Transporter: Opel will vollelektrischen Vivaro noch 2020 ausliefern

Der Vivaro-e soll noch 2020 auf den Straßen unterwegs sein. (Bild: Opel)

Der Rüsselsheimer Autohersteller Opel will seinen vollelektrischen Kleintransporter Vivaro-e noch in diesem Jahr an die ersten Kunden ausliefern. Das leichte Nutzfahrzeug (LCV) werde in drei Fahrzeuglängen und verschiedenen Karosserievarianten angeboten, teilte das zum französischen PSA-Konzern gehörende Unternehmen am 28. April 2020 mit. Als Antrieb dient ein Elektromotor mit 100 Kilowatt (136 PS) mit einem Drehmoment von 260 Newtonmetern, wie er auch im neuen Corsa-e eingesetzt wird. Opel teilte bislang noch keine Preise für den Vivaro-e mit.

Die Basisvariante verfügt ebenso wie der Kleinwagen über einen Akku mit einer Kapazität von 50 Kilowattstunden (kWh) brutto. Dieser soll eine Reichweite nach dem Standard WLTP von 230 Kilometern (km) ermöglichen. Mit einem Akku von 75 kWh soll die Reichweite auf 330 km nach WLTP steigen. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 130 Kilometer pro Stunde (km/h) beschränkt. Damit ist der Vivaro-e noch einmal 20 km/h langsamer als der Corsa-e.

Ladeleistung bis zu 100 kW

Laut Opel ist der neue Transporter aus dem Van-D-Segment „genauso variabel und flexibel einsetzbar wie jeder andere Vivaro auch“. Wegen des Batteriegewichts sinke jedoch das zulässige Ladegewicht verglichen mit der Dieselvariante von 1.405 kg auf 1.275 kg. Der Vivaro-e sei der einzige E-Transporter in seinem Segment, der ab Werk mit einer Anhängerkupplung bestellbar sei und Anhängelasten von bis zu 1.000 kg ziehen könne.

Die Lademöglichkeiten entsprechen ebenfalls denen des Kleinwagens. Serienmäßig verfügt der Vivaro über einen einphasigen Wechselstromlader mit bis zu 7,4 kW Ladeleistung. Gegen Aufpreis ist ein eingebauter Drehstromlader für bis zu 11 kW verfügbar. Per Gleichstrom lässt sich die Batterie mit bis zu 100 kW aufladen. „Damit lässt sich beispielsweise die 50-kWh-Batterie in nur 30 Minuten zu 80 Prozent wieder aufladen. Beim großen 75-kWh-Akku werden dafür lediglich 45 Minuten benötigt“, schreibt Opel. Auf einer Probefahrt des Corsa-e hat sich gezeigt, dass Opel dieses Versprechen annähernd einhalten kann.

Sensorgesteuerte Schiebetüren

Der Transporter lässt sich in den Fahrzeuglängen 4,60, 4,95 und 5,30 m bestellen. Mit einer Höhe von 1,90 m ist er noch tiefgaragentauglich. Laut Opel verfügt der Transporter über sensorgesteuerte Schiebetüren. Eine Fußbewegung neben dem Vivaro-e reicht laut dem Unternehmen aus, damit die Türen sich automatisch öffnen oder wieder schließen.

Die Assistenzsysteme des Vivaro entsprechen ebenfalls weitgehend denen des Corsa-e. Dazu gehören Spurhalteassistenten, eine erweiterte Verkehrszeichenerkennung, eine Müdigkeitswarnung, eine semiadaptive Geschwindigkeitskontrolle, ein Frontkollisionswarner und Notbremsassistenten. Zudem verfügt der Vivaor zusätzlich über ein Head-up-Display. Wichtig bei Transportern: „Ultraschallsensoren an Front und Heck warnen den Fahrer vor Hindernissen beim Einparken und überwachen zudem den toten Winkel. Die 180-Grad-Heckkamera überträgt ihre Bilder auf den Sieben-Zoll-Touchscreen im Cockpit.“

Bei den leichten Nutzfahrzeugen soll bereits im kommenden Jahr der rein batterieelektrische Opel Combo-e folgen. Bei den Pkw will Opel nach dem Corsa-e im nächsten Jahr auch den Opel Mokka mit Elektroantrieb auf den Markt bringen.

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