Ein 3D-GPS für die virtuelle Welt


Augmented Reality entwickelt sich in vielen Branchen zur innovationstreibenden Technik. Gerade bei der Interaktion zwischen Mensch und Maschine kann AR den entscheidenden Vorteil bringen.

Wachstumsmarkt AR und VR

Enormes Wachstum: Dem weltweiten Markt für AR und VR wird eine Steigerung auf über 200 Milliarden Dollar bis 2022 prophezeit.

(Quelle: Statista / IDC, *Prognose )

Die nächste disruptive Technologie, die – ähnlich wie das Internet vor über 20 Jahren – von der Nutzung der Medien über die Kommunikation bis hin zu Produktion und Vertrieb alles auf den Kopf stellen wird, ist nach Ansicht vieler Experten Augmented Reality (AR). Im Gegensatz zu Virtual Reality (VR) entzieht AR dem Nutzer nicht die reale Welt, sondern reichert sie vielmehr an.

Das Interesse am Markt wächst stetig, ebenso die Zahl erfolgreicher Anwendungen von AR in Unternehmen. „Wir stehen noch ganz am Anfang, aber das Bewusstsein ist da. Das merken wir an der großen Zahl der Anfragen“, meint Thomas Winzer, CEO des IT-Systemhauses Inosoft mit Sitz in Marburg. Auch viele Hersteller von AR-Brillen bestätigen, dass das Interesse an der Technik auf immer mehr Branchen übergreift. Für Systemhäuser ist Augmented Reality ein interessantes Geschäftsmodell, wenn sie die notwendige Geduld und Ausdauer mitbringen. Es bedarf nämlich einer Vorlaufzeit, um die entsprechenden technologischen Fähigkeiten zu erlangen. „Die nötigen Skills und Kompetenzen zu entwickeln, hat etwas mehr als ein Jahr gedauert. Dann haben wir erste Anwendungen entwickelt“, berichtet Winzer. „2016 haben wir angefangen, uns im Rahmen unseres internen Experimentierraums – der Spielwiese – mit der Technologie zu beschäftigen.“

Diese Zeitspanne zugrunde gelegt, könnte 2019 das Jahr werden, in dem Augmented Reality der Durchbruch gelingt. Denn das ARKit von Apple und Googles ARCore erschienen Ende 2017. Entwickler und Start-ups hatten also Zeit, um der Technologie Herr zu werden und das Verhalten des Marktes abzuschätzen. Die Produktion sinnvoller Unternehmens-Applikationen kann beginnen. „Unsere AR-Kompetenz ist inzwischen das dritte Standbein neben IT-Beratung und der Entwicklung kundenspezifischer Lösungen“, freut sich Winzer.

Scott Montgomerie, CEO des AR-Lösungsanbieters Scope AR, merkt an: „Die Entwicklung von AR-Apps erfordert ein völlig neues Denken. So wie die Benutzerfreundlichkeit des iPhones einen Übergang von der Eingabe per Maus und Tastatur zum Touchscreen erforderte, werden AR-Erfahrungen eine völlig neue Art der Interaktion hervorbringen.“



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