Tesla erwägt Autofabrik im niedersächsischen Emsland


Tesla könnte künftig in Niedersachsen vom Band rollen. (Foto: dpa)

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann bestätigt, mit Tesla in Verhandlungen über den Bau einer Fahrzeugfabrik zu stehen. Genaue Standorte will er nicht nennen.

Der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) sagte Althusmann, man habe Tesla auf der Basis des übermittelten Anforderungsprofils mehrere Vorschläge gemacht. Dabei gehe es Tesla besonders um eine gute Lage im europäischen Verkehrsnetz mit Hafenanbindung, einer dynamischen Forschungslandschaft und erneuerbaren Energien vor der Haustür, so der Minister.

Kommt eine Tesla-Fahrzeugfabrik mit bis zu 2.000 Mitarbeitern nach Emden?

Das amerikanische Unternehmen wolle dabei zunächst klein anfangen und eine reine Fahrzeugfertigung aufziehen. Althusmann rechne vorerst mit einer Fabrik in einer Größenordnung von 1.000 bis 2.000 Mitarbeitern.

Baut Tesla sein Erfolgsmodell 3 bald in einer Gigafactory in Niedersachsen? (Foto: Tesla)

Konkrete Standorte wollte er aufgrund der mit Tesla getroffenen Vertraulichkeitsvereinbarung nicht nennen. Die HAZ ermittelte dann durch eigene Recherche vor allem Emden und das Emsland als mögliche Favoriten. Die Stadt Emden hatte bereits Ende 2018 für ein Batteriewerk für Elektrofahrzeuge geworben und auf seine Nähe zu Offshore-Stromproduzenten hingewiesen. In Emden befindet sich schon ein großes Volkswagen-Werk, in dem künftig ebenfalls Elektrofahrzeuge, vermutlich der VW ID Crozz, gebaut werden sollen.

Laut Althusmann will Tesla eine Entscheidung unmittelbar mitteilen, sobald sie gefallen ist. Wann das sein wird, konnte er indes nicht einschätzen.

Gigafactory: Deutscher Standort als erste Wahl von Tesla-Chef Musk bereits bestätigt

Dass ein deutscher Standort für eine der beiden geplanten europäischen Gigafactorys des amerikanischen Autobauers Tesla erste Wahl ist, hatte Firmenchef Elon Musk bereits im Juni 2018 ungewöhnlich deutlich bestätigt. Seinerzeit war über das Saarland oder Rheinland-Pfalz als wahrscheinlichste Standorte spekuliert worden. Immerhin liegen beide Länder nahe an Teslas europäischem Montagewerk im niederländischen Tilburg. In Rheinland-Pfalz ist der im Jahr 2016 von Tesla übernommene Maschinenbauer Grohmann ansässig.

In seinen Gigafactorys stellt Tesla vornehmlich Batteriemodule her, die nicht nur für den Einsatz in den eigenen Fahrzeugen bestimmt sind. Die für Niedersachsen im Gespräch befindliche Fabrik fiele insofern etwas aus dem Rahmen, glaubt man den Einschätzungen des Wirtschaftsministers.

Zum Weiterlesen: Elon Musk verhandelt mit zwei Bundesländern über Tesla-Werk in Deutschland



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