Diese Lebensmittel stärken die Knochen

Milchprodukte und grünes Gemüse unterstützen den Knochenaufbau. (Quelle: piotr_malczyk/Getty Images)
„Trink Milch, damit du starke Knochen bekommst“, lautet eine bekannte Ernährungsweisheit. Dabei ist längst bewiesen, dass nicht nur Kalzium, sondern auch andere Faktoren die Knochendichte beeinflussen und somit vor Osteoporose schützen. Wir sagen, was die Knochen stark macht und welche Lebensmittel dabei helfen.

Poröse Knochen: Osteoporose (Knochenschwund) ist eine Stoffwechselerkrankung der Knochen, bei der Knochengewebe porös wird. Die Betroffenen können im Extremfall pro Jahr bis zu sechs Prozent ihrer ursprünglichen Knochenmasse verlieren. In Deutschland leidet etwa jeder Vierte über 50-Jährige an Osteoporose. Vorwiegend betroffen sind ältere Menschen und Frauen in der Menopause, doch auch Männer und jüngere Menschen kann es treffen. 

Bewegung schafft starke, stabile Knochen

Unser Skelett besteht zum großen Teil aus Kalzium. Dabei ist die Knochenmasse kein totes Gewebe, Knochensubstanz wird das ganze Leben lang im Körper auf- und abgebaut.

Wie hart die Stützen unseres Körpers werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. So gilt regelmäßige Bewegung als die wichtigste Maßnahme, um dem krankhaften Abbau der Knochensubstanz im Körper vorzubeugen. Der Grund: Die Belastungen regen den Knochenstoffwechsel im Körper an.

Mineralstoffe und Vitamine: Milchprodukte und Käse

Bei der Ernährung gelten Kalzium, Vitamin D und Vitamin K als die wichtigsten Nährstoffe für den Knochenstoffwechsel. Nur wer in jungen Jahren genügend Kalzium zu sich nimmt, kann in seinem Körper stabile Knochen aufbauen.

„Milchprodukte, vor allem Käse, sind sehr gute Kalziumlieferanten“, sagt Ernährungswissenschaftlerin Dr. Gisela Olias vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam-Rehbrücke.

Risikofaktoren für Osteoporose: Im Alter steigt das Risiko, an Osteoporose zu erkranken. Je älter ein Mensch wird, desto schwieriger ist es für den Körper, Mineralstoffe zu speichern und diese in ausreichender Menge dem Skelett zur Verfügung zu stellen. Auf- und Abbauprozesse im Körper laufen stark verlangsamt ab. Grundsätzlich haben Frauen ein höheres Risiko für Knochenschwund als Männer. Schuld daran ist der Mangel an weiblichen Geschlechtshormonen (Östrogenen), der vor allem nach den Wechseljahren auftritt.

Milch und Joghurt fördern die Knochendichte

Laut einer aktuellen Studie können Milchprodukte in der Kindheit die Knochendichte erhöhen, sodass man auch im Erwachsenenalter noch davon profitiert. Kinderärzte raten zu kleinen Milchbeilagen wie beispielsweise Trinkmilch oder Joghurt.

„Diese Ernährung sollte allerdings während der Kindheit überwiegen, um wirklich einen langfristigen Effekt zu erzielen. Wenige Jahre reichen dabei nicht aus“, sagt die Kinder- und Jugendärztin Dr. Monika Niehaus. Aber auch Mineralwasser mit mehr als 150 mg Kalzium pro Liter, grüne Gemüsesorten wie Grünkohl und Spinat sowie Nüsse und Sesamsamen bringen viel Kalzium auf den Teller.  Künstliche Mineralstoffe wie Kalziumpräparate in Pillenform hingegen scheinen die Knochen kaum zu stärken, zeigt eine australische Studie.

Vitamin D: Sonnenlicht stärkt die Knochen

„Vitamin D spielt für die Aufnahme des Kalziums in die Knochen eine wichtige Rolle“, sagt Olias. Da Vitamin D durch die Einstrahlung der Sonne in der Haut gebildet hat, reicht es nach Angaben der Expertin, im Sommer eine halbe Stunde pro Tag an die Luft zu gehen, im Winter etwa eine Stunde.

Ältere Menschen oder solche, die keine Möglichkeit dazu haben, sollten über das Essen Vitamin D aufnehmen. Die besten Lieferanten dafür sind Fettfische wie Lachs, Makrele oder Thunfisch sowie Hühnereier. Säuglingen und Senioren werden auch häufig Vitamin-D-Präparate verschrieben.

Osteoporose vorbeugen: Vorsicht vor Kalziumräubern

Während die Vitamine D und K die Kalziumaufnahme in die Knochen fördern, kann die Aufnahme von bestimmten Ballaststoffen, Salz oder Koffein den Knochenaufbau bremsen.

Um einem frühzeitigen Knochenabbau vorzubeugen, würzen Sie Ihr Essen am besten nur sparsam mit Salz und verwenden Sie stattdessen reichlich Kräuter. Schwarzer Tee und Kaffee enthalten gleich mehrere Inhaltsstoffe, die den Knochenaufbau bremsen und sollten daher nur sparsam genossen werden.

Auch Nahrungsmittel mit Oxalsäure sind zu vermeiden. Denn Oxalsäure bildet in Verbindung mit Kalzium unlösliche Komplexe, die über den Darm ausgeschieden werden und die Aufnahme von Kalzium verhindern. Lebensmittel, die viel Oxalsäure enthalten, sind zum Beispiel rote Beete, Schokolade oder  Rhabarber.

Starke Knochen brauchen Magnesium

Doch nicht nur Kalzium und Vitamin D sind wichtig für den Knochenaufbau, sondern auch eine gute Versorgung mit Magnesium. Etwa 60 Prozent des Magnesiums in unserem Körper befinden sich in den Knochen. Dort hilft es, den Knochenstoffwechsel zu regeln. Besonders viel Magnesium enthalten Nüsse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte. Beim Gemüse sind Spinat und Kohlrabi die Spitzenreiter auf der Magnesium-Hitliste, beim Obst Bananen und Himbeeren.

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