So ist die Lage in den beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen

beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen

Nach den ersten Lockerungen der Corona-Maßnahmen und Grenzöffnungen hoffen viele wieder auf einen Sommerurlaub im Ausland. In einigen Reiseländern sind die Infektionszahlen tatsächlich relativ niedrig. Wir zeigen Ihnen die Lage in den Top-Reisezielen der Deutschen.

Neben Österreich öffnen auch andere europäische Urlaubsländer der Deutschen ab Mai ihre Grenzen wieder für Touristen. Doch wie sicher ist so ein Sommerurlaub im Ausland? Welche Maßnahmen sind dort zu erwarten und wie viele Infizierte gibt es beispielsweise in Italien jetzt? Eine Übersicht mit aktuellen Zahlen (Stand: 19.05.2020):

Bulgarien

In Bulgarien gab es insgesamt bisher rund 2.260 bestätigte Covid-19-Fälle. 112 Menschen starben dort an dem Virus, aktuell sind noch rund 1.500 erkrankt.

Mittlerweile wurde in Bulgarien der nationale Notstand zwar aufgehoben, bis mindestens Mitte Juni ist deutschen Staatsangehörigen die Einreise nach Bulgarien allerdings nur dann erlaubt, wenn sie über einen ständigen, dauerhaften oder langfristigen Aufenthaltsstatus für Bulgarien verfügen.

Teilweise gab es Lockerungen im öffentlichen Leben, es muss aber weiterhin bei Kontakt zu anderen Menschen Abstand gehalten und ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Dänemark

Unser nördliches Nachbarland hatte insgesamt bisher rund 11.200 Corona-Infizierte. Mittlerweile gibt es nur noch rund 1.100 aktive Fälle. Dänemark hat wegen des Coronavirus seit dem 14. März 2020 seine Grenzen geschlossen und einen Einreisestopp verhängt. Dies gilt für alle Einreisen nach Dänemark, für die keine wichtigen Gründe vorliegen und vorerst bis zum 31. Mai.

Frankreich

Von insgesamt mehr als 180.000 Fällen sind in Frankreich bisher mehr als 28.000 Menschen am Coronavirus gestorben. Aktuell gibt es fast 90.000 aktive Fälle.

Für die Einreise nach Frankreich müssen Sie momentan eine selbst ausgefüllte internationale Einreisebescheinigung mitführen. Zudem gelten eine strenge Maskenpflicht und viele Einschränkungen des öffentlichen Lebens und des öffentlichen Personennahverkehrs. Sommerurlaub soll voraussichtlich ab Juli wieder möglich sein, dann allerdings zunächst nur für die Franzosen selbst.

Griechenland

In Griechenland gibt es aktuell noch rund 1.300 aktive Covid-19-Infektionen. Insgesamt gab es dort nur etwas mehr als 2.800 Erkrankte.

Kreta: Der vollständige Start des Tourismus in Griechenland ist für den 1. Juli geplant. (Quelle: imago images/Westend61)
Kreta: Der vollständige Start des Tourismus in Griechenland ist für den 1. Juli geplant. (Quelle: Westend61/imago images)

Alle Personen, die vom Ausland nach Griechenland einreisen, müssen aktuell noch mindestens bis zum 31. Mai damit rechnen, dass sie sich bei Einreise einem COVID-19-Test unterziehen müssen und zu diesem Zweck bis zum Vorliegen des Testergebnisses (nach rund 24 bis 72 Stunden) von den zuständigen Behörden in einem Hotel untergebracht werden. Einreisende müssen sich in jedem Fall in eine 14-tägige Hausquarantäne begeben. Ebenfalls bis Ende Mai bleiben Hotels und Unterkünfte in Griechenland geschlossen, Flugverbindungen werden nur schrittweise wieder aufgenommen. Der vollständige Start des Tourismus ist für den 1. Juli geplant. Bereits jetzt sind erste touristische Stätten im Freien wieder geöffnet, Museen sollen im Juni wieder öffnen.

Italien

Italien zählt zu den Ländern, die weltweit am schwersten vom Coronavirus betroffen waren und sind. Von insgesamt rund 226.000 Infektionen sind rund 67.000 noch immer aktiv. 32.000 Menschen starben in Italien am Coronavirus.

Die Einreise nach Italien ist aktuell nur erlaubt, wenn es sich um nachweisbare „berufsbedingte Fahrten, gesundheitliche Gründe oder sonstige absolute Notwendigkeit“ handelt. Es gibt zudem zahlreiche Gesundheitskontrollen und Bewegungseinschränkungen im Land. Ab dem 3. Juni sollen Einreisen aus dem Ausland sowie Reisen innerhalb Italiens wieder erlaubt sein. Regionen wie Südtirol öffnen die Hotels schon ab Ende Mai wieder.

Kroatien

In Kroatien gab es vergleichsweise wenige Coronafälle: Von insgesamt 2.228 bestätigten Fällen sind nur noch 187 aktuell aktiv.

Auch Kroatien hatte seine Einreisebestimmungen im Zuge der Corona-Pandemie verschärft, mittlerweile aber wieder gelockert. Das Land will im Laufe des Sommers wieder ausländische Gäste ins Land lassen. Dem Auswärtigen Amt zufolge ist nicht eindeutig, nach welchen Kriterien die Grenzpolizei über eine Einreise entscheidet.

Niederlande

Insgesamt wurden in den Niederlanden rund 44.300 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 38.400 sind aktuell noch immer erkrankt. Rund 5.700 Menschen starben in den Niederlanden bereits an Covid-19.

Zwischen den Niederlanden und Deutschland gibt es momentan keine Grenzkontrollen. Jedoch sind bei der Rückreise nach Deutschland die Quarantäne-Regelungen der Bundesländer zu beachten. Schon jetzt können Sie wieder Ferienwohnungen und Unterkünfte in den Niederlanden buchen, die Tourismussaison soll zum 1. Juli vollständig wieder starten, dann öffnen beispielsweise auch Campingplätze wieder für Touristen.

Österreich

In unserem südlichen Nachbarland Österreich gab es insgesamt mehr als 16.000 Corona-Infektionen. Mittlerweile sind die meisten wieder genesen, nur noch etwas mehr als 1.000 der Infektionen sind aktiv.

Die österreichische Grenze zu Deutschland soll am 15. Juni wieder vollständig geöffnet werden. Bereits Ende Mai öffnen Hotels und Unterkünfte wieder. Auch touristische Attraktionen und Museen sollen in den kommenden Wochen schrittweise wieder öffnen. Es gilt allerdings eine Maskenpflicht in den öffentlichen Bereichen.

Polen

Rund 18.900 Menschen waren in Polen bisher insgesamt mit dem Coronavirus infiziert. 936 Menschen starben an Covid-19. Aktuell sind noch rund 10.300 Menschen infiziert.

Es gibt strenge Einreisebeschränkungen an der Grenze zu Polen und ebenso strenge Maßnahmen innerhalb des Landes. Beispielsweise gilt eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit. Hotels und Herbergen haben zwar wieder geöffnet, empfangen jedoch bisher nur polnische Gäste. Die polnische Regierung stellte im Mai in Aussicht, die Grenzen am 15. Juni wieder zu öffnen.

Portugal

Portugal hatte bisher insgesamt fast 30.000 Corona-Fälle. Mehr als 1.200 Menschen starben und auch jetzt sind noch mehr als 21.500 der Infektionen weiterhin aktiv.

Bei der Einreise nach Portugal müssen persönliche Angaben zum Zielort und Reisegrund gemacht werden. Derzeit herrschen keine Einreisebeschränkungen für deutsche Staatsbürger an Flughäfen auf dem portugiesischen Festland. Strengere Regelungen gelten jedoch für Madeira und die Azoren. Dort wird bei Einreise auch weiterhin, wenn auch mit Ausnahmen, eine 14-tägige Hotelquarantäne vorgeschrieben.

Schweden

Von insgesamt bisher fast 30.400 Infektionen sind in Schweden aktuell noch 21.700 aktiv. Fast 3.700 Menschen starben bislang an der Infektion.

Schweden: Vor allem über die Sommermonate wird eine
Schweden: Vor allem über die Sommermonate wird eine „anhaltend hohe Beanspruchung des Gesundheitswesens“ erwartet. (Quelle: Westend61/imago images)

Auch in Schweden führt die Corona-Krise zu verstärkten Einreisekontrollen. Von Reisen innerhalb Schwedens wird von der dortigen Regierung abgeraten. Vor allem über die Sommermonate wird zudem eine „anhaltend hohe Beanspruchung des Gesundheitswesens“ erwartet.

Schweiz

Die Schweiz hatte insgesamt fast 30.600 Corona-Infektionen. Mittlerweile sind die meisten der Patienten genesen. Aktuell gibt es noch 1.111 aktive Infektionen.

Auch, wenn die Einreisebeschränkungen in die Schweiz seit Mitte Mai schrittweise gelockert werden, sind die Regelungen weiterhin streng. Einreisen dürfen beispielsweise weiterhin nur Menschen bestimmter Personengruppen wie Transportunternehmer oder Personen, die wichtig für den medizinischen Bereich sind sowie Personen mit Schweizer Bürgerreicht oder entsprechenden Reisedokumenten. Die übrigen Lockerungen betreffen beispielsweise Geschäfte, Restaurants und das Gesundheitswesen. Ab 8. Juni sollen schrittweise auch Freizeiteinrichtungen wie Zoos wieder geöffnet werden.

Spanien

Auch Spanien wurde vom Coronavirus hart getroffen. Insgesamt 231.600 Menschen haben sich dort bisher mit dem Coronavirus infiziert, fast 28.000 Menschen starben. Momentan gibt es noch etwas mehr als 53.500 aktive Fälle auf der iberischen Halbinsel. Schwächer betroffen sind vor allem die Urlaubsregionen: Auf den Kanaren gibt es beispielsweise nur noch rund 600 aktive Fälle, auf den Balearen sind es sogar nur noch etwa 240.

Spanien hat bis mindestens Mitte Juni Einreisebeschränkungen verhängt, vor allem an den Landgrenzen zu Frankreich und Portugal gibt es strenge Kontrollen. Wer einreisen darf, muss sich zudem in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Eine Grenzöffnung für Touristen wird für frühestens Ende Juni erwartet.

Lanzarote: Spanien hat bis mindestens Mitte Juni Einreisebeschränkungen verhängt, vor allem an den Landgrenzen zu Frankreich und Portugal gibt es strenge Kontrollen. (Quelle: imago images/Cavan Images)
Lanzarote: Spanien hat bis mindestens Mitte Juni Einreisebeschränkungen verhängt, vor allem an den Landgrenzen zu Frankreich und Portugal gibt es strenge Kontrollen. (Quelle: Cavan Images/imago images)

Tschechien

In Tschechien gab es bisher insgesamt rund 8.600 Corona-Infizierte. Aktuell sind davon noch 2.650 Fälle aktiv. Das Land hat Grenzkontrollen bis mindestens 13. Juni eingeführt. Der Bahn-, Schiffs- und regelmäßige Busverkehr nach Deutschland ist weitgehend eingestellt.  

Türkei

Die Türkei hatte bisher insgesamt rund 150.600 Corona-Infizierte. Mehr als 4.000 Menschen starben an dem Virus, aktuell gibt es noch 34.850 aktive Fälle.

Die türkischen Behörden haben das Einreiseverbot für mehrere von COVID-19 betroffenen Staaten seit 14. März 2020 auch auf Einreisende aus Deutschland erweitert. Die Grenzen wurden geschlossen und werden streng kontrolliert. Es gibt zudem immer wieder Ausgangssperren und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit. Ende Mai soll der Inlandtourismus langsam wieder anlaufen, für Juni hofft die Türkei auch wieder auf internationale Reisende.

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