Toyota spricht Klartext zur Deutschen Umwelthilfe: „Situation emotionalisiert“


„Situation emotionalisiert“: Toyota spricht Klartext zur Deutschen Umwelthilfe

Mit Toyota hat die Lobby-Organisation Deutsche Umwelthilfe (DUH) einen ihrer bekanntesten Unterstützer verloren. Das hatte direkt mit den Kampagnen des Vereins gegen den Diesel zu tun, bestätigt der Hersteller nun.

Toyota hat seine Verkaufszahlen im vergangenen Jahr deutlich gesteigert. Dabei half auch die Abkehr vieler Autokäufer vom Diesel, bestätigt Alain Uyttenhoven, Präsident und CEO von Toyota Deutschland im Interview mit der „Auto Motor & Sport“: „Ja, wir haben Rückenwind durch die ganze Diskussion bekommen“, sagt Uyttenhoven. Toyota hat sich mittlerweile abgesehen von Modellen wie dem Pickup Hilux komplett vom Diesel verabschiedet und setzt auf Benziner sowie Hybridantriebe.

Hybridabsatz steigt stark an

Zwar ist Toyota in absoluten Verkaufszahlen auf dem deutschen Markt keine relevante Größe, doch dank steigender Hybrid-Zahlen peilen die Japaner ein ordentliches Wachstum an. „Für das Jahr 2019 hat sich Toyota das Absatzziel gesetzt, um sechs bis sieben Prozent zu wachsen. Das entspricht dem Verkauf von rund 92.000 Einheiten in diesem Jahr. Für viel Zuversicht sorgt das weiter steigende Interesse am Hybrid“, so die „Auto Motor & Sport“. Die Japaner haben in ihrer globalen Antriebsstrategie den Dieselmotor fast komplett ausgelistet und konzentrieren sich auf den Hybrid als Kernkompetenz.

Legendäres Modell: Auris wird wieder zum Corolla

Dieser Trend war bereits seit Jahren vorgezeichnet, auch wenn Toyota in mehreren Modellen – darunter auch dem populären SUV RAV4 – in Europa viele Dieselvarianten verkaufte. In fast allen anderen Märkten, etwa den USA, waren für Toyota dagegen schon immer ausschließlich Benziner und Hybride relevant. Global gesehen half der Einsatz von Diesel-Aggregaten Toyota daher eher wenig. Die Japaner haben zwei wichtige Modelle, die 2019 der Konkurrenz Paroli bieten sollen:

  • Der neue RAV4 wurde gerade auf der Detroit Auto Show in den USA vorgestellt. Zur Auswahl stehen ein Benzinmotor mit 175 PS und ein Hybridantrieb mit 218 PS, beide Varianten sind optional mit Allradantrieb verfügbar.
  • Der neue Golf-Gegner aus Japan heißt nicht mehr Auris, sondern – wieder – Corolla. Der weltweit verbreitete Kompaktwagen hatte sich unter dieser Modellbezeichnung den Ruf eines zuverlässigen Brot-und-Butter-Autos erarbeitet, das selten eine Autowerkstatt von innen sieht. Kein Wunder also, dass die Japaner wieder auf die bewährte Bezeichnung setzen.

Toyota-Chef spricht Klartext

Beendet hat Toyota derweil die Zusammenarbeit mit der Lobby-Organisation Deutsche Umwelthilfe (DUH) und folgte damit den Unternehmen Krombacher und Telekom. „Diese langjährigen Partner haben wir nicht mehr – auch wegen massiven Drucks der Industrie“, hatte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch im Dezember in einem Interview mit RP Online behauptet. Toyota-Chef Alain Uyttenhoven stellt dagegen klar, was der eigentliche Grund für das Aus der Kooperation war: Die umstritttenen und emotionalisierten Kampagnen der DUH.

Zur Markteinführung des ersten Prius vor 20 Jahren habe die DUH geholfen, mit Taxifahrern in Kontakt zu kommen, so Uyttenhoven. „Denn die DUH wurde als neutrale Stelle gesehen. Heute hat sich die Situation emotionalisiert, denn die DUH hat sich gegen den Diesel positioniert. Wir haben relativ lang mit der DUH diskutiert, und wir glauben, dass es nicht mehr zielführend ist, zusammenzuarbeiten“, so der Toyota-Chef.

Im Video: Neue Symbole, die Sie ab 2019 beim Tanken kennen müssen

 

sv



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