Uli Hoeneß: Verfolgen Sie seinen emotionalen Abschied vom FC Bayern im stern-Ticker

Unter Tagesordnungspunkt 1 der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München steht lapidar: Bericht des Präsidenten. Welch ein Understatement. Seit Tagen wurde auf diesen Moment hingeschrieben und hinberichtet.Uli Hoeneß richtete in der Münchner Olympiahalle ein letztes Mal als Präsident ebenso bewegte wie bewegende Worten an die Mitglieder „seines“ Clubs. Der Mann, der den FC Bayern zum Weltverein formte, trat ab – wenn sich auch kaum jemand vorstellen kann, dass sich der 67-Jährige künftig völlig aus der Öffentlichkeit zurückziehen wird. Die Geschicke des Vereins, den er groß gemacht hat, werden künftig jedoch andere maßgeblich bestimmen.

Hoeneß zur Ehrenpräsidentschaft

Ich freue mich wahnsinnig über diese Auszeichnung.

TOP „Verschiedenes“ beginnt mit Überraschung: Hoeneß zum Ehrenpräsidenten gewählt

Der letzte Tagesordnungspunkt beginnt mit einem Antrag des neuen Präsidiums – und der ist eine faustdicke Überraschung: Nach einem Film, in dem Weggefährten das Lebenswerk Hoeneß‘ würdigten, und erneuten stehenden Ovationen, wählten die Mitglieder per Akklamation ihren Ex-Boss zum sechsten Ehrenpräsidenten.

Präsidium komplett

Als 1. Vizepräsidenten bestätigen die Mitglieder Dieter Mayer, als 2. Vizepräsidenten Walter Mennekes. Damit ist das FC-Bayern-Präsidium komplett. Nun stehen noch die Wahl des Ehrenrates und die Wahl der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für den Jahresabschluss an. Danach folgt der Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“. Ob es dort noch etwas von oder zu Uli Hoeneß zu hören gibt?

Thronfolger gewählt

Tagesordnungspunkt 6 sieht die Wahl des Präsidiums vor. Wie erwartet, wählen die anwesenden Mitglieder in der Münchener Olympiahalle Adidas-Chef Herber Hainer mit großer Mehrheit zum Nachfolger von Uli Hoeneß.

Rummenigge über Kovac, Flick bleibt vorerst Trainer

Vorstandsvorsitzender Karl-Hein Rummenigge spricht in seiner Rede über die Trennung von Trainer Niko Kovac. Sie sei ihm nicht leicht gefallen, jedoch „so seriös und sauber wie möglich“ abgelaufen. „Ich möchte mich noch einmal ausdrücklich bei Niko und seinem Bruder bedanken. Ich wünsche beiden auf ihrem Weg viel Erfolg“, so Rummenigge gefolgt von Applaus der Mitglieder für den Ex-Coach. Hansi Flick bleibe „bis auf Weiteres unser Cheftrainer“, „mindestens bis Weihnachten und möglicherweise darüber hinaus.“ Dies habe der Vorstand entschieden.

Entlastung des Präsidiums

Die 6091 in der Olympiahalle anwesenden Mitglieder entlasten bei 20 Gegenstimme und acht Enthaltungen (darunter Hoeneß selbst) das Präsidiums des Clubs.

Wirtschaftsprüfung

Nach minutenlangem Applaus für den sichtlich ergriffenen Hoeneß, geht es nun mit dem graue Jahreshauptversammlungsalltag weiter: zunächst der Bericht der Wirtschaftsprüfer.

Uli Hoeneß ist mit seiner Rede am Ende

Das war’s. Ich habe fertig. Danke.

Standing Ovations.

Die soziale Seite des Uli Hoeneß

Der Tanker FC Bayern müsse geradeaus fahren. „Nicht nach links schauen,“ ruft Hoeneß: „Und schon gar nicht nach rechts.“ Er wolle einen sozialen und selbstbewussten, und keinen arroganten Verein. „Wenn man oben ist, muss man an die denken, die unten sind.“ Er appelliert an die Verantwortung: „Dass es in München viele alte Menschen gibt, die von ihrer Rente nicht leben können, das ist wichtig.“ Für die Zukunft kündigt Hoeneß ein verstärktes soziales Engagement seiner Person an.

Zeitreise

Fast fünf Jahrzehnte gab es die Verbindung FC Bayern/Uli Hoeneß – er nimmt die Mitglieder in der Olympiahalle mit auf eine Zeitreise: Anekdoten, Erinnerungen, Schwelgen in alten Zeiten. Hoeneß berichtet, wie er als Manager bei den Bayern anheuerte, wie er aus dem verschuldeten Club ein hochprofitables Unternehmen und einen Verein mit 293.000 Mitgliedern formte. Immer wieder brandet Applaus auf.

Besonders stolz berichtet Hoeneß über die Allianz-Arena, ihr Bau sei „der Traum aller Fans“ gewesen. Sie sei das „schönste Stadion der Welt“ und ermögliche es seinem Verein, „wie die Made im Speck“ zu leben.

Ein weiteres Zitat aus der Rede:

Das große Glück war, dass wir Karl-Heinz Rummenigge hatten. Den konnte ich an Inter Mailand verkaufen.

(Durch den Transfer von Rummenigge war der Club schuldenfrei.)

Hoeneß ergreift das Wort

„Unsere Mannschaft hat Borussia Dortmund am Wochenende deklassiert, das hat mir gut gefallen“, wendet sich der Bayern-Übervater an Trainer Hansi Flick. Dass auch noch die Basketballer des FCB gewonnen haben, habe das Wochenende der Familie Hoeneß gerettet. Die Lacher sind auf seiner Seite.

Ein ernstes Thema: sexualisierte Gewalt

Mennekes berichtet, dass der Verein sich dem Thema sexualisierte Gewalt und sexuelle Übergriffe widmet. Es gebe einen Leitfaden, wie „im Falle des Falles“ vorzugehen sei. Das Präsidium wolle eine Kultur des Hinsehens etablieren, das Thema müsse angesprochen werden, es müsse Priorität haben.

Mennekes stellt die Geduld aller auf die Probe

Nur gut, dass der Vize-Präsident die Erfolge der Amateur-Abteilung recht launig darzustellen weiß.

Mehmet Scholl liebt das Kegeln

Legendär bei den Bayern ist, dass Ex-Fußballprofi Mehmet Scholl ein leidenschaftlicher Kegler ist. Zeitweise war er sogar offiziell in einem Kegel-Team der Bayern gemeldet.

Nun auch noch Vize-Präsident Walter Mennekes

Mennekes Aufgabe ist daran zu erinnern, dass der FC Bayern bei weitem nicht nur aus Profi-Fußball besteht. Tischtennis und Kegeln beispielsweise gehören auch dazu. 1800 aktive Sportler und Sportlerinnen gebe es beim FCB.

Zahlen, Zahlen, Zahlen

So ist das in einem Rechenschaftsbericht: Es geht vor allem um Zahlen und der Stoff ist alles in allem trocken – obwohl es ums Geld geht. Beeindruckend ist allerdings diese Zahl: Laut dem US-Wirtschaftsmagazin Forbes liegt der Wert des FC Bayern bei 2,7 Milliarden Euro.

Es gibt offenbar nicht nur positive Stimmen im Saal

Die überwiegende Zahl der Bayern-Mitglieder hat Hoeneß allerdings bisher sehr gefeiert. Aber Hoeneß hat beim Verlesen der Tagesordnung schon den letzten Punkt „Vermischtes“ besonders betont. Es wäre nicht das erste Mal, dass die Bayern-Legende unter diesem Punkt hart angegriffen wird. Auch beim letzten großen Auftritt?

Hoeneß gibt das Mikrofon erstmal wieder ab

Zunächst halten die beiden Vize-Präsidenten den Rechenschaftsbericht ab. Sie wollen sich kurz halten – und auch dafür gibt’s warmen Beifall.

Nun laufen die Formalitäten

Ex-Nationaltorhüter Oliver Kahn wird als künftiger Funktionsträger beim FC Bayern mit viel Beifall begrüßt. Hoeneß: „Da hast du viel Arbeit, um diese Vorschusslorbeeren zu erfüllen.“ Auch für den Sportdirektor Hasan Salihamidzic und Neu-Coach Hansi Flick gibt es viel Beifall.

Hoeneß erinnert an das „das war’s noch nicht“

Er erinnert zu Beginn der Rede an den Moment als er nach seiner Verurteilung nicht wusste, wie es weitergehen sollte, wie er frenetisch begrüßt wurde, dass er in seiner Rede sagte, „das war’s nocht nicht“ und wie er vor drei Jahren noch einmal zum Bayern-Boss gewählt wurde. Hoeneß bedankt sich für drei wunderbare Jahre bis heute.

Nun gehört Hoeneß endlich das Mikrofon

Er bedankt sich für die „tolle Überraschung“, solche „Persönlichkeiten“ mit den Pokalen reinkommen zu lassen, „das war eine tolle Idee“. Hoeneß will zunächst als Präsident sprechen, dann seine „persönliche Rede“ halten.

Die Trophäen werden reingetragen

Meisterschale und Pokal kommen rein – nochmal ein großer Auftritt von Robbéry. Franck Ribbéry und Arjen Robben übernehmen nochmal eine tragende Rolle. Auch das unter tosendem Applaus.

„Uli Hoeneß, Du bist der beste Mann“

Der Saal singt und lässt das Bayern-Idol nicht zu Wort kommen.

Hoeneß versucht, die Ovationen zu stoppen

„Irgendwann müssen wir anfangen …“

Das steht er nun

Uli Hoeneß ist ans Rednerpult getreten. Der Applaus will keine Ende nehmen. Schon jetzt huscht ein kleine Mine der Rührung über sein Gesicht. Hoeneß verneigt sich. Er hat noch kein Wort gesagt.

Die Versammlung beginnt

Stimmungsvoller Auftakt der JHV. Auf der Leinwand werden die sportlichen Erfolge gefeiert – nicht nur die der Bundesligamannschaft, sondern auch die der Amateure, des Frauenteams, der Basketballer etc.

Kein Problem, sollte es Tränen geben

Uli Hoeneß ist laut Berichten offenbar schon länger in der Olympiahalle. So wurde er im VIP-Bereich plaudernd mit engen Vertrauten beobachtet. Am Tisch mit seinem designierten Nachfolger Herbert Hainer war der scheidende Präsident des FC Bayern im angeregten Gespräch mit dem Vizepräsidenten Walter Mennekes zu beobachten. Am Morgen hatte er im Radiosender „Bayern 3“ gesagt: „Ich bin jetzt natürlich noch gelassen. Aber wenn ich dann in die wahrscheinlich voll besetzte Olympiahalle eintrete, dann wird das sicherlich emotional werden.“ Sollten Tränen fließen, so Hoeneß, dann habe er damit kein Problem.

In große Fußstapfen: Herbert Hainer

Der designierte Nachfolger von Uli Hoeneß tritt in übergroße Fußstapfen. Adidas-Chef Herbert Hainer soll der nächste starke Mann an der Spitze des FC Bayern werden. In ihrem Wesen könnten die beiden Männer kaum unterschiedlicher sein, doch auch Hainer ist ein Macher.

Abschied von Uli Hoeneß – Bürde oder Chance für die Bayern?

Wie wird es dem FC Bayern ohne seinen Macher ergehen? stern-Redakteur Tim Schulze glaubt daran, dass es der Abtritt eine große Chance für den Rekordmeister darstellt:

Großer Rahmen, großer Abschied

Für das Ende der Ära Hoeneß hat der FC Bayern einen angemessenen Rahmen gewählt: Eigens ist der Club mit seiner Jahreshauptversammlung in die Münchner Olympiahalle gezogen. Es soll der ganz große Rahmen und ein ganz großer Abschied werden. Punkt 19 Uhr soll es losgehen. Schon seit 16 Uhr ist Einlass

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