JuliaTeam verspricht Unternehmen mehr Kontrolle beim Programmieren mit Julia


Julia Computing, das Unternehmen hinter der gleichnamigen Programmiersprache, macht mit JuliaTeam einen neuen Service allgemein verfügbar, der Entwicklern sicheres, geschütztes Arbeiten „hinter der Firmen-Firewall“ ermöglichen soll. Anwender des kostenpflichtigen JuliaPro-Service profitieren bereits seit Längerem von der Möglichkeit, über eine direkte Anbindung an den Julia-Package-Server eine eigene private Paketregistrierung innerhalb des Firewallschutzes ihres Unternehmens verwalten zu können.

Darauf aufbauend soll JuliaTeam ein komplettes Set an Funktionen von der Installation über Registrierung, Testing, Debugging, Refactoring und Security bis hin zur Dokumentation und dem Backup einem größeren Anwenderkreis zugänglich machen – sowohl als kommerzielles Angebot als auch in einer Open-Source-Variante.

Julia Computing will mit dem neuen Angebot die Brücke schlagen vom Ökosystem der quelloffenen Programmiersprache bis zu den kommerziell motivierten Einsatzszenarien von Julia im Unternehmenskontext. Erklärtes Ziel sei es, einen kontinuierlichen Kreislauf anzustoßen, in dem auch Unternehmen, die vom Fortschritt innerhalb der Community profitieren, ihren Beitrag leisten und eigene Entwicklungen dorthin zurückfließen lassen. Stefan Karpinski, Mitgründer und CEO von Julia Computing zeigt sich in seinem Blog-Beitrag zuversichtlich, dass Unternehmen im Zuge von JuliaTeam nicht nur aus rein altruistischen Gründen in das Ökosystem investieren werden, sondern schlichtweg, weil es ihnen hilft Geld zu sparen.

In JuliaTeam bündeln die Macher hinter der Programmiersprache dazu eine Reihe von Diensten, die sich nahtlos in die jeweiligen Unternehmensumgebung integrieren lassen. Wie den JuliaPro-Anwendern bereits vertraut, stellt JuliaTeam Registrierungsinformationen, Paketquellen, binäre Abhängigkeiten und andere Artefakte über einen zentral verwalteten Service zur Verfügung. Dadurch lassen sich nicht nur Security- und Firewall-Probleme einfach in den Griff bekommen, Nutzern bleibt auch das oft mühsame Zusammentragen der Ressourcen aus GitHub, GitLab, Bintray, beliebigen FTP-Servern und anderen vergleichbaren Quellen erspart. Darüber hinaus erhält die Community mit JuliaTeam detaillierte Informationen darüber, wie häufig einzelne Packages installiert und upgegradet werden – und auf welchen Plattformen dies passiert.

Zu den weiteren noch in Arbeit befindlichen beziehungsweise im Rahmen der Roadmap geplanten Diensten von JuliaTeam zählen unter anderen „Security“, „Registration“, „Compatibility“, „Documentation“ und „Search“. Der Security-Mechanismus soll beispielsweise sicherstellen, dass Anwender unmittelbar Informationen über entdeckte Sicherheitslücken in den verwendeten Julia-Packages erhalten, um darauf angemessen reagieren zu können. Mit einer grundlegend überarbeiteten Suchfunktion wollen die Julia-Macher einen häufig monierten Schwachpunkt im Ökosystem beheben: ein für den gewünschten Zweck geeignetes Package zu finden. Die neue Suche soll sich im Funktionsumfang an Google Code Search orientieren.

In künftigen Releases von JuliaTeam sollen außerdem das Testen, Debuggen und Refaktorieren von Code umfassender und komfortabler gestaltet werden. Anwender sollen darüber hinaus in den Genuss von automatischen Backups registrierter Code-Versionen kommen. Einen vollständigen Überblick aller derzeit verfügbaren JuliaTeam-Dienste sowie ein Ausblick auf die Roadmap findet sich Blog-Beitrag sowie der Produktwebsite.


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