E-Highway: Scania liefert ersten O-Lkw nach Schleswig-Holstein

O-Lkw für die Spedition Bode: täglicher Pendeleinsatz auf der A1 O-Lkw für die Spedition Bode: täglicher Pendeleinsatz auf der A1 (Bild: Scania)
Der Feldversuch E-Highway Schleswig-Holstein kann starten: Der schwedische Lkw-Hersteller Scania hat den ersten Sattelschlepper mit Stromabnehmer an die Spedition Bode übergeben. Das in Reinfeld bei Lübeck ansässige Unternehmen ist der einzige Partner in dem Schleswig-Holsteinischen Pilotprojekt.

Der im Rot des Unternehmens lackierte Sattelschlepper hat einen konventionellen Dieselmotor und einen elektrischen Antriebsstrang. Auf Strecken mit einer Oberleitung fährt der Oberleitungs-Lkw (O-Lkw) elektrisch. Außerdem lädt er seinen Akku. Verlässt der O-Lkw diese Strecken, wird auf Akkubetrieb umgeschaltet. Allerdings ist der Akku vergleichsweise klein und bietet nur wenig Reichweite. Wenn er leer ist, springt der Dieselmotor an. Wenn das Oberleitungssystem mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen gespeist wird, könnte der Schadstoffausstoß des Lkw um 95 Prozent gesenkt werden.

Für den Feldtest wurde ein rund fünf Kilometer langer Autobahnabschnitt zwischen der Anschlussstelle Reinfeld und dem Autobahnkreuz Lübeck in beiden Fahrtrichtungen mit Oberleitungen ausgestattet. Bei einer Testfahrt Anfang des Monats wurde das System abgenommen.

Mit der Auslieferung des ersten O-Lkw kann der Betrieb auf der Teststrecke starten. Im Laufe der kommenden Monate wird Scania vier Fahrzeuge an Bode ausliefern. Sie werden im täglichen Pendelbetrieb auf der Teststrecke auf der A1 unterwegs sein. Das Projekt läuft bis Ende des Jahres 2022.

Der Projektstart in Schleswig-Holstein war für Mitte des Jahres geplant. Er verzögerte sich jedoch, weil an über 250 Masten technische Mängel festgestellt wurden. Diese mussten erst beseitigt werden. Zudem hat Scania Lieferschwierigkeiten bei den O-Lkw.

Neben der Teststrecke in Schleswig-Holstein gibt noch zwei weitere in Deutschland: Der E-Highway in Hessen auf der Autobahn A5 zwischen den Anschlussstellen Langen/Mörfelden und Darmstadt/Weiterstadt wurde Ende vergangenen Jahres fertiggestellt. Offizieller Start war im Mai dieses Jahres. Ein weiteres Projekt in Baden-Württemberg auf der Bundesstraße 462 bei Rastatt nahe Karlsruhe ist in Planung. Ein Pilotprojekt in Mittelschweden läuft seit 2016.

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