Knight Rider und A-Team: Die Filmautos der 80er im Duell


David Hasselhoff gibt wieder Gas: Knight Rider und A-Team: Die Filmautos der 80er im Duell

Wenn diese Serien über den Fernseher flimmerten, waren die Straße leer: Das „A-Team“, „Knight Rider“ und die Polizei-Serie „CHiPs“ sorgten für kindgerechte Action-Unterhaltung mit coolen Autos. Jetzt feiern die Schlitten der 80ies ein rasantes Comeback.

Wir schreiben die 1980er Jahre. Handys, Netflix oder hyperaktive YouTube-Stars gibt es noch nicht, die Telefone haben Wählscheiben und freitags sind die Kids in der Schule oder auf dem Bolzplatz und nicht im Schlepptau von Berufs-Aktivisten auf Klima-Demos. Und im Fernsehen gibt es weniger Sender als Programme an der Waschmaschine. Umso gebannter wartet man auf „seine“ Serie, die meistens nur einmal pro Woche ausgestrahlt wird. Und oft spielen dabei heiße Schlitten – natürlich aus Amerika – eine tragende Rolle.

Die Auto-Welt der 80er Jahre

Grenzenlose Freiheit beim Autofahren gab es aber schon damals nicht mehr: Direkt nach den Ölkrisen der 1970er Jahre waren Benzinsparen, Tempolimit und das Auto als böser Umweltsünder ein Thema. Das legte sich erst mit dem Katalysator. Doch der Spaß an coolen Fahrzeugen war trotzdem groß. Auch und gerade für Jungs (und seltener Mädels) vor dem Fernseher: Der bullige Van des A-Teams, die Motorrad-Polizisten aus „CHiPs“ und vor allem David Hasselhoffs sprechendes Wunderauto K.I.T.T. sind jedem in Erinnerung, der damals nicht gerade auf dem Mond lebte.

Jetzt kommen die legendären Kisten wieder: In der Show „Battle of the 80’s Supercars“ auf dem History Channel. Im Rahmen der „Car Week“ wird das Special wahrscheinlich im Dezember in Deutschland ausgestrahlt. Drei menschliche Stars der Serien – darunter „The Hoff“ David Hasselhoff himself, Dirk Benedict (spielte „Faceman“ im A-Team) und Erik Estrada (der braungebrannte Motorrad-Cop aus „CHiPs) werden im PS-Duell mit den Autos beziehungsweise dem Bike aus ihren Shows und Filmen gegeneinander antreten. Falls Sie in den 80ern doch auf dem Mond lebten, bringen wir Sie schnell auf Touren, damit Sie mitreden können. Darum geht’s in den Kult-Shows und bei ihren motorisierten Helden.

A-Team: Der Haudrauf-Van

Das „A-Team“ war in den 80er-Jahren neben „Magnum“ und „Ein Colt für alle Fälle“ das absolute Pflichtprogramm für alle Jungs. Wer eine Folge verpasste und nicht mitreden konnte, stand am nächsten Tag auf dem Schulhof im Abseits.

  • Die Serie: Vier Männer sind auf der Flucht vor dem Gesetz, doch sie helfen anderen, die in Not sind. Manchmal genügt eben ein Satz, um die Handlung einer kompletten Fernsehserie zusammenzufassen. Denn sie war ja in jeder Folge gleich: Unbescholtene Bürger werden von Verbrechern bedrängt und engagieren das A-Team. Das Team kommt, muss zuerst eine Niederlage einstecken und haut dann den bösen Buben was auf die Mütze. Fertig. „Wir waren eine Republikaner-Show in einer Hollywood-Welt voller Demokraten“, sagte Dirk Benedict einmal in einem Interview. Am Schluss jeder Folge mussten John „Hannibal“ Smith, Templeton „Faceman“ Peck, H. M. („Howlin’ Mad“) Murdock und B. A. („Bad Attitude“) Baracus vor der heranrasenden Militärpolizei flüchten. 1983 flimmerte die erste Folge über den Bildschirm, 1987 die letzte. Zahlreiche Wiederholungen sowie ein Kinofilm halten die Serie bis heute lebendig.
  • Das Auto: Zum Einsatz kam ein aufgemotzter GMC Vandura, ein populäres Nutzfahrzeug von General Motors. Mit fettem V8 unter der Haube, Dachspoiler und Zusatzscheinwerfern brachte der Van, der B.A. gehörte, das A-Team jedesmal aus der Gefahrenzone. Wie viele umgebaute Vans für die Serie bei spektakulären Stunts und Sprüngen drauf gingen, weiß niemand.

Video: Die coolsten Filmautos in einem Video

Knight Rider: K.I.T.T., fahr dich schon mal selbst vor

Während in „Derrick“ immer Harry den Wagen vorfahren musste, konnte der schwarz glänzende Trans Am namens „K.I.T.T“ das selbst. Er nahm quasi das autonome Fahren vorweg.

  • Die Serie: „Ein Auto. Ein Computer. Ein Mann.“ Wieder so eine geniale Zusammenfassung. Mit seinem Wunderauto jagt The Hoff im Namen der „Foundation für Recht und Verfassung“ allerlei Verbrecher. Ein herrlich alberner Action-Spaß, mit dem man sich über den schlimmen Zustand der US-Autoindustrie in den 80ern hinweg trösten konnte.
  • Das Auto: Der schwarze Pontiac Firebird Trans Am ist wohl eins der am meisten nachgebauten Filmautos und wahrscheinlich auch das berühmteste nach James Bonds Aston Martin DB5. K.I.T.T, so hieß die amerikanische Sportwagen-Flunder, war ein Hightech-Gerät mit einem Digitaluhr-Cockpit und Flugzeug-Steuerhorn, konnte mit Raketen-Boost über andere Autos hinwegspringen und vor allem mit seinem Fahrer Michael Knight (Hasselhoff in seiner gefährlichsten Lederjacke) kommunizieren. Weil Radarsensoren so langweilig aussehen, hatte K.I.T.T. ein rotes Leuchten-Band an der Motorhaube, das geheimnisvoll und mit einem unvergesslichen „Woush-Woush“-Soundeffekt flimmerte.

CHiPS: Autobahn-Raser aufgepasst – Ponch kriegt sie alle

Die Serie CHiPs (das Wort spielt mit der Abkürzung CHP für California Highway Patrol) ist im Vergleich zum A-Team oder Knight Rider in Deutschland nicht ganz so bekannt, allerdings auch älter; sie startet schon in den 1970er Jahren.

  • Die Serie: Von 1977 bis 1983 machten die Motorradpolizisten Francis Llewellyn „Ponch“ Poncherello (Erik Estrada) und Jon Baker (Larry Wilcox) im sonnigen Kalifornien Jagd auf Autobahn-Raser – Kalifornien hatte damals ein strenges Öko-Tempolimit von 55 Meilen, rund 80 km/h – und auf allerlei Gangster. Die Serie bot viel Action und Humor, zeigte aber auch realistische Unfälle nebst der Arbeit von Polizei und Rettungskräften und war wegen eines geradezu (verkehrs-)erzieherischen Anspruchs selbst bei echten Polizisten beliebt.
  • Das Bike: Die Modelle KZ-900P und KZ-1000P von Kawasaki kamen als Polizeimotorräder zum Einsatz.

Das Duell der automobilen Stars der 80er im History Channel ist womöglich nicht das letzte. Kandidaten für weitere Episoden gäbe es genug: Der Ferrari 308 aus „Magnum“, der GMC Sierra aus „Ein Colt für alle Fälle“ und natürlich diverse Autos aus den James Bond-Filmen würden sich anbieten.



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