In Whitneys Schatten: Promi-Geburtstag vom 5. Februar 2019: Bobby Brown



Musikalisch schienen die Weichen für Bobby Brown gestellt: Als kleiner Junge faszinierte ihn James Brown, nach ersten Erfolgen wurde er mit seinem Idol Michael Jackson verglichen.

Aber seine Ehe mit Sängerin Whitney Houston und der Tod seiner Tochter Bobbi Kristina machten ihn zur Zielscheibe für die Klatschpresse. Heute wird der Sänger 50 Jahre alt. Aus dem Schatten unschöner Schlagzeilen hat er nie mehr ganz heraustreten können.

Der in Boston geborene Robert «Bobby» Brown fügte sich zunächst gut in den R&B-Geschmack der 1980er und frühen 90er Jahre. Mit nur zwölf Jahren gründete er mit vier Freunden die Gruppe New Edition, die nach dem Debüt «Candy Girl» bald einen Plattenvertrag ergatterte. Doch das Label MCA machte ihn nicht reich: «Ich bekam nur 500 Dollar und einen Videorekorder», klagte Brown später. 1986 verließ er die Gruppe, um musikalisch seinen eigenen Weg einzuschlagen.

«Don’t Be Cruel» hieß das Album, dessen gleichnamige Single Brown zusammen mit dem Titel «My Prerogative» einen kräftigen Schub verpasste. Sieben Millionen verkaufte Alben und ein Titelsong für den Film «Ghostbusters II» später war Bobby Brown endgültig ein Star. New Jack Swing hieß das neue Genre, bei dem Elemente aus R&B und Hip-Hop miteinander verschmelzen. Brown bediente es, als Michael Jackson mit dem Album «Dangerous» in dieselbe Kerbe schlug.

Browns Höhenflug endete fast zeitgleich zur Ehe mit Whitney Houston im Jahr 1992. Anzüglicher Konzert-Auftritt, Rauferei im Club, Trunkenheit am Steuer, Drogenkonsum – mit jedem Vorfall und jedem Ärger mit der Polizei machte der Sänger Bobby Brown ein Stückchen mehr Platz für Party-Bobby, dessen Exzesse ein gefundenes Fressen für die Klatschpresse waren. Berichte über Seitensprünge und häusliche Gewalt legten einen dunklen Schleier über das Promi-Paar.

Nur ein Album («Forever») veröffentlichte Brown während seiner 15 Jahren Ehe mit Houston. Es floppte. Houston war nach ihren Hits «I Wanna Dance With Somebody (Who Loves Me)», «Exhale (Shoop Shoop)» und «I Will Always Love You» dagegen endgültig im Mainstream angekommen. Nach der Scheidung im Jahr 2007 packte sie im Interview mit Oprah Winfrey darüber aus, wie Brown sie während der Ehe kontrolliert und in einem Vorfall angeblich sogar bespuckt habe.

Mit New Edition und deren Album «Home Again» gelang Brown noch ein kurzlebiges Comeback. Doch als Houston 2012 leblos in einer Badewanne aufgefunden wurde, holte ihn die turbulente Beziehung wieder ein. Die gemeinsame Tochter der beiden, Bobbi Kristina Brown, wurde fast genau drei Jahre später ebenfalls tot in einer Badewanne mit dem Gesicht nach unten entdeckt. Sie war 22 Jahre alt.

Wirklich lösen konnte Brown sich von dieser tragischen Vergangenheit seitdem nicht. Bobbi Kristinas Freund Nick Gordon wurde in einem Zivilprozess für ihren Tod verantwortlich gemacht und zu Zahlung von Schadenersatz über 36 Millionen Dollar (32 Mio Euro) verurteilt. Gerechtigkeit sei deshalb aber noch nicht eingekehrt, sagte Brown dem «Rolling Stone» vergangenes Jahr. Gordon sei ja noch auf freiem Fuß.

Was Houston angeht, scheint Brown – er ist erneut verheiratet und hat insgesamt sechs Kinder – ein wenig Frieden gefunden zu haben. «Sie war eine großartige Frau», sagte er dem «Rolling Stone». Im Hit «My Prerogative» hatte er gesungen: «Alle reden so viel Zeug über mich / Warum lassen sie mich nicht einfach leben / Ich brauche keine Erlaubnis / Um eigene Entscheidungen zu treffen.»

Aber das Interesse reißt offenbar nicht ab: Erst 2018 lief beim Sender BET ein Dreiteiler über sein Leben. Der Trailer spielt an auf Browns Leben als Star, Seitensprünge und ganz viel Kokain.



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