Krebs: So viele Menschen leben in Deutschland mit einer Erkrankung



Etwa jeder 20. Deutsche hat in seinem Leben bereits einmal eine Krebsdiagnose erhalten. Und so gut wie jeder Deutsche ist wohl in seinem Leben bereits indirekt mit der Krankheit in Berührung gekommen – als Angehöriger, Freund oder Kollege. Kein Wunder, denn die Zahl der Neuerkrankungen nimmt stetig zu.

Rund eine halbe Million Menschen erkranken in Deutschland pro Jahr an Krebs. Die absolute Zahl der Krebserkrankungen hat sich seit den 1970er Jahren fast verdoppelt, schreibt das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem Bericht zum Krebsgeschehen 2016. Auch im Verhältnis zur Bevölkerungszahl zeigt die Kurve seit Jahren nach oben. Die Forscher erklären dies im Krebsbericht 2016 unter anderem mit der demografischen Entwicklung in Deutschland: Die Gesellschaft wird immer älter, auch die Lebenserwartung steigt weiter an. Und nach wie vor trifft die Krankheit eher ältere Menschen. Das mittlere Alter bei einer Krebsdiagnose lag bei Männern wie Frauen zuletzt bei knapp 70 Jahren.  

Krebssterblichkeit geht seit Jahren zurück

Bei Männern wurde bei Neuerkrankungen zuletzt am häufigsten Prostatakrebs diagnostiziert, gefolgt von Lungenkrebs. Bei Frauen wurden am häufigsten Tumore in der Brustdrüse entdeckt, zweithäufigste Diagnose war Darmkrebs. 

Die Krebssterblichkeit ist hingegen in den letzten Jahren in Deutschland immer weiter zurückgegangen. Eine große Rolle spielen dabei verbesserte Früherkennungsmaßnahmen und Therapien.

Laut RKI war im Jahr 2013 einer von vier Todesfällen krebsbedingt, rund 223.000 Menschen starben in dem Jahr in Deutschland an den Folgen einer Erkrankung. Bei Männern war Lungenkrebs für die meisten Todesfälle verantwortlich, bei Frauen Brustkrebs. 

Insgesamt, so heißt es im Bericht, leben in Deutschland vier Millionen Menschen mit oder nach einer Krebserkrankung. 

Quellen: Robert-Koch-Institut, Krebsinformationsdienst



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