Israelische Armee zieht sich aus dem Al-Schifa-Krankenhaus zurück: Offensive beendet

Nachdem die israelische Armee ihre Offensive im Al-Schifa-Krankenhaus im Gaza-Streifen beendet hat, zog sie ihre Soldaten zurück. Dabei wurden mehr als 200 Kämpfer der Hamas und anderer extremistischer Gruppen getötet. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lobte den Militäreinsatz als Erfolg, dennoch gibt es Proteste gegen die Regierung in Jerusalem. Demonstranten fordern den Rücktritt der Regierung, eine Neuwahl und die Freilassung von Geiseln. Die Gespräche über ein Geisel-Abkommen und eine Feuerpause zwischen Israel und der Hamas gestalten sich schwierig. Zudem sorgt der Streit um die Wehrpflicht für ultraorthodoxe Juden in Israel für Unruhe. Die israelische Polizei hat die Schwester des Hamas-Chefs festgenommen, die der Unterstützung von Terroranschlägen beschuldigt wird. Schiffe mit Hilfsgütern für die Bevölkerung im Gaza-Streifen werden erwartet, da die Zivilisten unter den Folgen des Krieges leiden.

Israel zieht Soldaten aus Schifa-Spital in Gaza zurück

Israelische Truppen haben sich aus dem Schifa-Krankenhaus in Gaza-Stadt zurückgezogen. Hunderte Menschen seien nach dem Abzug am Montagmorgen in das Spital zurückgekehrt. Unsere Nahost-Korrespondentin Christine Kensche berichtet aus Tel Aviv.

Der Anti-Terror-Einsatz in der Al-Schifa-Klinik ist beendet

Nach zweiwöchigen Gefechten hat die israelische Armee ihren groß angelegten Anti-Terror-Einsatz in der größten Klinik im Gaza-Streifen beendet. Dabei seien mehr als 200 Kämpfer der islamistischen Hamas und andere Extremisten getötet worden, sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Hunderte weitere hätten sich ergeben. Die israelische Armeeführung gab weiterhin bekannt Waffen sowie Geheimdienstdokumente beschlagnahmt zu haben. Unter dem Krankenhaus vermutete Israel eine Zentrale der Hamas.

Proteste gegen Netanjahu in Jerusalem

Netanjahu lobte den Militäreinsatz in der Klinik als Erfolg. Doch bekommt der konservative Politiker fast sechs Monate nach Beginn des Gaza-Kriegs in Israel viel Gegenwind. Demonstranten haben für ihren viertägigen Protest gegen die Regierung von Netanjahu Zelte aufgeschlagen – in unmittelbarer Nähe zum Parlament in Jerusalem. Zehntausende forderten den Rücktritt seiner Regierung, eine Neuwahl sowie einen raschen Deal zur Freilassung der Geiseln, die seit Oktober in der Gewalt der Hamas sind. Vor dem Parlament in Jerusalem bauten Demonstranten mehr als 100 Protestzelte auf.

Ringen um Feuerpause und Wehrpflicht für ultraorthodoxe Juden

Weiter geht das Warten auf Ergebnisse der zähen Gespräche über ein Geisel-Abkommen und eine Feuerpause. Die israelische Regierung und die Hamas sprechen nicht direkt miteinander. In der Koalition Netanjahus droht neuer Streit, weil Ausnahmen für ultraorthodoxe Juden bei der Wehrpflicht ausliefen. Die Generalstaatsanwältin entschied, dass das Militär nun verpflichtet ist, auch Religionsstudenten einzuziehen.

Schwester von Hamas-Chef festgenommen

Die israelische Polizei nahm am Montag die Schwester des Hamas-Chefs Ismail Hanija fest. Sie werde der Hetze und Unterstützung von Terroranschlägen in Israel beschuldigt. Im Gaza-Streifen wurden Schiffe mit Hilfsgütern für die Bevölkerung erwartet, die unter den Folgen des Krieges leidet.

Auslöser des Gaza-Kriegs war ein Massaker, das Terroristen der Hamas und anderer extremistischer Gruppen am 7. Oktober in Israel begangen hatten. Seitdem sind viele Menschen getötet und verletzt worden. Die Situation im Gaza-Streifen bleibt weiterhin angespannt, während Israel und die Hamas um eine Lösung ringen.

Fazit

Die Beendigung der Offensive im Al-Schifa-Krankenhaus stellt einen wichtigen Schritt im Gaza-Konflikt dar. Die Proteste gegen Ministerpräsident Netanjahu zeigen die Unzufriedenheit vieler Bürger mit der Regierungsführung. Der Streit um die Wehrpflicht für ultraorthodoxe Juden und die Festnahme der Schwester des Hamas-Chefs zeigen die Komplexität des Konflikts. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickeln wird und ob es zu einer Einigung zwischen den Parteien kommen kann.

Israelische Armee zieht sich aus dem Al-Schifa-Krankenhaus zurück: Offensive beendet