Golf 8 – VW verspricht problemlosen Start noch 2019



Der Golf ist immer noch das wichtigste Auto für VW. Er ist Namensgeber einer Fahrzeugklasse und wurde bisher in 45 Jahren etwa 35 Millionen Mal verkauft. Nachdem der Dieselskandal dem Konzern mächtig zugesetzt hat, darf es beim Start des nächsten Golfs keine Panne geben.

Nach Gerüchten über Probleme in der Software und Verzögerungen beim Golf 8 stellt VW nun klar: „Wir sind im Plan“ sagte Vorstand Frank Welsch und lud ins Entwicklungslabor ein. Sein Versprechen: Es wird keinen Start mit einer abgespeckten Version geben, das Auto soll voll konfigurierbar sein, sobald man es bestellen kann.

Die Außenabmessungen des neun Golf werden sich kaum vom aktuellen Modell unterscheiden.  Das Motto der achten Generation lautet „Infotainment und Konnektivität“. Das ist für VW anspruchsvoll, für den Interessenten aber doch unter den Erwartungen. Für ihn stehen andere Fragen im Vordergrund. Etwa: Wann kommt eine preiswerte E-Version mit einer praxisgerechten Reichweite? Wann gibt es einen autonom fahrenden Golf? Gegen diese Schicksalsfragen fällt ein neuartiges Bedienkonzept etwas ab.

Modernes Bedienkonzept

Die Bedienung des neuen Golfs wird von der Grafik dominiert: Auf dem Bildschirm erscheint ein Auto, tippt man vor den Bug in den Radarkegel, wechselt man sofort in das Untermenü des Tempomaten, um die Geschwindigkeit einzustellen. Knöpfe und Schalter werden fast komplett aus dem Cockpit verbannt. Dem Fahrer wird ein Umdenken abverlangt. Die Bedienoberfläche erinnert an den Bildschirmaufbau eines Smartphones mit kachelförmigen Apps, die hin und her geschoben werden können. Die Instrumente werden digital dargestellt. Software-Updates sollen online aufgespielt werden.

Der Golf 8 wird natürlich weitere Features haben. Darunter einen digitalen Schlüssel, ein Head-up-Display, das die Windschutzscheibe nutzt, verbesserte autonome Fahrfunktionen (Travel Assist 2.0) mit einem vorausschauenden Tempomaten. Außerdem eine digitale Automatik, bei der der Hebel nicht mit der Hand eingelegt werden muss. Der Parkassistent kann dann selbstständig rangieren, der Fahrer muss nicht mehr vom Rückwärts- in den Vorwärtsgang schalten. Der Golf demokratisiert hier technische Errungenschaften aus der Oberklasse für den Normalkunden. Das alles sind Stufen, die genommen werden müssen, bevor es ein autonom fahrendes Auto geben wird.

Start noch 2019

Hatte ein Auto im Jahr 2010 noch rund zehn Millionen Software Codezeilen, sind es beim aktuellen Golf 100 Millionen. Daher arbeiten jetzt auch rund 1500 Ingenieure und Techniker daran, Softwarefehler aufzuspüren.

Noch in diesem Jahr wird laut VW der erste Kunde sein komplett individuell konfiguriertes Auto bekommen. Zu Beginn bringt VW den Golf 8 mit einem 2.0 TDI Diesel, einem 1.5 TSI Benziner und einem Hybrid – ebenfalls mit dem 1.5 TSI.



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