Olympia-Ziel ist weiter möglich: Für die deutschen Handballerinnen geht es um alles oder nichts – Sport

Kein Durchkommen. Das deutsche Team um Alicia Stolle unterliegt Norwegen.FOTO: MARCO WOLF/DPA

[ad_1]Nach dem die deutschen Handballerinnen den erstmaligen Einzug ins WM-Halbfinale seit 2007 verpasst haben, spielen sie bei der Weltmeisterschaft in Japan um Platz sieben. Die deutsche Mannschaft muss am Freitag (6.30 Uhr/Sportdeutschland.tv) ihr Platzierungsspiel gegen Schweden gewinnen, um sich das erhoffte Ticket für die Olympia-Ausscheidung im März 2020 zu sichern.

„Ich bin immer Optimist, weil die Mannschaft ein tolles Turnier spielt. Wir hatten die Chance auf das Halbfinale, was so niemand erwartet hatte“, sagte Trainer Henk Groener am Donnerstag. „Alle wollen zu Olympia. Nun haben wir die Chance, einen weiteren Schritt in Richtung Tokio zu machen.“

Das Team um Kapitänin Kim Naidzinavicius hatte am Mittwoch in Kumamoto ihr letztes Hauptrundenspiel gegen Rekord-Europameister Norwegen mit 29:32 (16:17) verloren und die Gruppe I mit 5:5 Punkten als Vierter abgeschlossen. Dem deutschen Team hätte schon ein Unentschieden gereicht, um hinter Norwegen ins Halbfinale einzuziehen. Auch die erhoffte Schützenhilfe der Däninnen (verloren gegen Serbien) und Südkoreanerinnen (verloren gegen die Niederlande) blieb aus. So ist das deutsche Team zwar punktgleich mit dem Dritten Serbien, hatte aber den direkten Vergleich am Montag verloren.

Das bietet der Freitag bei der Handball-WM

  • Spiel um Platz 7: Deutschland – Schweden (6.30 Uhr)
  • Spiel um Platz 5: Serbien – Montenegro (3.30 Uhr)
  • Halbfinale 1: Norwegen – Spanien (9.30 Uhr)
  • Halbfinale 2: Russland – Niederlande (12.30 Uhr)

Die Deutschen verpassten das Halbfinale allerdings nicht erst gegen Norwegen. Denn schon ein Punkt gegen Serbien am Montag hätte gereicht, um in die Vorschlussrunde einzuziehen. Kapitänin Kim Naidzinavicius sagte zwar am Dienstag, dass es nichts bringe, der verpassten Chance hinterherzutrauern. Das werden sie allerdings nun im Nachhinein tun.

„Wir haben im Laufe des Turniers gezeigt, dass wir mit Teams, die das Niveau von Norwegen haben, mithalten können“, hatte Naidzinavicius vor dem Spiel gesagt. Und sie behielt recht. Die deutschen Handballerinnen bewegten sich stets auf Augenhöhe, die Führung wechselte in der ersten Hälfte ein paar Mal.

Bitter für die Deutschen war, dass Linkshänderin Alicia Stolle bereits nach 13 Minuten unglücklich umknickte und erst in der Schlussphase auf das Parkett zurückkehren konnte. Norwegen nutzte den kurzen Schockzustand im deutschen Team aus und wandelte einen 9:10-Rückstand in eine 14:10-Führung um. Bis zur Pause waren die Deutschen allerdings wieder dran.

Erst im zweiten Durchgang konnten sich die Norwegerinnen erstmals nachhaltig absetzen, weil sie die Deutschen gegen ihr Tempospiel keine Lösungen fanden. „Wir haben in der Abwehr nicht gut gestanden und uns im Angriff sehr schwer getan“, analysierte Torhüterin Dinah Eckerle. „Das es so gelaufen ist, ist sehr bitter.“

Allerdings war auch sie selbst in der kritischen Phase der zweiten Hälfte nicht der gewohnte Rückhalt. Erst, als die Deutschen schon schier aussichtslos mit fünf Toren zurücklagen, ging nochmal ein Ruck durch das Team. Mehrmals hatten sie die Chance, auf ein Tor zu verkürzen. Als die Deutschen allerdings zwei Minuten vor dem Ende einmal mehr unter Zeitdruck das Tor nicht trafen und die mal wieder beste Werferin Emily Bölk ein Zeitstrafe erhielt, war das Spiel entschieden.

Gruppensieger Norwegen trifft im Halbfinale auf Spanien. Den zweiten Endspiel-Teilnehmer ermitteln Olympiasieger Russland und die Niederlande. Das Spiel um Platz fünf bestreiten Serbien und Montenegro. (Tsp/dpa)

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