Hapag-Lloyd setzt künftig auf schwefelarmes Öl | ZEIT ONLINE


Der Schifffahrtskonzern Hapag-Lloyd
will ab Juli 2020 nur noch schwefelarmes Marine-Gasöl verwenden. Wie das Unternehmen ankündigte, sollen so die Emissionen seiner
Schiffsflotte deutlich verringert werden. Demnach würden durch den
schadstoffärmeren Treibstoff die Schwefelemissionen um 80 Prozent reduziert. Zudem gebe es 30 Prozent weniger Ruß und Feinstaub.

Der Geschäftsführer von Hapag-Lloyd, Karl J. Pojer, nannte den Verzicht auf Schweröl „einen bedeutenden Schritt für umweltbewusstes Reisen“. Anfang des Jahres hatte das Unternehmen bereits mitgeteilt, in seiner Expeditionsflotte
künftig auf Schweröl zu verzichten. Zudem sollen alle neu gebauten Schiffe
Landstrom nutzen können, um in den Häfen Abgase einzusparen, und mit Katalysatoren ausgestattet sein, die die
Emission von Stickoxiden reduzieren.

Der Naturschutzbund (Nabu) begrüßte die Ankündigung. „Die Entscheidung von Hapag-Lloyd Cruises, künftig komplett
auf das giftige Schweröl zu verzichten, ist eine richtige und wichtige
Entscheidung“, hieß es in einer Nabu-Mitteilung. Demnach sei Schweröl immer noch
eine große Bedrohung für marine Ökosysteme und unsere Küsten und müsse so
schnell wie möglich von den Weltmeeren verschwinden. Der Umweltverband
forderte auch andere Kreuzfahrtanbieter auf, auf Schweröl zu verzichten.

Gerade
die Kreuzfahrtbranche wird für ihre hohen Emissionen kritisiert, die durch
die Verwendung von Schweröl in Schiffsmotoren entstehen. Reedereien setzen deswegen
zunehmend
auf schadstoffarme Schweröle oder Flüssiggas und andere Umweltschutzmaßnahmen.



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