Kleintransporter: Neuer E-Vito mit deutlich größerer Reichweite

Der neue E-Vito ist nun auch für längere Strecken geeignet. (Bild: Daimler

[ad_1]Der Autohersteller Daimler bietet seinen Kleintransporter E-Vito künftig mit einem deutlich größeren Akku an. Die Lithium-Ionen-Batterie mit 90 Kilowattstunden (kWh) nutzbarer Kapazität ermögliche eine Reichweite von rund 360 Kilometern nach dem Fahrzyklus WLTP, teilte das Unternehmen am Dienstag auf Anfrage von Golem.de mit. Der Elektroantrieb verfügt der Pressemitteilung zufolge über eine Spitzenleistung von 150 Kilowatt (kW) bei einem Drehmoment von 362 Newtonmetern. Dauerhaft stehen 70 kW zur Verfügung.

Mercedes hat den ersten E-Vito im Jahr 2018 auf den Markt gebracht. Mit 41,4 kWh war die Batterie allerdings nicht einmal halb so groß wie bei der neuen Version. Dadurch kann der E-Vito Tourer mit einem Nettopreis von gut 45.000 Euro noch durch die Umweltprämie gefördert werden. Das dürfte bei einem Akku mit 100 kWh Bruttokapazität wohl nicht mehr der Fall sein. Der Durchschnittsverbrauch laut NEFZ soll 26,2 kWh pro 100 Kilometern betragen. Allerdings dürften die realistischen Verbrauchswerte deutlich darüber liegen.

Die neue Version lässt sich auf 140 km/h in der Serienversion beschleunigen. Als Sonderausstattung sind auch 160 km/h Höchstgeschwindigkeit möglich. Laut Mercedes verfügt der neue E-Vito über einen Drehstromlader mit einer Leistung von 11 kW. Serienmäßig lädt der Kleintransporter an Gleichstrom mit bis zu 50 kW. Optional ist auch ein Schnellladen mit bis zu 110 kW möglich. Damit lässt sich der Akku innerhalb von 45 Minuten von 10 auf 80 Prozent der Kapazität befüllen.

Der Van kann in zwei unterschiedlichen Längen bestellt werden: Einmal mit einer Gesamtlänge von 5.140 Millimetern sowie als extralange Version, die auf 5.370 Millimeter kommt. Da Mercedes kein Leergewicht des neuen E-Vito nennt, ist unklar, wie hoch die Zuladung sein kann. Bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 3.500 Kilogramm liegt die Zuladung bei den Verbrennern bei maximal 1.369 Kilogramm. Ein Sprecher sagte auf Anfrage von Golem.de, dass „das Mehrgewicht von elektrischem Antriebsstrang und der Batterie größtenteils durch das zulässige Gesamtgewicht kompensiert wird“.

Digitaler Innenspiegel als Novum

Die neuen Kleintransporter-Modelle sind zudem mit einem digitalen Innenspiegel ausgestattet. Dieser überträgt das Bild von der HDR-Kamera in der Heckscheibe auf das Display des Spiegels, der damit auch dann genutzt werden kann, wenn das Gepäck im Laderaum die Sicht versperrt. Die auf der Innenseite der Heckscheibe montierte Kamera überträgt demnach ein doppelt so breites Sichtfeld wie ein konventioneller Innenspiegel, der durch die Fensterfläche begrenzt wird.

Die Kamera sendet laut Mercedes auch in Tiefgaragen und bei Regen ein scharfes Bild auf das TFT-LC-Display mit einer Auflösung von 1.600 mal 320 Pixeln. Die Bildverarbeitung des digitalen Innenspiegels soll dafür sorgen, dass dunkle und helle Bildbereiche ausgewogen angezeigt werden. Über den Abblend-Kippschalter soll der digitale Innenspiegel vom Kamerabild auf die analoge Sicht umgestellt werden können. Der digitale Innenspiegel ist laut Mercedes ein Alleinstellungsmerkmal in diesem Fahrzeugsegment.

Erstmals verfügbar in der Vito-Klasse sind der Abstandsregeltempomat Distronic sowie ein aktiver Bremsassistent. Neu im Angebot sind zudem die Infotainmentsysteme Audio 30 und Audio 40 mit 7-Zoll-Bildschirmen und Smartphone-Integration über Apple Carplay und Android Auto. Beim Audio-40-System soll sich zusätzlich das integrierte Navigationssystem über den Bildschirm steuern lassen. In Verbindung mit Mercedes Pro Connect ist damit erstmals im Vito die Navigation mit Live-Traffic-Information möglich.

Der E-Vito soll im Sommer 2020 auf den Markt kommen. Dann sollen auch die Preise genannt werden, sagte ein Daimler-Sprecher auf Anfrage von Golem.de. Aktuell könnten dazu noch keine Angaben gemacht werden. Der Einstiegspreis der Verbrennerversion liegt bei 22.598,10 Euro.[ad_2]

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