Elektroauto: Der Streetscooter fährt und lädt schneller


Mehr Platz, schneller laden: Die Deutsche Post hat ihren Elektrolieferwagen überarbeitet. Äußerlich haben sich Work und Work L nicht sehr verändert. Doch sie können mehr Nutzlast transportieren und sollen den Fahrern mehr Komfort bieten.

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Der Work und der etwas längere Work L können in der neue Version mit über einer Tonne beladen werden – beim Work L sind das rund 100 Kilogramm mehr als bisher, beim Work über 300 Kilogramm. Auf die Ladefläche des Work L passen laut Hersteller jetzt vier Europaletten.

Vor einiger Zeit hatten sich die Fahrer der Post über mangelnden Komfort beschwert. Unter anderem sei es im Winter kalt. Streetscooter-Entwickler Achim Kampker wies die Kritik zwar im Gespräch mit Golem.de zurück. Doch der neue Streetscooter hat serienmäßig Klimaautomatik und Sitzheizung für beide Insassen. Hinzu kommen ein schlüsselloses System zum Schließen und Starten, elektrisch verstellbare und beheizte Außenspiegel sowie ein Infotainmentsystem.

Das Fahrzeug stand zudem wegen der mangelnden Reichweite in der Kritik. Hier hat sich nichts geändert. Voll beladen soll das Fahrzeug wie bisher 160 Kilometer schaffen. Allerdings arbeitet Streetscooter nach eigenen Angaben an einer Version mit Brennstoffzellenantrieb, die eine höhere Reichweite bieten soll.

Verbessert wurde allerdings die Ladeleistung. Die 40 Kilowattstunden fassenden Akkus können künftig mit einer Leistung von 11 Kilowatt geladen werden. Nach rund fünf Stunden soll der Akku zu 80 Prozent geladen sein. Zudem fährt das Auto schneller: Die neue Version schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde. Der Vorgänger fährt 85 Kilometern pro Stunde.

Der neue Work kostet knapp 39.000 Euro. Den Streetscooter in der Version Work L mit längerem Radstand und Laderaum-Box gibt es für knapp 48.000 Euro. Noch macht die Post jedoch Verlust mit ihrem Elektroauto. Es machten sogar Gerüchte die Runde, die Post wolle das Aachener Unternehmen, das sie 2016 übernommen hat, wieder verkaufen. Das verneint Streetscooter-Chef Jörg Sommer jedoch: „Einen Verkauf wird es nicht geben“, sagte er der Tageszeitung Die Welt.

Streetscooter plant einen elektrischen Lieferwagen auf der Basis des Work L für den chinesischen Markt. Dafür will die Post-Tochter ein Joint Venture mit dem chinesischen Automobilhersteller Cherry gründen. Die Post will die Streetscooter künftig bei Pilotprojekten in den USA einsetzen. Zudem hat das japanische Logistikunternehmen Yamato eine größere Anzahl der Elektrolieferwagen bestellt. Die ersten Fahrzeuge sollen noch in diesem Jahr ausgeliefert werden.



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