Führerschein umtauschen: Diese Fristen müssen Sie jetzt beachten


Im Bundesrat werden zurzeit die Umtauschfristen für alte Führerschein diskutiert, die vor dem 19.1. 2013 ausgestellt wurden. Konkret geht es um ca. 15 Millionen bis 31.12.1998 ausgestellte (Papier-)Führerscheine sowie um weitere ca. 28 Millionen seit dem 1.1.1999 bis 18.1.2013 ausgegebene Scheckkartenführerscheine, die umgetauscht werden müssen. „Da ein Antrag auf den Umtausch des Führerscheins nur persönlich gestellt werden kann, muss auch im Interesse der Bürger sichergestellt werden, dass der Umtausch für den einzelnen ohne längere Wartezeiten möglich ist“, teilt der ADAC mit. Wer ist betroffen – und wann? FOCUS Online bringt Sie auf den aktuellen Stand.

1. Warum müssen überhaupt Führerscheine umgetauscht werden?

Deutschland muss eine EU-Richtlinie umsetzen, die den Umtausch vorsieht. Die Gründe für diese Richtlinie: Das Verkehrsrecht und Fahrerlaubnisrecht sollen harmonisiert und zentralisiert werden. Zudem soll es fälschungssichere Dokumente geben. Alle Führerscheine werden in einer EU-Datenbank erfasst. Was mit den Daten sonst noch geplant ist, bleibt unklar.

2. Welche Führerscheine müssen umgetauscht werden?

Alle, die vor dem 19.1.2013 ausgestellt wurden.

3. Mein Führerschein ist unbegrenzt gültig. Bleibt das so?

Nein, das wird durch die EU-Zentralisierung gekippt. „Die Pkw- und Motorradklassen werden im neuen Führerscheindokument auf 15 Jahre befristet“, teilt der ADAC mit.

4. Wann muss ich meinen Führerschein umtauschen?

Nach dem bisherigen Regelungsentwurf gibt es zwei verschiedene Fristen-Regelungen (siehe Tabellen), die jeweils nach Geburtsjahr des Führerscheinbesitzers gestaffelt sind.

Führerscheine, die bis einschließlich 31. Dezember 1998 ausgestellt worden sind

Führerscheine, die ab 1. Januar 1999 ausgestellt worden sind

5. Was kostet mich der Umtausch?

Die Gebühr soll bei jedem Umtausch 25 Euro betragen. Dazu kommen Kosten für ein Passfoto.

6. Was brauche ich für die Umschreibung?

Der ADAC teilt mit: „Sie brauchen Personalausweis oder Reisepass, ein biometrisches Passfoto und den aktuellen Führerschein. Wurde der alte (rosa oder graue) Führerschein nicht von der Behörde Ihres aktuellen Wohnsitzes ausgestellt, dann benötigen Sie außerdem eine sogenannte Karteikartenabschrift der Behörde, die den Führerschein ursprünglich ausgestellt hat.“

7. Was passiert, wenn ich den Führerschein nicht umtausche und erwischt werde?

Zunächst ist ein Verwarngeld in Höhe von 10 Euro vorgesehen.

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