Grippe-Welle: Zahl der Grippefälle steigt weiter – bereits 49 Todesfälle


Die Grippewelle rollt über Deutschland: Die Zahl der Influenza-Erkrankten nimmt immer stärker zu, es wurden bereits erste Todesfälle gemeldet. Erfahren Sie mehr im News-Ticker von FOCUS Online.

Zahl der Grippefälle in Deutschland steigt

Donnerstag, 7. Februar, 18.15 Uhr: Die Zahl der Grippefälle in Deutschland ist deutlich gestiegen. In der vergangenen Woche wurden rund 9200 im Labor bestätigte Influenzainfektionen gemeldet, wie die Arbeitsgemeinschaft Influenza am Donnerstag in ihrem aktuellen Wochenbericht schrieb. Das waren rund doppelt so viele wie in der Vorwoche.

Seit Oktober wurden damit bislang insgesamt 20.100 bestätigte Grippefälle und 49 Todesfälle gemeldet. Die Dunkelziffer dürfte noch höher liegen, weil nicht jede Grippe beim Arzt abgeklärt wird. Wie stark die aktuelle Grippewelle ausfallen wird, ist schwer vorhersehbar.

Die Grippesaison im vergangenen Winter fiel außergewöhnlich stark aus. Insgesamt wurden in der Saison 2017/18 in Deutschland rund 334.000 im Labor bestätigte Grippeerkrankungen registriert.

Für eine Grippeschutzimpfung ist es nach Angaben der Krankenkasse Barmer noch nicht zu spät. Nach der Spritze dauert es allerdings etwa zwei Wochen, bis der Impfschutz aufgebaut sei. Danach sei das Risiko einer Influenza deutlich geringer, wenngleich nicht völlig ausgeschlossen.

In diesem Winter erfolgt die Grippeschutzimpfung mit einem Vierfachimpfstoff. Das Robert-Koch-Institut rät insbesondere Menschen über 60 Jahren, Schwangeren, chronisch Kranken und medizinischem Personal zu einer Grippeimpfung.

Grippewelle in Deutschland angekommen

Mittwoch, 6. Februar, 15.35 Uhr: Seit Beginn der Grippe-Saison erkrankten 10.670 Menschen nachweislich an einer Influenza-Infektion. Die Dunkelziffer könnte höher sein. 27 Grippe-Kranke sind bis Kalenderwoche Ende Januar in Deutschland gestorben, das meldet das Robert-Koch-Institut.

Die weitere Entwicklung lasse sich laut des Gesundheitsministeriums Niedersachsens nicht vorhersagen. Nach der ungewöhnlich starken Grippewelle 2017/2018 haben sich in dieser Saison mehr Menschen impfen lassen. Aktuell sprechen die Länder von einem milderen Verlauf als im Vorjahr.

Bei der Zahl der Erkrankungen gibt es aber regionale Unterschiede – drei Beispiele machen die deutlich:

Baden-Württemberg

Die Zahl der Influenzafälle ist im vergangenen Monat rasant gestiegen. Das geht aus aktuellen Zahlen des Landesgesundheitsamts in Stuttgart hervor. Demnach erkrankten seit vergangenen Oktober knapp 2500 Menschen an der Grippe, davon mehr als 2000 in den vergangenen vier Wochen. In der Grippesaison 2017/18 zählte man im gleichen Zeitraum dagegen bereits 4756 Influenzafälle, fast doppelt so viele.

In dieser Saison wurden dem Landesgesundheitsamt zwölf Grippe-Tote gemeldet.

Niedersachsen

In der vergangenen Woche wurden 396 laborbestätigte Influenzafälle dem Landesgesundheitsamt in Hannover übermittelt. Bisher starben vier an Grippe erkrankte Patienten. Die Lage sei mit der vorigen Saison vergleichbar, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Mittwoch.

Seit Beginn der Saison wurden insgesamt 879 bestätigte Grippefälle gemeldet. Der Anteil der positiv auf Influenza getesteten Proben stieg auf 34 Prozent. Von einer Grippewelle wird ab einer Positivrate von 20 Prozent gesprochen.

In den Kitas fehlen derzeit zudem mehr als 17 Prozent der Mädchen und Jungen wegen akuter Atemwegserkrankungen. Der Westen und Südosten Niedersachsens sei besonders betroffen, im Norden gebe es weniger Erkrankungen, sagte der Sprecher.

Mecklenburg-Vorpommern

Die Zahl der Grippefälle in Mecklenburg-Vorpommern hat in der vergangenen Woche weiter zugenommen. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagius) am Mittwoch in Rostock berichtete, wurden vom 28. Januar bis zum 3. Februar landesweit 327 Influenza-Neuinfektionen gemeldet. In der Woche zuvor waren es inklusive Nachmeldungen 218 Erkrankungen.

Todesfälle im Norden sind aktuell nicht bekannt.

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