„Malediven-See“ ist auf Instagram beliebt – doch das Wasser ist hochgiftig



Türkises Wasser, leichter Wellengang, die Sonne glitzert auf der Wasseroberfläche: Der „Novosibirsk Maldives-See“ in Sibirien hat etwas Paradiesisches. Und wo die Welt paradiesisch ist, sind Instagrammer nicht fern. Deswegen gibt es unter dem Account „maldives_nsk“ auch zahlreiche Bilder, die schnell Urlaubsfeeling aufkommen lassen.

Was die vermeintlich glücklichen Urlauber nicht ahnen konnten (oder vielleicht hätten ahnen müssen): Der „Malediven-See“ ist keine natürliche Schönheit. Das Türkis ist Folge von systematischer Abfallentsorgung. Es ist sogar noch ein bisschen schlimmer: Wie „CNN“ berichtet, handelt es sich bei dem Gewässer um einen hochgiftigen künstlichen Teich, der dafür da ist, die Asche aus einem nahegelegenen Kohlekraftwerk zu entsorgen. Die Firma, die das Kraftwerk betreibt, warnte nun davor, in dem See zu schwimmen. 

Firma warnt davor, in dem Wasser zu schwimmen

Die Chemikalien könnten allergische Reaktionen auf der Haut hervorrufen, wie die sibirische Firma in einem Statement klarstellte. Zwar sei die Asche nicht giftig für die Umwelt, „aber in der Aschekippe zu schwimmen ist NICHT möglich“, heißt es dort. Das Wasser habe eine stark alkalische Umgebung, was darauf zurückzuführen sei, dass Kalziumsalze und andere Metalloxide darin gelöst seien. Außerdem sei der Boden so matschig, dass es „fast unmöglich“ sei, alleine aus dem Reservoir herauszukommen. 

Anschließend warnt die Firma in Versalien: „DAHER FORDERN WIR DRINGEND DAZU AUF, BEI EINEM SELFIE NICHT IN DIE ASCHEMÜLLHALDE ZU FALLEN! DAS IST DIE GRÖSSTE GEFAHR!“

Obwohl die Warnung nun schon seit einigen Tagen publik ist, strömen noch immer neue Bilder von Menschen am See und auch im See durch die Sozialen Netzwerke. Das perfekte Foto für Instagram ist manchen offensichtlich wichtiger als eine ernst zu nehmende Gefahrenwarnung.

Quellen: „CNN“, Instagram



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