Coronavirus: Mütter können Virus auf Babys übertragen – WHO bittet um Spenden

PCP
Das Coronavirus hat bereits mehr als 490 Tote gefordert. Mehr als 24.000 Erkrankungen sind bekannt. Auch in Deutschland gibt es bereits zwölf Infizierte. 

Bekämpfung von Coronavirus: Weltgesundheitsorganisation ruft zu Spenden auf

17.50 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat zu Spenden in Höhe von 675 Millionen Dollar (613 Millionen Euro) zur Bekämpfung des Coronavirus aufgerufen. Der Großteil des Geldes solle in besonders „gefährdete“ Länder fließen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Genf. Die WHO habe einen Vorsorgeplan entwickelt, für dessen Finanzierung in den kommenden drei Monaten 675 Millionen Dollar nötig seien.

„Unsere Botschaft an die internationale Gemeinschaft ist: Investiert heute oder zahlt später mehr“, sagte Tedros. Die Summe liege deutlich unter jener, die später fällig werde, „wenn wir jetzt nicht in Vorsorge investieren“. 60 Millionen Dollar sollen demnach für WHO-Einsätze verwendet werden, der Rest soll an Länder gehen, die Hilfe bei Vorsorgemaßnahmen gegen das Virus benötigen.

In einem ersten Schritt sollen Tedros zufolge 500.000 Atemschutzmasken und 350.000 Paar Gummihandschuhe an 24 Länder verschickt werden. Die Stiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates sagte am Mittwoch 100 Millionen Dollar für den Kampf gegen das Virus zu.

Coronavirus: Wirtschaftliche Folgen für Deutschland gering

14.53 Uhr: Das Corona-Virus wird das chinesische Wirtschaftswachstum dämpfen, doch die Folgen für Deutschland sind wahrscheinlich gering. Darauf deuten Berechnungen des Ifo-Forschers Timo Wollmershäuser hin, über die die „Zeit“ berichtet. Danach würde das Wachstum in Deutschland nur um 0,05 Prozent geringer ausfallen, wenn das neue Virus die chinesische Wirtschaft ebenso stark beeinträchtigen würde wie im Jahr 2003 die Infektionskrankheit Sars. Damals fiel das chinesische Wachstum Studien zufolge etwa ein Prozent niedriger aus. Auch bei einem stärkeren Einbruch in China erwartet Wollmershäuser, der im Ifo-Institut die Konjunkturforschung leitet, eher geringe Effekte für das Wachstum in der Bundesrepublik. „Wenn die aktuelle Epidemie das chinesische Wirtschaftswachstum doppelt so stark dämpft, wie es bei Sars der Fall war, dürfte es in Deutschland um etwa 0,1 Prozent niedriger ausfallen.“

Die Auswirkungen könnten deshalb so glimpflich sein, weil eine Epidemie vor allem die Konsumnachfrage dämpft: Reisen, Restaurantbesuche, Einkäufe. „Für Deutschland ist es aber praktisch irrelevant, wenn der Konsum in China zurückgeht“, so Wollmershäuser gegenüber der „Zeit“. „Wir liefern kaum Konsumgüter dorthin.“

Mütter können neuen Coronavirus an Neugeborene weitergeben

12.52 Uhr: Mit dem Coronavirus infizierte Mütter können den Erreger an ihr Neugeborenes weitergeben. Ein solcher Infektionsfall sei bei einem Säugling nur 30 Stunden nach der Geburt festgestellt worden, berichtete der Chef der Neugeborenenabteilung des Kinderkrankenhauses von Wuhan, Zeng Lingkong, nach Angaben der Nachrichtenagentur China News Service vom Mittwoch.

Das Baby zeige stabile Lebenszeichen, habe aber eine Entzündung der Lungen und eine leicht abnormale Leberfunktion, berichtete der Arzt. Zuvor seien allerdings Kinder von infizierten Müttern zur Welt gebracht worden, bei denen der Test auf den Erreger negativ gewesen sei. Die jetzt zur Verfügung stehenden Daten zeigten jedoch, dass Neugeborene nicht von einer Ansteckung ausgenommen seien.

Adidas schließt wegen Coronavirus vorübergehend Shops in China

12.19 Uhr: Der Sportartikelhersteller Adidas schließt in China wegen des Coronavirus vorübergehend viele seiner eigenen Geschäfte. Das bestätigte der Dax-Konzern am Mittwoch auf Anfrage. Darüber hinaus würden ähnliche Entwicklungen innerhalb des Franchise-Geschäfts beobachtet, heißt es. Das belaste das China-Geschäft. Allerdings ist es laut Adidas noch zu früh, um die Auswirkungen zu beurteilen.

Der Konzern verweist darauf, dass er die Richtlinien der örtlichen Behörden umsetze. Für den Standort Shanghai bedeute das zum Beispiel, dass die Betriebsruhe aufgrund des Chinesischen Neujahrsfests bis einschließlich 9. Februar verlängert werde. Für Reisen nach China benötigten Mitarbeiter zudem bis auf weiteres eine Ausnahmegenehmigung. Auch US-Konkurrent Nike hat viele seiner chinesischen Läden geschlossen.

Österreicherin mit Verdacht auf Coronavirus war nachts aus Klinik geflohen

10.30 Uhr: Laut den Behörden in Österreich ist eine 31-jährige Patientin mit Verdacht auf Coronavirus in der Nacht zum Mittwoch aus der Isolierstation der Uniklinik in Salzburg geflohen. In einer Mitteilung des Magistrats Salzburg hieß es am Morgen: „Wie die SALK den Bezirksverwaltungsbehörden und der Polizei mitgeteilt hat, ist jener am Dienstag dort eingelangte Corona-Verdachtsfall vermutlich gegen drei Uhr früh aus dem Krankenhaus entwichen. Es handelt sich um eine 31-jährige Frau aus dem Flachgau, die nun polizeilich gesucht wird.“

Sofort wurde eine Fahndung nach der Frau eingeleitet, laut Information der „Salzburger Nachrichten“ hatten sich Polizeistreifen ausgerüstet mit Mundschutz und Handschuhen auf dem Weg zu verschiedenen Adressen gemacht, die einen Bezug zu der 31-Jährigen haben.

An einer dieser Stellen wurde die Patientin dann schließlich aufgefunden. In einer weiteren Mitteilung schrieb die Behörde am Mittag: „Jene 31-jährige Frau aus dem Flachgau, die als Corona-Verdachtsfall Mittwoch gegen drei Uhr früh aus dem Landeskrankenhaus entwichen ist, wurde von der Polizei und der Rettung gegen 10.30 Uhr daheim aufgegriffen. Sie wird derzeit in die SALK überstellt.“

Beamte würden die Frau nun überwachen, bis klar sei, ob sie tatsächlich mit dem Coronavirus infiziert ist. Das Ergebnis ihrer nach Wien gesandten Probe ist am späten Nachmittag zu erwarten.

Neuer Corona-Verdacht: Hongkong testet 1800 Menschen auf Kreuzfahrtschiff

08.25 Uhr: Nun werden auch die Passagiere und Besatzungsmitglieder eines anderen Kreuzfahrtschiffs untersucht. Hongkong untersucht 1800 Personen auf der „World Dream“. Crew-Mitglieder hatten zuvor über Fieber und andere Symptome geklagt.

Mindestens zehn Menschen auf Kreuzfahrtschiff in Japan mit Coronavirus infiziert

06.32 Uhr: Von den Menschen auf dem in Japan unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiff sind mindestens zehn mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Dies hätten die ersten vorliegenden Testergebnisse gezeigt, teilte der japanische Gesundheitsminister Katsunobu Kato am Mittwoch mit. Die Mehrheit der Testergebnisse stand nach seinen Angaben noch aus.

Die zehn positiv auf das Virus getesteten Menschen seien von der „Diamond Princess“ geholt worden, sagte der Minister. Sie sollten von medizinischen Organisationen betreut werden. Unter den bislang bestätigten zehn Fällen an Bord des Kreuzfahrtschiffes ist kein Deutscher. Ein Sprecher der deutschen Repräsentanz der Reederei Princess Cruises hatte zuvor der „Bild“-Zeitung gesagt, unter den Passagieren seien acht Deutsche.

Laut Kato müssen die an Bord verbleibenden Passagiere und Besatzungsmitglieder zwei Wochen auf dem Schiff ausharren. Er verwies auf die bisherigen Erkenntnisse, wonach es bis zu 14 Tage dauern kann, bis mit dem Coronavirus Infizierte die ersten Symptome zeigen.

Das Schiff mit insgesamt 3711 Passagieren und Besatzungsmitliedern war am Montag im Hafen von Yokohama unter Quarantäne gestellt worden. Auslöser der Maßnahme war der Fall eines 80-jährigen Passagiers, der die „Diamond Princess“ in Hongkong verlassen hatte und dann dort positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen und der Toten durch das neue Coronavirus ist in China derweil wieder schneller gestiegen als in den Tagen zuvor. Bis Mittwoch kletterte die Zahl der Patienten mit der neuen Lungenkrankheit innerhalb eines Tages um 3887 auf 24.324, wie die Gesundheitskommission in Peking berichtete. Die Zahl der Toten legte um 65 auf 490 zu.

Flugzeug muss umdrehen

20.31 Uhr: Wegen eines Scherzes über das Coronavirus ist ein Urlaubsflieger aus Kanada mit 243 Passagieren an Bord auf halbem Weg umgekehrt. Der Westjet-Flug nach Jamaika sei am Montag „wegen eines schwierigen Gastes“, der fälschlicherweise behauptet hatte, mit dem Krankheitserreger infiziert zu sein, nach Toronto umgeleitet worden, sagte eine Sprecherin des kanadischen Unternehmens der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag.

Berichten zufolge stand der junge Mann nach fast der Hälfte des vierstündigen Fluges auf und erklärte, dass er sich mit dem Virus infiziert habe. Dabei machte er laut Augenzeugen mit dem Smartphone Fotos von sich. Die Flugbegleiter gaben ihm daraufhin eine Maske und Handschuhe und befahlen ihm, sich in den hinteren Teil des Flugzeugs zu begeben.

„Aus einer Fülle von Vorsichtsmaßnahmen heraus befolgte unsere Besatzung alle Protokolle für Infektionskrankheiten an Bord“, sagte die Westjet-Sprecherin. Bei der Ankunft in Toronto wurden die Fluggäste von der Polizei und Gesundheitsbeamten in Empfang genommen.

Die Sicherheitskräfte nahmen nach eigenen Angaben den 29-jährigen Kanadier fest. Er wurde wegen Unruhestiftung angeklagt. Die gestrandeten Passagiere wurden am Dienstagmorgen mit einem Tag Verspätung nach Jamaika geflogen.

Briten sollen China verlassen

18.48 Uhr: Großbritannien hat alle Landsleute wegen der sich ausbreitenden Coronavirus-Erkrankungen zur Rückkehr aus China aufgerufen. „Wir raten britischen Staatsangehörigen, das Land zu verlassen, falls sie können, um ihr Infektionsrisiko zu minimieren“, teilte Außenminister Dominic Raab am Dienstag in London mit. Sollten sich Briten in der besonders betroffenen Provinz Hubei aufhalten und zurückkehren wollen, werde man rund um die Uhr daran arbeiten, das zu ermöglichen. In anderen Regionen bestünden normale Flugverbindungen.

Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock rechnet mit weiteren Fällen der neuartigen Lungenerkrankung in Großbritannien. Bislang wurde das Virus bei zwei Menschen nachgewiesen. Fast 100 Menschen leben derzeit für zwei Wochen in Quarantäne in einem Krankenhaus in Wirral.

Deutsche sitzen auf Kreuzfahrtschiff fest

14.48 Uhr: In Japan stand am Dienstag ein Kreuzfahrtschiff mit mehr als 3700 Menschen an Bord im Hafen von Yokohama unter Quarantäne. Laut einem „Bild“-Bericht befinden sich acht Deutsche an Bord. Die Zeitung beruft sich auf einen Sprecher der Reederei „Princess Cruises“.

Die mehr als 2600 Passagiere und die gut 1000 Besatzungsmitglieder sollen nun untersucht werden, um eine Ansteckung mit dem Coronavirus auszuschließen. Zuvor war ein Passagier, der das Schiff in Hongkong verlassen hatte, positiv auf das Virus getestet worden.

Chinesin zeigte offenbar doch schon in Bayern Krankheitssymptome

13.52 Uhr: Offenbar war eine Studie , die besagte, dass der Coronavirus auch von Patienten übertragen werden kann, die keine Symptome zeigen, fehlerhaft. Das schreibt die Fachzeitschrift „Science“. Das Robert-Koch-Institut (RKI) und die Bayerische Landesanstalt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sollen mit der Index-Patientin aus Shanghai telefoniert und dabei herausgefunden haben, dass die Frau nicht symptomlos war. Tatsächlich habe sie unspezifische Anzeichen wie Müdigkeit und Muskelschmerzen gezeigt, allerdings nicht typische Symptome wie Schnupfen, Husten oder Heiserkeit. Schon während ihres Aufenthalts in Bayern soll die Frau fiebersenkende Mittel eingenommen haben. Auszuschließen ist derzeit dennoch nicht, dass auch symptomlose Menschen den Erreger übertragen können.

Ein Patient zeigt eine beginnende Entzündung der Atemwege

11.53 Uhr: In Bayern sind mittlerweile zehn Coronavirusfälle bestätigt. Sieben der Patienten sind in der München Klinik Schwabing. Der behandelnde Arzt Clemens Wendtner erklärt zum Gesundheitszustand der Patienten: „Der gestern zur Beobachtung in unsere Infektiologie aufgenommene Patient zeigt leichte Symptome wie beispielsweise erhöhte Temperatur. Alle inzwischen sieben Fälle bei uns mit Nachweis des Coronavirus (2019-nCoV) sind in einem klinisch stabilen Zustand. Sie zeigen im Verlauf Ihres Aufenthalts bei uns teilweise grippeähnliche Symptome und sind aktuell weitestgehend symptomfrei. Bei einem Patienten sehen wir neben einer erhöhten Temperatur auch radiologisch eine beginnende Entzündung der Atemwege, wobei sich auch dieser Patient in keinem kritischen Zustand befindet. Die klinische Beobachtung aller Patienten dauert an – genau wie die intensive Abstimmung mit den zuständigen Behörden über die Rahmenbedingungen für einen Entlasszeitpunkt.“

Sterblichkeitsrate des Coronavirus bei 2,1 Prozent – in Wuhan aber höher

11.35 Uhr: Die Sterblichkeitsrate der neuartigen Lungenkrankheit in China liegt im Schnitt bei 2,1 Prozent. Das bedeutet, dass rund jeder 50. nachweislich Erkrankte an dem Virus stirbt. In der schwer betroffenen Metropole Wuhan in Zentralchina erreicht sie allerdings 4,9 Prozent, wie Jiao Yahui von der Gesundheitskommission am Dienstag in Peking berichtete. In der gesamten Provinz Hubei, dessen Hauptstadt Wuhan ist, sind es demnach 3,1 Prozent. Bis Dienstag war die Zahl der bestätigten Virusfälle in China auf 20.438 gestiegen. Die Zahl der Toten in der Volksrepublik stieg um 64 auf 425. In Hongkong gab es den zweiten Toten außerhalb Festland-Chinas.

Chinas Führung räumt „Unzulänglichkeiten“ im Kampf gegen Virus ein

09.49 Uhr: Die chinesische Führung hat „Unzulänglichkeiten und Defizite“ in der Reaktion auf den Ausbruch der Lungenkrankheit eingeräumt. Nach einem Treffen unter Vorsitz von Staats- und Parteichef Xi Jinping ließ das Politbüro nach Angaben des Staatsfernsehens vom Dienstag mitteilen: „Wir müssen die Erfahrungen zusammenfassen und Lehren daraus ziehen.“ Das nationale Krisenmanagement müsse verbessert werden. Das Gesundheitssystem solle untersucht – und „Mängel“ müssten beseitigt werden.

Über Nacht stieg die Zahl der bestätigten Infektionen und Todesfälle durch das Coronavirus erneut sprunghaft. Wie die chinesische Gesundheitsbehörde mitteilte, gab es bis Dienstag 20 438 bestätigte Erkrankungen – 3225 neue Fälle im Vergleich zum Vortrag. Die Zahl der Todesopfer stieg demnach um 64 auf 425. Es war erneut der bisher stärkste Anstieg der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und der Todesfälle innerhalb eines Tages.

Ein Ende der Epidemie ist noch nicht in Sicht. Chinesische Experten schätzen, dass der Ausbruch ihren Höhepunkt in 10 bis 14 Tagen erreichen könnte. Dafür müssten aber vorbeugende Maßnahmen verstärkt werden. An der neuen Lungenkrankheit sind in Festland-China mittlerweile mehr Menschen gestorben als an der Sars-Pandemie vor 17 Jahren. Bei der Sars-Pandemie (Schweres Akutes Atemwegssyndrom) 2002/2003 hatte es 349 Todesfälle in Festland-China gegeben. Hinzu kamen 299 Tote in Hongkong. Weltweit waren es 774 Tote.

Verdacht auf Coronavirus: Kreuzfahrtschiff in Japan an der Kette

09.15 Uhr: Japan lässt Tausende von Passagieren und Besatzungsmitglieder auf einem Kreuzfahrtschiff auf das neue Coronavirus hin untersuchen. Anlass ist der Fall eines 80 Jahre alten Mannes aus Hongkong, der das Schiff am Samstag in Hongkong verlassen hatte und anschließend positiv auf den Erreger getestet worden war.

Keiner der 2500 Passagiere und 1000 Mannschaftsmitglieder an Bord der in Tokios Nachbarstadt Yokohama vor Anker liegenden Diamond Princess durfte das Schiff verlassen, bis die Untersuchungen abgeschlossen sind, berichteten örtliche Medien. Dutzende von mit Quarantäneaufgaben befassten Beamten waren zuvor an Bord gegangen. Nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo sollen mindestens sieben Menschen an Bord über Unwohlsein klagen. Bislang sind in Japan 20 Fälle des neuen Virus bestätigt worden.

Macau schließt zwei Wochen lang Casinos

06.25 Uhr: Die chinesische Sonderverwaltungszone Macau schließt wegen des Coronavirus zwei Wochen lang ihre Casinos. Dies teilte der Regierungschef von Macau, Ho Iat-seng, am Dienstag mit. Die Glücksspielmetropole ist ein beliebtes Ziel von Reisenden aus Festlandchina.

Erster Todesfall in Hongkong bestätigt

05.56 Uhr: Durch den Coronavirus ist erstmals auch ein Patient aus Hongkong ums Leben gekommen. Die Krankenhausbehörde der chinesischen Sonderverwaltungsregionen bestätigte am Dienstag den Tot eines 39-Jährigen. Wie die Hongkonger Zeitung „South China Morning Post“ berichtete, hatte der Mann zuvor die besonders schwer vom Virus betroffene Stadt Wuhan besucht. Seit Ausbruch der neuen Lungenkrankheit ist es erst der zweite bestätigte Todesfall außerhalb des chinesischen Festlands. Zuvor war auch ein Patient auf den Philippinen ums Leben gekommen.

20.000 Infizierte, 425 Tote: Corona-Zahlen in China steigen nochmals deutlich

Dienstag, 04. Februar, 02.02 Uhr: Die Zahl der bestätigten Infektionen und Todesfälle durch das Coronavirus ist in China erneut sprunghaft angestiegen. Wie die chinesische Gesundheitsbehörde mitteilte, gab es bis Dienstag 20.438 bestätigte Erkrankungen – 3225 neue Fälle im Vergleich zum Vortrag. Die Zahl der Todesopfer stieg demnach um 64 auf 425. Es ist der bisher stärksten Anstieg der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und der Todesfälle innerhalb eines Tages. An der neuen Lungenkrankheit sind in Festland-China mittlerweile mehr Menschen gestorben als an der Sars-Pandemie vor 17 Jahren.

Bayern meldet die nächsten Virus-Fälle: Kind und Webasto-Mitarbeiter infiziert

21.25 Uhr: In Deutschland haben sich inzwischen zwölf Menschen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Bei dem neuen Betroffenen handelt es sich um einen weiteren Mitarbeiter eines Automobilzulieferers in Stockdorf bei München, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Montagabend unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilte. Der Mann wurde in die München Klinik Schwabing gebracht.

Wieder Kind eines Webasto-Mitarbeiters: Neunter Coronavirus-Fall in Bayern

19.42 Uhr: Bayern hat einen weiteren Coronavirus-Fall: Es handelt sich um ein zweites Kind des Mannes aus dem Landkreis Traunstein, der vergangene Woche positiv getestet worden war, wie das Gesundheitsministerium am Montagabend mitteilte. Der Mann ist wie die sechs anderen erwachsenen Infizierten Mitarbeiter des Autozulieferers Webasto in Stockdorf im Landkreis Starnberg. Zunächst war eines seiner Kinder positiv auf die neuartige Lungenkrankheit getestet worden. Der Vater und beide Kinder seien wie die anderen Infizierten in „gesundheitlich stabilem Zustand“, erläuterte das Ministerium weiter. Sie müssen aber alle weiter im Krankenhaus bleiben.

Angst vor Coronavirus: Bezirk bietet Geld fürs Verpfeifen von Nachbarn

17.23 Uhr: Die Furcht vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus setzt die Behörden zunehmend unter Druck und löste teils drastische Maßnahmen aus. Ein Bezirk der Stadt Shijiazhuang im Norden Chinas lockt die Bewohner sogar mit einer Geldprämie von 2000 Yuan (rund 258 Euro), wenn sie Menschen melden, die in den vergangenen zwei Wochen in Wuhan gewesen sind.

In der Hauptstadt Peking versuchen derweil ganze Wohnviertel, sich gegen Urlaubs-Rückkehrer aus Wuhan abzuschotten – teils mit selbstgebauten Barrikaden. Rückkehrer und Besucher werden bei der Ankunft minutiös ausgehorcht. Bei unbekannten Gesichtern oder Menschen, die mit Koffern unterwegs sind, bitte sie die Leute, sich in eine Liste einzutragen, sagt Mei, die in einem Wohnkomplex in Peking arbeitet und nur ihren Vornamen nennen will.

Wenn Wuhan-Reisende in ihre Wohnungen zurückkehren, werden sie zwei Wochen lang streng überwacht. Sobald sie wieder in ihren Häusern sind, „können sie nicht mehr ein- und ausgehen“, erklärt Xu Aimin von einer Einwohnergemeinschaft in Peking. Wenn die Rückkehrer Lebensmittel bräuchten, könne das Nachbarschaftskomitee die Einkäufe erledigen. Zu den Vorsichtsmaßnahmen gehören auch tägliche Telefonanrufe und Fiebermessungen.

Laut Xu haben Vertreter ihres Nachbarschaftskomitees, das einen Wohnkomplex mit mehr als 2400 Haushalten verwaltet, zudem an jeder Tür geklopft, um die Bewohner zu befragen. „Jeder soll zu einer Informationsquelle werden“, erklärt Xu. Wenn die Bewohner „ihrem Nachbarn nicht vertrauen, sollten sie umgehend anrufen“.

Wegen Coronavirus: Lufthansa streicht weitere Flüge nach China

15.28 Uhr: Die Lufthansa-Gruppe streicht wegen des Coronavirus weitere Flüge nach China. Die Maßnahme umfasst auch die Töchter Swiss und Austrian, wie der Dax-Konzern am Montag in Frankfurt mitteilte. Peking und Shanghai werden bis zum 28. Februar nicht mehr angeflogen, die übrigen Ziele Nanjing, Shenyang und Qingdao sogar bis zum Ende des Winterflugplans am 28. März. Zunächst hatte die Lufthansa nur die Flüge bis zum 9. Februar gestrichen. Die 19 wöchentlichen Verbindungen nach Hongkong werden hingegen weiterhin unverändert angeboten. Man beobachte die Situation weiterhin laufend und stehe mit den Behörden im Kontakt, teilte das Unternehmen noch mit.

22-jährige Deutsche aus Wuhan ausgeflogen: „Dort ist von Panik nichts zu spüren“

12.22 Uhr: Als eine der zurückgekehrten Deutschen aus China hat die Studentin Ann-Sophie Muxfeldt die Abläufe im Quarantäne-Block in Germersheim als „gut organisiert“ gelobt. „Jeder gibt sich Mühe, auch die Zimmer sind angenehm“, sagte die 22-Jährige telefonisch aus der Südpfalz-Kaserne der Deutschen Presse-Agentur.

„Alles läuft recht flüssig. Die Menschen sind nett zueinander.“ Trotz allem hoffe sie, dass sie nur zwei Wochen bleiben müsse. Muxfeldt war mit mehr als 100 Deutschen und deren Angehörigen am Samstag aus der besonders vom Corona-Virus betroffenen Stadt Wuhan zurückgekehrt.

Die junge Frau aus Bad Oldesloe (Schleswig-Holstein) studiert Technische Informatik in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern). Sie lebte seit September in Wuhan und wollte für zwei Auslandssemester bis Juli bleiben. „Mundschutz war Pflicht in China, und alle haben sich daran gehalten“, sagte Ann-Sophie Muxfeldt. Dass Wuhan besonders von der Lungenkrankheit betroffen sei, habe sie an den leeren Straßen gemerkt. „Aber es war zum Beispiel nichts von einer Panik zu spüren.“

Am ersten Tag in der Südpfalz-Kaserne habe sie am Sonntag etwa die Möglichkeit vermisst, herumzulaufen. „Man kann schon raus aus dem Gebäude, aber das abgesperrte Gebiet ist natürlich sehr begrenzt.“ Die Verpflegung sei gut. „Zum Frühstück gab es Obst und Brötchen, zum Mittagessen Reis und Chicken Curry, und zum Abendessen Kartoffelsuppe mit Würstchen.“ Ein Kiosk gebe Getränke und Snacks aus. „Ich denke, damit komme ich ganz gut zurecht“, sagte Muxfeldt.

Kreuzfahrtschiffe nehmen Passagiere nach China-Reisen nicht mehr an Bord

10.33 Uhr: Die internationalen Kreuzfahrt-Reedereien lassen künftig keine Passagiere oder Besatzungsmitglieder mehr an Bord, die in den vergangenen 14 Tagen auf dem chinesischen Festland unterwegs waren. Das teilte der internationale Kreuzfahrt-Verband CLIA am Montag in Hamburg mit. Zudem würden wegen des Coronavirus Reisen und Routen in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden und der Weltgesundheitsorganisation WHO gegebenenfalls umdisponiert, verändert oder gestrichen. Das liege in der Verantwortung der jeweiligen Reederei.

Die Kreuzfahrtgesellschaften Costa Crociere und MSC hatten wegen des Ausbruchs des Coronavirus bereits alle Kreuzfahrten abgesagt, die von chinesischen Häfen starten. MSC strich drei Anfang Februar geplante Kreuzfahrten ihres Schiffes „Splendida“ mit 6880 Plätzen von chinesischen Häfen in Richtung Japan, teilte die Reederei mit.

Die Kreuzfahrtbranche sei eine der erfahrensten Branchen, wenn es darum gehe, Gesundheitsbedingungen zu überwachen, heißt es in der CLIA-Mitteilung. Die Schiffe verfügten über die Ausrüstung und das medizinische Fachpersonal, um Passagiere im Krankheitsfall zügig zu behandeln und eine weitere Übertragung zu verhindern.

China bittet um Schutzausrüstung

10.07 Uhr: China braucht nach eigenen Angaben „dringend“ medizinische Schutzausrüstung, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu stoppen. „Was China momentan dringend braucht, sind Atemmasken, Schutzanzüge und Schutzbrillen“, sagte die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Hua Chunying, am Montag in Peking.

Nach Angaben des Industrieministeriums können chinesische Fabriken pro Tag nur rund 20 Millionen Atemmasken produzieren – bei voller Auslastung. In vielen Fabriken läuft die Produktion nach den Ferien zum chinesischen Neujahrsfest aber gerade erst wieder an.

Sorge um Coronavirus: Chinas Aktienmärkte stürzen um neun Prozent ab

07.10 Uhr: Sorgen um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus haben Chinas Aktienmärkte um rund neun Prozent absacken lassen. Die Börsen öffneten am Montag erstmals wieder nach den – wegen des massenhaften Ausbruchs der Lungenkrankheit verlängerten – Ferien zum chinesischen Neujahrsfest. Zum Handelsauftakt fiel der Shanghai Composite Index um 8,73 Prozent, während der Component Index im südchinesischen Shenzhen um 9,13 Prozent absackte.

Chinas Regierung versuchte das Finanzsystem zu stärken und die Auswirkungen der Epidemie abzufedern – unter anderem mit einer ungewöhnlich hohen Geldspritze. Die Zentralbank stellte den Geschäftsbanken am Montag 1,2 Billionen Yuan (rund 156 Milliarden Euro) Liquidität zur Verfügung. Die Maßnahme soll die Funktionalität des chinesischen Geldmarktes und Bankensystems sicherstellen.

Das Geld fließt im Rahmen sogenannter Repo-Geschäfte. Dabei hinterlegen Banken Wertpapiere als Sicherheiten. Laut dem Finanzdienst Bloomberg ist die Geldspritze die größte seit 2004. Weltweit hat die Ausbreitung des Virus den Börsen in den vergangenen Tagen gehörig zugesetzt.

China: Mehr Tote durch Coronavirus als bei Sars

Montag, 03. Februar, 03.36 Uhr: In China sind schon jetzt mehr Menschen durch das neuartige Coronavirus ums Leben gekommen als bei der Sars-Pandemie vor 17 Jahren. Die Gesundheitskommission in Peking meldete am Montag den bisher stärksten Anstieg der Infektionen und Todesfälle innerhalb eines Tages. An der Lungenkrankheit starben demnach erneut 57 Menschen. Damit stieg die Gesamtzahl auf 361 Tote – mehr als es 2002/2003 in der Volksrepublik durch das Schwere Akute Atemwegssyndrom (Sars) gegeben hatte. Weltweit waren damals allerdings 774 Tote zu beklagen gewesen.

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in China kletterte den Angaben zufolge erneut sprunghaft um 2829 auf 17.205 Fälle. Die Behörden sprachen zudem von mehr als 20.000 Verdachtsfällen.

Wissenschaftler schätzen Zahl der Infizierten auf mehr als 75.000

22.14 Uhr: Wissenschaftler der Universität Hongkong schätzten die Zahl der bis zum 25. Januar tatsächlich mit dem Coronavirus Infizierten allein in Wuhan auf 75.815. So das Ergebnis einer Studie, die am Freitag in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ erschienen ist. Demnach handelt es sich um eine Prognose der Ausbreitung. Die Wissenschaftler erläutern, dass sich die Zahl der Infizierten innerhalb von vier bis sechs Tagen verdopple. Sie berücksichtigten in ihrem Szenario alle getroffenen Schutz-Maßnahmen und die Auswirkungen der großstädtischen Quarantäne von Wuhan.

Die Wissenschaftler warnten zudem, dass große Städte anderer Länder mit einer engen Verkehrsanbindung nach China ebenfalls zu Epizentren von Ausbrüchen werden könnten, wenn nicht sofort Schutzmaßnahmen durchgeführt würden.

Virus-Krise: Chinas Zentralbank pumpt 1,2 Billionen Yuan in den Markt

19.37 Uhr: Chinas Notenbank stärkt das Finanzsystem des Landes in der Coronavirus-Krise mit einer ungewöhnlich hohen Geldspritze: Die Zentralbank stelle den Geschäftsbanken am Montag 1,2 Billionen Yuan (rund 156 Milliarden Euro) Liquidität zur Verfügung, kündigte das Institut am Sonntag an. Die Maßnahme solle die Funktionalität des chinesischen Geldmarktes und Bankensystems während der Epidemie sicherstellen, heißt es in der Mitteilung, die auf der Website der Notenbank veröffentlicht wurde.

Das Geld soll im Rahmen eines sogenannten Repo-Geschäfts fließen. Dabei hinterlegen Banken Wertpapiere als Sicherheiten. Laut dem Finanzdienst Bloomberg wäre die geplante Geldspritze die größte seit 2004.

Am Montag eröffnen die chinesischen Börsen nach dem Neujahrsfest wieder. Die Ausbreitung des Virus hatte den Börsen in den vergangenen Tagen weltweit gehörig zugesetzt.

Forscher in Rom isolieren Coronavirus

16.47 Uhr: Italienische Forscher haben nach Medienberichten das Coronavirus isoliert. „Das ist international eine wichtige Nachricht. Sie bedeutet, dass es mehr Möglichkeiten gibt, es zu verstehen und zu studieren, um es eindämmen zu können“, sagte der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza am Sonntag. Die Ergebnisse der Wissenschaftler vom nationalen Institut für Infektionskrankheiten Lazzaro Spallanzani in Rom würden der internationalen Gemeinschaft für weitere Forschungen zur Verfügung gestellt.

An dem Spezialinstitut in Rom werden auch Untersuchungen im Fall eines Corona-Verdachts in Italien durchgeführt. Es gibt in dem Mittelmeerland zwei bestätigte Fälle von chinesischen Touristen, die mit dem Virus aus ihrem Heimatland infiziert sind. Die Forscher selbst erläuterten nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa, sie hätten das Virus weniger als 48 Stunden nach der Diagnose für die beiden Patienten isolieren können. Australische Forscher hatten bereits vor einigen Tagen im Labor das Coronavirus nachgezüchtet.

Zwei Infizierte auf Isolierstation des Uniklinikums Frankfurt

Nach der Coronavirus-Diagnose bei zwei aus Wuhan ausgeflogenen Deutschen erwarten die Gesundheitsbehörden keine weiteren Infektionsfälle unter den Rückkehrern. Die 124 von der Luftwaffe nach Frankfurt ausgeflogenen Menschen hätten sich bis auf eine Ausnahme alle auf freiwilliger Basis auf den Virus testen lassen, sagte der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, René Gottschalk, am Sonntag in Frankfurt am Main. Eine Rückkehrerin habe sich noch nicht testen lassen, dies werde aber „nachgeholt“.

Nur zwei der Virentests seien positiv ausgefallen, bestätigte Gottschalk. Die beiden Patienten, die zuvor keinerlei Symptome gezeigt hätten, seien inzwischen auf die Isolierstation des Uniklinikums Frankfurt gebracht worden. Dass die infizierten Rückkehrer den Virus weitergegeben hätten, „kann ich ausschließen“, sagte Gottschalk. Er riet zur Gelassenheit: „Ich habe vor der Grippe deutlich mehr Angst als vor diesen Viren“, sagte er. Der Verlauf der Coronainfektionen sei in Europa „sehr milde“.

Thailand meldet erfolgreiche Coronavirus-Behandlung mit Medikamentencocktail

15.48 Uhr: Die thailändischen Behörden haben eine erfolgreiche Behandlung des neuartigen Coronavirus mit einem Cocktail aus Grippe- und HIV-Medikamenten gemeldet. Der Zustand einer mit dem Virus infizierten Frau aus China habe sich nach der Gabe des Medikamentencocktails dramatisch verbessert, berichtete das Gesundheitsministerium in Bangkok am Sonntag. Binnen 48 Stunden nach dem Beginn der Behandlung sei das Virus bei der Patientin nicht mehr nachweisbar gewesen, sagte der Mediziner Kriengsak Attipornwanich.

Die Ärzte gaben der Frau eine Kombination aus dem Grippe-Medikament Oseltamivir und den zur Behandlung von HIV eingesetzten antiviralen Wirkstoffen Lopinavir und Ritonavir. Nun solle der Medikamentencocktail im Labor weiter getestet werden, erklärte das Ministerium.

In Thailand wurden bislang 19 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen, dies ist nach Japan die zweithöchste Zahl von Fällen außerhalb Chinas. Acht der Patienten sind inzwischen geheilt, elf werden noch in Krankenhäusern behandelt.

Zalando empört mit Werbe-Mail

15.37 Uhr: „Keine Panik vorm Style-Virus“, gefolgt von einem zwinkernden Emoji – Screenshots einer Werbe-Mail, die der deutsche Online-Versandhändlers Zalando am Sonntag verschickt hatte, sorgen für Empörung in den sozialen Netzwerken. Viele verstehen den Werbeslogan als geschmacklose Anspielung auf den Corona-Virus. Ein Twitter-User schreibt: „Einfach widerlich und geschmacklos, wer kommt nur auf so einen Slogan?“. Eine andere Twitter-Userin kommentiert: „…wirklich Zalando? Einfach nur unverschämt und respektlos.“

Coronavirus kann sich auch über das Verdauungssystem verbreiten

15.30 Uhr: Wie Xinhua, die Nachrichtenagentur der chinesischen Regierung, mitteilt, kann sich das Coronavirus auch über das Verdauungssystem verbreiten. Wissenschaftler hatten festgestellt, dass einige Infizierte an Durchfall statt an Fieber litten. Sie fanden das Virus in Stuhlproben und Rektalabstrichen.

Malaysias Regierung widerspricht „Zombie“-Gerüchten zum Coronavirus

13.58 Uhr: Malaysias Regierung hat Gerüchten widersprochen, das derzeit grassierende Coronavirus verwandele Infizierte in Zombies. „Die Behauptung, mit dem Virus infizierte Personen würden sich wie Zombies verhalten, ist nicht wahr“, betonte das Gesundheitsministerium im Kurzmitteilungsdienst Twitter. „Patienten können wieder gesund werden.“ Zuvor hatten Nutzer im Internet eine Verbindung zwischen dem Coronavirus und „lebenden Toten“ hergestellt.

Auch Falschinformationen über angebliche Infektions- oder Totenzahlen durch das Virus waren in den vergangenen Tagen in Malaysia im Internet verbreitet worden. Bislang wurden sechs Verdächtige wegen der Verbreitung derartiger Gerüchte festgenommen. Ihnen drohen Geld- oder Gefängnisstrafen. Bis Sonntag wurden in Malaysia acht Krankheitsfälle wegen des neuartigen Coronavirus gezählt, bei allen Infizierten handelte es sich um Chinesen.

Zwei deutsche China-Rückkehrer positiv auf Coronavirus getestet

10.41 Uhr: Zwei der mehr als 100 deutschen China-Rückkehrer haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Das erklärte das Landratsamt des Kreises Germersheim am Sonntagmorgen. Der SWR hatte zuerst berichtet. Die beiden erkrankten Personen sollen nun in ein Krankenhaus kommen. Die China-Rückkehrer waren nach ihrer Ankunft in Deutschland in eine Kaserne in Germersheim (Rheinland-Pfalz) gebracht worden.

Jetzt kommt in China auch noch die Vogelgrippe zurück

10.03 Uhr: Nach dem Ausbruch des Corona-Virus sind in der chinesischen Provinz Hunan südwestlich von Wuhan jetzt auch wieder Fälle des Vogelgrippen-Virus H5N1 aufgetreten. Das melden die Nachrichtenagenturen Reuters und Bloomberg sowie chinesische Medien. Demnach seien auf einem Bauernhof bereits 4500 Hühner an dem Virus gestorben. Fälle, in denen sich Menschen infiziert haben, sind noch nicht bekannt. Auch in dem indischen Bundesstaat Chhattisgarh gab es in dieser Woche einen größeren Vogelgrippen-Alarm.

Ausgehverbot: Erstmals Stadt außerhalb betroffener Provinz Hubei stillgelegt

09.49 Uhr: Erstmals seit Ausbruch der Lungenkrankheit in China ist auch eine Millionenmetropole außerhalb der schwer betroffenen Provinz Hubei stillgelegt worden. Für die neun Millionen Bewohner von Wenzhou wird auch beschränkt, wie oft sie vor die Tür gehen dürfen. Jede Familie könne ein Mitglied auswählen, das alle zwei Tage zum Einkaufen könne, teilte die Stadtregierung am Sonntag mit. „Andere sollten grundsätzlich nicht das Haus verlassen.“ Wenzhou liegt mehr als 800 Kilometer östlich vom Ursprungsort der Epidemie in Wuhan.

Der öffentliche Nahverkehr wurde stillgelegt, ebenso der Überlandverkehr mit Bussen in andere Regionen. An 46 Bezahl- und Kontrollstellen der Zufahrtsstraßen zu der Metropole wurde der Straßenverkehr vorübergehend gesperrt. Nur neun bleiben geöffnet. Schulen und Universitäten bleiben vorerst geschlossen. Mit 661 Erkrankten hat die Provinz Zhejiang, in der Wenzhou liegt, nach der Provinz Hubei die zweithöchste Zahl von nachgewiesenen Virusfällen.

Ausnahmen von dem grundsätzlichen Ausgehverbot gelten nur für die medizinische Versorgung und Aufgaben zur Eindämmung und Vorbeugung gegen die Lungenkrankheit.

Chinas Zentralbank stützt Wirtschaft wegen Virus

09.29 Uhr: Die chinesische Zentralbank will die Wirtschaft des Landes mit Milliardensummen vor den Folgen des sich rasant ausbreitenden neuartigen Coronavirus schützen. Die Zentralbank erklärte am Sonntag, sie werde zur Öffnung der Finanzmärkte nach den verlängerten Neujahrsferien am Montag 1,2 Trillionen Yuan (156 Milliarden Euro) bereitstellen. Ziel sei es, das Bankensystem mit ausreichend Geld zu versorgen und den Devisenmarkt stabil zu halten.

Die insgesamt verfügbaren Mittel des Bankensystems lägen damit um 900 Milliarden Yuan über dem Vergleichswert vom Vorjahr, teilte die Zentralbank mit. Sie appellierte an die Finanzinstitute des Landes, unter anderem Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen ausreichend Kredite zur Verfügung zu stellen.

Philippinen melden ersten Coronavirus-Toten außerhalb Chinas

Sonntag, 2. Februar, 07.09 Uhr: An dem neuartigen Coronavirus 2019-nCoV ist nach offiziellen Angaben erstmals ein Mensch außerhalb Chinas gestorben. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Sonntag mitteilte, starb auf den Philippinen ein Chinese aus Wuhan, wo das Virus im Dezember erstmals bei Menschen aufgetreten war.

„Das ist der erste gemeldete Todesfall außerhalb Chinas“, sagte WHO-Vertreter Rabindra Abeyasinghe in Manila. Dabei müsse aber berücksichtigt werden, dass der Mann sich nicht auf den Philippinen angesteckt habe. „Dieser Patient kam vom Epizentrum dieses Ausbruchs“, betonte Abeyasinghe.

Der philippinische Gesundheitsminister Francisco Duque teilte mit, der Patient sei in einem Krankenhaus in Manila gestorben. Der Mann sei mit einer Chinesin ins Land gekommen, die ebenfalls positiv auf das Virus getestet worden sei. Sie erhole sich derzeit im Krankenhaus von der Infektion.

Kurz vor dem Vermelden des Todesfalls hatte die philippinische Regierung verfügt, aus China angereiste Ausländer ab sofort nicht mehr ins Land zu lassen.

In China starben nach Behördenangaben bereits 304 Patienten an der Atemwegserkrankung. Außerdem wurden landesweit mehr als 14.300 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt.

Das Virus hatte im Dezember in der zentralchinesischen Millionenmetropole Wuhan, der Hauptstadt von Hubei, seinen Ausgang genommen. Seitdem steigt die Zahl der Infizierten und der Todesopfer trotz massiver Sicherheitsvorkehrungen ungebremst. Außer aus China wurden mittlerweile aus mehr als 20 weiteren Staaten Infektionen gemeldet. In Deutschland gibt es acht 2019-nCoV-Patienten.

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