Tesla muss auf irreführende Preisangabe verzichten


Nach Beanstandungen der Wettbewerbszentrale muss Tesla Preisangaben ändern. Warum der Autobauer mit dem kritisierten Betrag aber immer noch Werbung macht. 

Tesla Tesla, Inc. Aktie zeigt nach dem Einschreiten der Wettbewerbszentrale für seinen neuen Wagen Model 3 in Deutschland im Internet keinen „Preis nach geschätzten Einsparungen“ mehr an. Die geschätzte Ersparnis im Vergleich zu einem Fahrzeug mit Benzinmotor führt der Elektroauto-Hersteller aber weiterhin auf – Tesla verzichtet lediglich darauf, sie für eine zweite Preisangabe auch abzuziehen.

Kein Preis „nach Einsparungen“ mehr

Der US-Konzern hatte auf seiner Website zuvor zwei Beträge für Bar- und Ratenzahlungen ausgewiesen: den vollen „vor Einsparungen“ und einen um 5.000 Euro niedrigeren, die man schätzungsweise über einen Zeitraum von fünf Jahren an Benzinkosten sparen werde.

Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs – eine Selbstkontrollinstitution der deutschen Wirtschaft – hatte diese Praxis beanstandet. Sie warf Tesla Irreführung potenzieller Interessenten und einen Verstoß gegen die Preisangabenverordnung vor. Die Berechnung sei willkürlich und intransparent, und auf jeden Fall könne eine solche „Einsparung“ nicht vom Kaufpreis abgezogen werden, da der Kunden beim Erwerb den vollen Betrag bezahlen müsse. Tesla habe sich außergerichtlich verpflichtet, solche Werbung nicht zu wiederholen, hatte die Wettbewerbszentrale vergangene Woche erklärt.

Tesla weist weiter auf Einsparpotenzial hin

Tesla entfernte den niedrigeren Preis, weist aber weiter prominent auf ein Einsparpotenzial hin. Sowohl der Barpreis als auch die Höhe der Ratenzahlung wurde zunächst mit dem Hinweis „vor Einsparungen“ versehen, ein Link daneben führte zur Berechnung einer geschätzten Benzinkosteneinsparung. Tesla geht dabei davon aus, dass ein durchschnittlicher Fahrer 20.000 Kilometer im Jahr zurücklege und 3.100 Euro für Benzin ausgebe.



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