland – müssten aus medizinischer Sicht eigentlich gestoppt werden“, sagte Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie der Charité, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Das Stadion von Borussia Mönchengladbach liegt keine zehn Kilometer vom Kreis Heinsberg entfernt, der bundesweit am stärksten vom Coronavirus betroffen ist. Die Behörden hatten dennoch entschieden, dass das Bundesliga-Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund am Samstag (18.30 Uhr/Sky) stattfinden kann. Auch der Heinsberger Landrat Stephan Pusch (CDU) äußerte sich in einer Videobotschaft verwundert über diese Entscheidung in der Nachbarstadt.

+++ US-Soldaten versorgen Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne in spektakulärer Aktion mit Coronavirus-Testkits +++

Mit einer spektakulären Aktion haben US-Soldaten Coronavirus-Testkits auf ein Kreuzfahrtschiff vor San Francisco gebracht. Mitglieder der Nationalgarde seilten sich von einem Hubschrauber ab, um das Material an Bord der „Grand Princess“ zu bringen. Später wurden die Proben in ein Labor geflogen. Etwa 45 der rund 3500 Menschen an Bord seien auf das Virus getestet worden, meldete der „San Francisco Chronicle“.

+++ Bundesarbeitsminister Heil hält Kurzarbeit bei Lieferengpässen wegen Coronavirus möglich +++

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hält Kurzarbeit für möglich, falls es wegen des Coronavirus zu Lieferengpässen kommen sollte. „Wenn es zu Lieferengpässen infolge des Coronavirus kommt, die zu Arbeitsausfällen führen, kommt für die Beschäftigten ein Anspruch auf Kurzarbeitergeld in Betracht“, sagte Heil den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). „Auch wenn ein Betrieb auf behördliche Anordnung schließen muss, kann Kurzarbeit greifen.“ Insgesamt hält der Minister die Auswirkungen der Coronavirus-Ausbreitung auf den Arbeitsmarkt in Deutschland für beherrschbar. „Wir sind gut aufgestellt und behalten die Entwicklung aufmerksam im Blick. Mit dem Kurzarbeitergeld haben wir ein starkes Instrument, das sich bewährt hat.“ Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, forderte von der Bundesregierung angesichts möglicher wirtschaftlicher Folgen der Coronavirus-Epidemie ein Konjunkturprogramm. „Vertrauen wieder herzustellen, erfordert starke Signale. Dazu gehört ein langfristiges Investitionsprogramm“, sagte Fratzscher den Zeitungen des RND. „Unternehmen und Verbraucher müssen wissen: In den nächsten Monaten wird es hart, aber langfristig können wir uns darauf verlassen, dass ein Schub kommt.“

+++ Mehr als 500 Fälle in Deutschland +++

Bis Donnerstagabend waren nach Angaben der EU-Behörde ECDC in Europa rund 4200 Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Besonders betroffen ist nach wie vor Italien mit laut Zivilschutz nun 148 Toten und mehr als 3800 Infizierten. In Deutschland sind laut Robert Koch-Institut (RKI) bisher Infektionen bei 534 Menschen nachgewiesen. Mehrere europäische Länder hatten am Donnerstag von einer Zunahme der Sars-CoV-2-Nachweise berichtet. In der Schweiz und in Großbritannien wurde je ein erster Todesfall bekannt. In Frankreich waren nach Angaben des Gesundheitsministeriums 423 Menschen infiziert, sieben Menschen starben bisher.

+++ EU-Gesundheitsminister beraten über Kampf gegen Corona +++

Der Kampf gegen das Coronavirus beschäftigt Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und seine EU-Kollegen bei einem weiteren Sondertreffen in Brüssel. Ziel ist eine enge Koordinierung, zumal sich die neue Krankheit Covid-19 in Europa weiter ausbreitet. Die 27 EU-Staaten hatten bereits Mitte Februar ein gemeinsames Vorgehen abgesprochen. Damals einigten sie sich darauf, dass Passagiere aus Gebieten mit dem Erreger Sars-CoV-2 bei der Einreise nach Europa befragt werden können. Doch der Umgang mit der Epidemie ist in den einzelnen Staaten unterschiedlich. Italien etwa hat alle Schulen geschlossen, was in Deutschland als überzogen abgelehnt wird. Die EU selbst hat in der Gesundheitspolitik kaum Kompetenzen, das ist Sache der Mitgliedsstaaten.

+++ Mehrheit der Deutschen bleibt trotz Coronavirus gelassen +++

Den meisten Deutschen bereitet die Ausbreitung des Coronavirus weiterhin keine Angst. Drei Viertel der Befragten einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap für den ARD-„Deutschlandtrend“ gaben an, die Sorge vor eigener Ansteckung oder der von Familienmitgliedern sei weniger groß beziehungsweise klein. Bei knapp einem Viertel war die Sorge mit 17 Prozent jedoch groß oder mit sechs Prozent sehr groß. Noch im Februar hatten sich insgesamt aber deutlich weniger Menschen verängstigt geäußert: Fast neun von zehn Befragten gaben in der Umfrage im vergangenen Monat an, sie hätten weniger große oder keine Sorge. Der Wert war also 13 Prozentpunkte höher als in der aktuellen Umfrage.

Auch das Vertrauen der Bürger in die Behörden und Gesundheitseinrichtungen nimmt demnach ab. Zwei Drittel waren der aktuellen Umfrage zufolge der Meinung, die Institutionen hätten die Situation alles in allem unter Kontrolle. Das sind 16 Prozentpunkte weniger als im Februar. Dagegen gewann Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an Zustimmung – sein Zufriedenheitswert stieg im Vergleich zum Vormonat um sieben Prozentpunkte auf 51 Prozent. Drei Viertel der Befragten gaben demnach an, sich als vorbeugende Maßnahmen gegen eine Infektion häufiger die Hände zu waschen. Nur etwas mehr als jeder Zehnte erklärte jedoch, Hamsterkäufe zu tätigen.[ad_2]

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