Vorstellung: Skoda Vision iV | heise Autos


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Martin Franz

Der geringe Raumbedarf eines elektrischen Antriebs wird neue Freiheiten bringen – sowohl was das Platzangebot wie auch was die Gestaltung angeht. Vorerst nutzen Design diese Ungezwungenheit noch sehr zögerlich, zumindest mündet sie vielfach nicht in eine zierliche Gestaltung. Es ist wohl dem Zeitgeist anzulasten, dass auch auf dem Genfer Autosalon der Trend zu noch mehr Bulligkeit kaum zu übersehen ist. Die neue SUV-Coupé-Studie „Vision iV“ von Skoda trägt dieser Mode Rechnung.

Basis MEB

Die „Vision iV“ ist dabei, anders als viele andere Studie, kein Versuch, die Grenzen des Geschmacks auszutesten, sondern ein ziemlich konkreter Ausblick auf ein Serienmodell, das im nächsten Jahr auf den Markt kommen soll. Der Wagen baut auf dem Modularen Elektronikbaukasten (MEB) von Volkswagen auf, teilt sich also die Plattform mit den VW ID-Modellen und dem Seat el-born. Mit 4,67 Metern ist er fast so lang wie ein aktueller Skoda Kodiaq. Das Platzangebot soll, so verspricht es Skoda, sehr üppig sein. Der Kofferraum ist mit 550 Litern indes kleiner als in Octavia und Kodiaq.

Weiter vorn zeigt sich, dass die Studie mit Details angereichert wurde, die es vermutlich nicht in die Serie schaffen werden. Dazu zählt das große, nahezu rahmenlose Glasdach, Kameras, die die Außenspiegel ersetzen und „fehlende“ Türgriffe. Auch die in Studien so gern verbauten, drehbaren Vordersitze dürften eher nicht im Serienauto zu finden sein. Etwas näher an der Realität ist wohl das Versprechen, das das Serienmodell auf Stufe 3 autonom fahren kann. Das heißt, der Fahrer muss das Geschehen nicht mehr permanent überwachen, gleichzeitig aber jederzeit bereit sein einzugreifen, wenn der Autopilot seine Grenzen signalisiert. Eine Übersicht über die sechs Stufen des autonomen Fahrens haben wir in die Bilderstrecke zu diesem Artikel integriert.

Nicht der Erste

Die Serienversion des Vision iV wird nicht der erste Skoda mit E-Motor, denn noch in diesem Jahr soll es den Citigo als Elektroauto und den überarbeiteten Superb als Plug-in-Hybrid geben. Insgesamt will Skoda bis 2022 zehn Modelle mit elektrifiziertem Antriebsstrang im Sortiment haben.

Den Antrieb der Studie auf dem Genfer Autosalon übernehmen zwei E-Motoren, die an Vorder- und Hinterachse eingebaut sind. Die Systemleistung liegt bei 225 kW (306 PS). Vergleichsweise üppig ist die Batterie dimensioniert. 83 kWh sollen eine Reichweite von 500 Kilometern ermöglichen. Eine halbe Stunde Laden soll ausreichen, um den Speicher wieder auf 80 Prozent zu füllen – sofern die Infrastruktur auf der anderen Seite mitspielt. Diesbezüglich gibt es noch einiges zu tun, damit E-Autos nicht nur bei Gestaltung und Platzangebot neue Freiheiten bietet, sondern alte nicht allzu sehr einschränkt.




(mfz)

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