Japan Airlines warnt Passagiere vor Babys im Flieger

Sie spielen, schreien, weinen: Babys und Kleinkinder können sehr laut sein. Gerade auf einem Langstreckenflug kann das anstrengend werden. Eine Airline weist Fluggäste jetzt auf die jungen Mitreisenden hin. 

Wer sich einen Platz im Flieger aussuchen kann, entscheidet meist, ob er am Fenster oder im Gang sitzen möchte – nah am Cockpit oder lieber hinten im Flieger. Japan Airlines hat jetzt ein weiteres Entscheidungskriterium hinzugefügt: die Nähe zu Kleinkindern. 

Japan Airlines kennzeichnet Sitzplätze mit Kindern 

Ein schreiendes Baby oder tobendes Kleinkind ist nicht gerade der ideale Sitznachbar auf einem Langstreckenflug. Japan Airlines (JAL) hat deshalb eine Kennzeichnung eingeführt: Ein kleiner Smiley weist bei der Sitzplatzauswahl darauf hin, dass bestimmte Plätze bereits für ein Kleinkind oder Baby reserviert wurden. 

Passagiere, die mit Kindern reisen, die zwischen acht Tagen und zwei Jahren alt sind, werden in der Sitzplatzauswahl mit dem Symbol ausgewiesen. So können andere Reisende sehen, dass auf diesem Platz „eventuell ein Kind sitzen wird“, heißt es dazu auf der Homepage der Airline. 

Platzauswahl bei Japan Airlines: Mit einem kleinen Smiley werden Plätze angezeigt, auf denen Kinder sitzen.  (Quelle: Japan Airlines (Screenshot))Platzauswahl bei Japan Airlines: Mit einem kleinen Smiley werden Plätze angezeigt, auf denen Kinder sitzen. (Quelle: Japan Airlines (Screenshot))

Es gibt allerdings Einschränkungen: Das Tool funktioniert nur für die Plätze, die über die Website gebucht wurden. Bei einem Wechsel der Maschine verfalle zudem die Reservierung. Bei einer Gruppenreise kann der Sitzplatz außerdem nicht individuell ausgewählt werden. Und: Reserviert man seinen Platz frühzeitig, kann es natürlich sein, dass sich im Nachhinein Familien in die Nähe setzen. 

Die Airline weist gleichzeitig aber auch besondere Plätze für Erwachsene mit zwei Kindern aus und kennzeichnet Plätze mit mehr Beinfreiheit. 

Unterschiedliche Reaktionen in Sozialen Netzwerken

Twitter-Nutzer reagieren teils empört, teils begeistert auf die Buchungsfunktion der Airline. Einige loben die Idee und wünschen sich eine solche Anzeige bei mehr Airlines. „Ich buche immer Erwachsenen-Hotels und finde, es ist eine Schande, dass es nicht auch kinderfreie Flüge gibt“, meint ein Nutzer.  

Doch vor allem Eltern reagieren empört: „Es ist auch für die Eltern hart. Und denkt daran: Es ist nur ein Tag, ihr werdet den Flug überleben.“ Viele kritisieren, dass die Markierung der „Familienplätze“ diskriminierend sei. Andere scherzten, ob künftig dann auch Alkohol trinkende oder übel riechende Menschen gekennzeichnet würden. 

Es gibt aber auch Tipps, wie Reisende ohnehin eher einen Platz fernab von Kleinkindern bekommen: Beispielsweise indem Sie sich weit weg von den Trennwänden an Bord setzen. Diese werden häufig zur Befestigung von Babyschalen genutzt.  




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