Kurz gesichtet – Rot und Rosen – Stil


Der Korallenton Living Coral ist die Farbe des Jahres. Und die gibt es jetzt auch auf Tapeten, die mit Unterwasserwelten bedruckt sind. Nachhaltiges Valentinsgeschenk gesucht? Haltbare Blumen, etwa von Fleurs de Paris – zwar aus Berlin, aber sehr hübsch.

(Foto: Hersteller)

Ein bisschen Rebellion gefällig? Die Kollektion Dr Martens X Sex Pistols soll an die legendären Zeiten der Punkband in den Siebzigerjahren erinnern. Als die Truppe von Sänger Johnny Rotten, um nur an eine der schrecklich bösen Taten zu erinnern, ein Boot auf der Themse mietete für die Live-Performance des antimonarchischen Songs „God Save The Queen“ – das Konzert endete dann mit einem Einsatz der Wasserschutzpolizei und Verhaftungen. Gemessen daran sehen die T-Shirts und Schuhe der limitierten 2019er-Edition geradezu adrett aus. Parolen wie „Boredom“ oder das notorische „No Future“ sind auf Stiefel, Segeltuch-Slipper und Ledertaschen gedruckt. Johnny Rotten ließ zu der Kooperation mit der britischen Schuhmarke über Twitter wissen, er trage die Boots schon sein Leben lang und ergänzte: „ohne medizinische Spätfolgen“. Auch Punks kommen in die Jahre (drmartens.com).

Totale Finsternis: Nach zwei Jahren Tüftelei haben der britische Künstler Stuart Semple und sein Team die matte Acrylfarbe Black 3.0 vorgestellt, eine Mischung, die zwischen 98 und 99 Prozent des Lichts absorbieren soll. Die Mixtur nennt er – mit Bezug auf das Weltraumphänomen der schwarzen Löcher – „black hole in a bottle“. Die Farbe, deren Produktion über die Spendenplattform Kickstarter angeschoben werden soll, entstand aus Protest: Nachdem sich sein prominenter Kollege Anish Kapoor die alleinigen Rechte am Vorgänger-Superschwarz gesichert hatte („Vantablack“), machte Semple sich in einer Art Künstlerwettstreit daran, einen noch dunkleren Ton zu schaffen. Das Schwarz ist nicht seine erste Kreation, er vertreibt über seine Webseite Culturehustle Monstergrün, Regenbogenfarben und den angeblich „funkelndsten Glitter der Welt“ (kickstarter.com).

(Foto: Hersteller)

Ein heller Korallenton ist 2019 die „Farbe des Jahres“ – zumindest nach dem amerikanischen Unternehmen Pantone, das alljährlich die Auszeichnung vornimmt. Von Pullovern in Pastell-Schattierungen bis zu Einrichtungsgegenständen begegnet einem „Living Coral“ als sanft schimmernde Nuance. Wer in und an den eigenen vier Wänden nicht nur den Farbton ausprobieren möchte, sondern auch das Thema Tiefsee: Viele Hersteller haben, wenn das Jahr schon im Zeichen von Meeresgetier steht, jetzt auch Textilien oder Tapeten mit Ozeanmustern im Programm. Das kann dann auch mal etwas geheimnisvoller aussehen als Pantones frischer Orangeton. Die Tapete Coral Reef von Mind The Gap zum Beispiel wirkt wie ein rätselhafter Unterwasserdschungel in Rot und Türkis. Die rumänische Firma hat eine Schwäche für solche Zwischenreiche – in Anspielung auf Draculas Heimat bewirbt sie ihre Produkte mit dem Slogan „Made in Transsylvania“ (mindtheg.com).

Eltern von jungen Mädchen müssen jetzt ganz stark sein: Ihre Töchter wollen demnächst vielleicht nicht mehr nur zu Eurodisney nach Paris fahren, sondern auch ins Modelland nach Los Angeles. Aushängeschild des neuen Themenparks ist das amerikanische Topmodel Tyra Banks, sie hat schon einen Roman gleichen Namens verfasst und die Show „America’s Next Topmodel“ ins Fernsehen gebracht. Im Modelland sollen sich Besucher für einen Tag wie ein Fotomodell fühlen können. Kostümdesigner wurden mit dem Schneidern entsprechender Outfits beauftragt, tägliche Modenschauen könnten eine der Attraktionen sein, wenn der Park Ende des Jahres öffnet. Dazu soll es besondere Läden geben – und Erlebnisgastronomie. Denn, man glaubt’s kaum, auch Models essen am Ende des Tages.

Kommenden Donnerstag ist Valentinstag. Noch genug Zeit, ein Geschenk zu besorgen, aber die meisten wissen eh schon, was sie kaufen: Blumen. An die 110 Millionen Rosen werden weltweit an diesem Tag verschenkt – und kurze Zeit später entsorgt. Wem dabei das Herz blutet (abgesehen von ökologischen Gewissensbissen), der schenkt dieses Jahr einfach einen Strauss, der länger hält. Die Bouquets von Fleurs de Paris werden schonend konserviert und sehen auch nach Monaten wie frisch gepflückt aus. Zur Auswahl stehen 25 Farben (ab 49,95 Euro), geliefert werden die Arrangements in schwarzen oder weißen Hutschachteln, eine Vase ist also gar nicht mehr nötig. „Fleurs de Paris“ kommen übrigens aus Berlin. Aber zum Valentinstag klingt die Stadt der Liebe natürlich besser (fleursdeparis.de).

(Foto: Hersteller)



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