Virtuelle Rechner machen Nutzer unabhängig



Virtuelle Desktops sind mobil, sicher und leicht zu verwalten. Mitarbeiter können damit ihre Arbeitsumgebung weitgehend unabhängig von ihrem Standort nutzen

Flexibles mobiles Arbeiten ist in Deutschland nach wie vor die Ausnahme. Laut dem „D21 Digital Index 2018/2019“ der Initiative D21 können nur 16 Prozent der Arbeitnehmer mobil oder von zu Hause aus arbeiten – ein im Vergleich zum Vorjahr unverändert niedriger Wert. An der Hardware-Ausstattung allein kann es nicht liegen, denn 44 Prozent erhalten vom Arbeitgeber einen Laptop, 25 Prozent ein Smartphone zur Verfügung gestellt. Neben organisatorischen und firmenkulturellen Widerständen – oft wird Arbeit noch immer mit physischer Anwesenheit gleichgesetzt – sind es vor allem Fragen der IT-Sicherheit und der Ressourcenbereit­stellung, die ein mobiles Arbeiten verhindern.

Eine Möglichkeit, diese Probleme zu lösen, IT-Ressourcen zentral bereitzustellen und von überall sicher nutzbar zu machen, sind Virtual Desktop Services. „Ein Virtual Desktop Service umfasst die Bereitstellung und das kontinuierliche Management von virtuellen Desktops (…) in einer lokalen oder cloudbasierten Umgebung. Er beinhaltet unter anderem die dafür notwendige Virtual Desktop Infrastructure (VDI) und ist nahezu losgelöst von der Hardware des Endgeräts, die darauf zugreift“, erklärt Michael Weber, Manager Systems Engineering, End-User-Computing, Germany bei VMware, das Konzept.

Flexibilität und Standortunabhängigkeit sind aber nur zwei der Vorteile einer Virtual-Desktop-Infrastruktur. Über Virtual Desktop Services lassen sich zudem nutzer- und rollenspezifische Arbeitsumgebungen zur Verfügung stellen. „Virtual Desktop Services eignen sich vor allem für Unternehmen, die Arbeitsplätze beziehungsweise Anwendungen und Daten sicherer und kontextbezogener, aber auch stets topaktuell bereitstellen wollen“, unterstreicht Ulf Diestel, Senior Offerings Manager Digital Workplace Services bei Fujitsu.

Die zentrale Bereitstellung und Verwaltung der Arbeitsplätze erlaubt es beispielsweise, neue Mitarbeiter sehr schnell und einfach mit den notwendigen IT-Arbeitsmitteln und Zugängen zu versorgen. Da Daten und Applikationen das Rechenzentrum beziehungsweise die Cloud-Umgebung nicht verlassen, lassen sich außerdem externe Dienstleister einfacher in die interne IT-Umgebung einbinden und nach Ende des Projekts ebenso einfach wieder vom Zugang trennen. Virtual-Desktop-Lösungen erleichtern zudem das Software- und Patch-Management und können Projekte wie die Migration zu Windows 10 deutlich beschleunigen. Auch wirtschaftliche Aspekte können bei der Umstellung auf Virtual Desktop Ser­vices eine Rolle spielen. „Veränderliche Budgets oder absehbar unzureichende eigene Ressourcen, der Wunsch nach mehr Flexibilität sowie ein Wechsel von Capex- zu Opex-Modellen sind weitere Faktoren“, ergänzt Diestel.



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