Lahm lässt sich die Wiesn nicht entgehen


O’zapft is! Hier erfahren Sie alles, was rund um das 186. Oktoberfest passiert. Das größte Volksfest der Welt findet vom 21. September bis zum 6. Oktober 2019 in München statt.

Oktoberfest-News

++Lahm lässt sich Wiesn nicht entgehen++

Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Philipp Lahm (35) freut sich auf das Oktoberfest. „Als Münchner gehört es natürlich dazu, dass man auf die Wiesn geht“, sagte der Kapitän der Weltmeistermannschaft von 2014. „Ich bin ein Wiesngänger, ich gehe gerne dahin, mir macht es Spaß.“ Als seine Favoriten unter den Fahrgeschäften nannte der langjährige Profi des FC Bayern München das „Rund um den Tegernsee“ und das „Teufelsrad“.

Lahm hat 2017 seine Spielerkarriere beendet und ist mittlerweile einer von zwei Geschäftsführern der DFB Euro GmbH. Er kümmert sich dabei um die Organisation des Standorts München bei der EM 2020 und auch der Endrunde 2024.
Das Münchner Oktoberfest beginnt am Samstag in einer Woche.

++ Adidas präsentiert Wiesn-Sneaker 2019 ++

Der Sportartikelhersteller Adidas verkauft in diesem Jahr zwei spezielle Sneaker-Modelle für das Oktoberfest. Der Adidas Originals „München Made in Germany“ ist – von Lederhosen inspiriert – in Braun- und Beigetönen gehalten und mit einer kleinen Brezel sowie dem „Prost“-Schriftzug bestickt.

Ein weiteres Schuhmodell, der auf 100 Paar limitierte Turnschuh SC Premiere „Prost“, wurde gemeinsam mit dem Label BSTN designt. Das Besondere an diesem Schuh: Die Innensohle ziert das Muster der bayrischen Flagge, an der Seite befindet sich das Wort „Prost“ als goldener Schriftzug und gleichzeitig dient der Sneaker als Eintrittskarte für den VIP-Bereich des Paulaner Festzelts am ersten Sonntag des Oktoberfests.

In der Werbekampagne zum Wiesn-Sneaker 2019 nahmen Prominente wie Moderatorin Lena Gercke, Rapper Sido sowie die Fußballer David Alaba und Serge Gnabry teil. Beide Sneaker erscheinen am 14. September.

++ Weitere Brauerei könnte bald auf der Wiesn Bier ausschenken ++

Eine kleine Brauerei in München sieht sich einen entscheidenden Schritt weiter, in Zukunft Bier auf dem Oktoberfest ausschenken zu dürfen. Das ist seit Jahrzehnten nur sechs Brauereien aus der Landeshauptstadt vorbehalten, da unter anderem Grundwasser aus München zum Brauen verwendet werden muss. Giesinger Bräu hat nach eigenen Angaben vom Donnerstag von den Behörden nun die Genehmigung erhalten, einen Tiefbrunnen zur Förderung von Grundwasser zu bohren. Das zuständige Referat für Umwelt und Gesundheit bestätigte die Entscheidung zunächst nicht.

Bislang verwendet Giesinger Bräu nach Angaben einer Sprecherin Leitungswasser, das nicht in München, sondern im Voralpenland entnommen wird. Mit Grundwasser aus der Landeshauptstadt als Zutat erfüllt das Unternehmen aus dem Stadtteil Giesing eines der Kriterien, um „Münchner Bier“ herzustellen. Die Brauerei wurde 2006 gegründet und wurde innerhalb weniger Jahre überregional bekannt.

Seit 1952 schenken nach Angaben des Vereins Münchner Brauereien sechs Bierhersteller auf dem größten Volksfest der Welt aus. Das sind Augustiner, Hacker Pschorr, staatliches Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner und Spaten, welche die einzigen Mitglieder des Vereins sind.

++ Aktuelle Trachtenmode wird gezeigt ++

Models zeigen beim Dirndlgipfel Trachtenmode: Alljährlich präsentieren Models oder Prominente beim Dirndlgipfel aktuelle Trachtentrends für das größte Volksfest der Welt. (Quelle: dpa/Felix Hörhager)Models zeigen beim Dirndlgipfel Trachtenmode: Alljährlich präsentieren Models oder Prominente beim Dirndlgipfel aktuelle Trachtentrends für das größte Volksfest der Welt. (Quelle: Felix Hörhager/dpa)

Beim Dirndlgipfel 2019 haben Models aktuelle Trachtenmode im Hofbräuhaus präsentiert.

++ Wiesnchef rechtfertigt hohen Bierpreis ++

Der neue Münchner Oktoberfestchef Clemens Baumgärtner will das Image des Volksfestes aufpolieren. Die Wiesn sei viel mehr als ein reines Trinkfest – und biete höchste Qualität, sagte der CSU-Politiker, der als neuer Wirtschaftsreferent im März sein Amt angetreten und damit auch die Leitung der Wiesn übernommen hatte. „Ich will weg von der Preisdiskussion hin zum Fokus auf Qualität. Man wird kaum irgendwo höherwertige Ware bekommen als auf der Wiesn.“

Die Wirte müssen bei ihrer alljährlichen Bewerbung um die Zulassung strenge Kriterien erfüllen, nicht zuletzt gibt es dabei Punkte für Nachhaltigkeit und Regionalität. Auch auf die Preise wirft die Stadt ein Auge. Im Durchschnitt müssen Oktoberfestbesucher dieses Jahr 11,54 Euro pro Maß bezahlen – drei Prozent mehr als auf dem Oktoberfest 2018.

Der Bierpreis liege im Wesentlichen nicht erheblich höher als in Gaststätten in der Münchner Innenstadt, sagt der Wiesnchef. Die jährliche Erhöhung sei moderat, drei Prozent mehr sei „noch akzeptabel“. Schließlich werde das Bier eigens für das Volksfest gebraut. Lamentierenden Gästen sagt er: „Schaut doch auf die Qualität von diesem Bier.“

Außerdem gehe es auf der Wiesn nicht nur ums Bier. „Die Wiesn darf nicht reduziert werden auf Essen und Trinken“, sagt Baumgärtner. Gerade Familien, die einen guten Teil der Gäste ausmachen, gingen gar nicht ins Festzelt, sondern kämen wegen der Fahrgeschäfte.

++ Offizieller Wiesn-Maßkrug 2019 ist da ++

Offizieller Wiesn-Maßkrug 2019: Neben den klassischen Wiesn-Symbolen schmücken den diesjährigen Krug Hirsche, Dackel und eine Sau, Pferde und Fische. (Quelle: Reuters/Andreas Gebert)Offizieller Wiesn-Maßkrug 2019: Neben den klassischen Wiesn-Symbolen schmücken den diesjährigen Krug Hirsche, Dackel und eine Sau, Pferde und Fische. (Quelle: Andreas Gebert/Reuters)

Riesenrad, Maßkrug und Brezel – die Insignien des Oktoberfests zieren auch dieses Jahr den offiziellen Wiesn-Maßkrug. Die Vorstellung des Krugs markiere für ihn schon den Auftakt zur diesjährigen Wiesn, sagte der neue Wiesnchef Clemens Baumgärtner (CSU), der im Frühjahr den Posten übernommen hat. Er wolle vor allem die Vielseitigkeit des Volksfestes ins Bewusstsein rücken, unterstrich der Münchner Wirtschaftsreferent. Es gehe nicht nur um einen Platz im Bierzelt und ums Biertrinken, sondern um traditionelle Volksfeststimmung mit Fahrgeschäften und Buden.

Neben den klassischen Wiesn-Symbolen schmücken den diesjährigen Krug Hirsche, Dackel und eine Sau, Pferde und Fische, vermutlich wegen des gern verzehrten Steckerlfischs. Auch ein Schlüssel ist zu erkennen – vielleicht, weil auf dem Fest stets Hunderte Schlüssel im Fundbüro landen oder weil die Wiesn manchem als Schlüssel zum Glück scheint.

70.000 Exemplare des Steinkrugs sollen in den Festzelten, an Souvenirständen und übers Internet verkauft werden. Seit 1978 gibt es jedes Jahr einen neuen Krug, der bei Sammlern heiß begehrt ist. Die Wiesnwirte hatten im Juli ihren Krug mit eigenem Motiv vorgestellt.

++ Wildes Campen beim Oktoberfest verboten ++

Wer zum Oktoberfest mit dem Wohnmobil anreisen möchte, sollte sich rechtzeitig um einen Stellplatz kümmern. Denn es ist im gesamten Stadtgebiet verboten, im Wohnmobil oder Wohnwagen am Straßenrand zu campen. Möglich ist das Campen auf mehreren Campingplätzen, die die Stadt im Internet auflistet. Auf dem Wohnmobil-Parkplatz am Messegelände Riem stehen zum Beispiel 1.500 Stellplätze zur Verfügung.

Wichtig zu wissen: Im Umfeld der Theresienwiese und in der Umgebung des ehemaligen Wohnmobilparkplatzes in der Arnulfstraße bestehen während des Oktoberfestes zwei Sperrzonen für Wohnmobile.

++ Traditionelle Maßkrüge kommen aus dem Westerwald ++

Die Sammler-Maßbierkrüge der Stadt München und der Wirte beim Oktoberfest kommen nicht aus Bayern, sondern aus dem Westerwald in Rheinland-Pfalz und unterscheiden sich von den offiziellen Wiesn-Maßkrügen. Wenn das größte Volksfest der Welt am 21. September beginnt, wird es nicht nur von den offiziellen, sondern auch von den verzierten Sammler-Keramikkrügen des Trinkglas-Herstellers Rastal in Höhr-Grenzhausen begleitet.

Wiesnwirtekrüge 2019: Der oberbayerische Künstler Maximilian Fliessbach genannt Marsilius hat den Krug im Stil des 19. Jahrhunderts gestaltet. (Quelle: imago images/Overstreet)Wiesnwirtekrüge 2019: Der oberbayerische Künstler Maximilian Fliessbach genannt Marsilius hat den Krug im Stil des 19. Jahrhunderts gestaltet. (Quelle: Overstreet/imago images)

Warum der Keramikkrug den Trinkgenuss verbessert

Bei Glaskrügen können Besucher gut erkennen, ob er sauber ist und genug Bier hat. Ein Keramikkrug dagegen hält den Gerstensaft länger kühl und steht für Tradition. Nötig für seine Produktion ist Ton. Eines der größten Tonvorkommen Europas besitzt das sogenannte Kannenbäckerland im Westerwald.

Die hier teils handgefertigten Sammler-Keramikkrüge der Stadt München und der Wiesn-Wirte sind nach Angaben des 100 Jahre alten Herstellers Rastal jeweils limitiert auf mehrere Tausend Stück.

So sehen die Krüge 2019 aus

Der seit 1978 von Rastal produzierte graue Steinzeug-Sammelkrug der Stadt München hat jedes Jahr ein anderes Dekor. 2019 zeigt dieses das Oktoberfest-Plakatmotiv in Miniatur Symbole wie Bavaria, Maßkrug, Weißwurst, Riesenrad, Tuba, Dackel, Hirsch und Brotzeitbrettl. „Ich wollte etwas Anderes machen, etwas Modernes, Klares. Die Wiesn-Symbole vereinigt in einem Bild zum Suchen und Entdecken – wie diese Wimmelbilder“, erklärt die in München geborene Künstlerin Mirjam Mößmer.

Der Sammler-Krug der Wiesn-Wirte setzt auf Traditionelles. Der oberbayerische Künstler Maximilian Fliessbach gen. Marsilius hat den Krug im Stil des 19. Jahrhunderts gestaltet.

++ Bierpreis auf Oktoberfest klettert auf über 11,50 Euro ++

Der Bierpreis auf dem Münchner Oktoberfest steigt in diesem Jahr um mehr als drei Prozent. Wie die Stadt München mitteilt, verlangen die Wirte der Festzelte auf der Ende September beginnenden Wiesn zwischen 10,80 Euro und 11,80 Euro pro Maß. Im Durchschnitt müssen Oktoberfestbesucher 11,54 Euro bezahlen, 35 Cent oder 3,1 Prozent mehr als auf dem Oktoberfest 2018.

Die Oktoberfestwirte legen die Bierpreise unabhängig von der Stadt München fest. Diese prüft die Preise nur auf ihre Angemessenheit und nimmt dazu die Bierpreise in den Münchner Großgaststätten als Maßstab – dort liegt die Spannbreite zwischen 5,60 Euro und 10,40 Euro je Maß Bier, so die Stadt.

Auch die Preise für alkoholfreie Getränke steigen auf dem Volksfest. Ein Liter Tafelwasser kostet im Schnitt 8,87 Euro, Limo 9,56 und Spezi 10,01 Euro.

Rund um das Oktoberfest

Das 186. Oktoberfest findet in diesem Jahr zwischen dem 21. September und 6. Oktober 2019 in München auf der Theresienwiese statt. Es gehört zu den größten Volksfesten der Welt.

Das erste Fass Wiesnbier wird traditionell vom Münchner Oberbürgermeister im Schottenhamel-Festzelt am 21. September um 12 Uhr angestochen. Mit dem Ausruf „O’zapf is“ startet das Oktoberfest.
Vor allem an den Wochenenden wird es traditionell voll auf der Wiesn, wie das Volksfest noch genannt wird. Sie sollten Ihren Besuch daher am besten mit dem Wiesnbaromater planen und nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen.

Die Preise für Essen und Trinken sind in diesem Jahr wieder gestiegen. Wiesnbesucher zahlen durchschnittlich 11,54 Euro pro Maß, 8,87 Euro für Wasser und bis zu 13 Euro für ein Brathendl. Der Eintritt auf das Volksfest ist kostenlos.

Geschichte des Oktoberfests

Das Volksfest geht auf die Feierlichkeiten für die Hochzeit des bayerischen Kronprinzen Ludwig (König Ludwig I.) und der Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen am 17. Oktober 1810 zurück. Da den Münchnern dieses Fest so gut gefallen hat, wiederholten sie es jährlich. Es dauerte dabei immer länger und der Beginn wurde aufgrund des schöneren Wetters in den September verlegt.



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