Vorwürfe gegen Plácido Domingo mehren sich | ZEIT ONLINE


Nach dem Bekanntwerden von Vorwürfen der sexuellen Belästigung gegen Plácido Domingo
haben weitere Frauen den Opernsänger beschuldigt. Elf Frauen sagten jetzt,
dass der derzeitige Generaldirektor der Oper von Los Angeles sie
begrapscht, belästigt oder sich unangemessen verhalten habe.

Eine Frau
sagte, Domingo habe 1999 hinter der Bühne ihre
Brust unter ihrer Robe angefasst. Andere schilderten, er habe sie angefasst, als sie dies nicht gewollt hätten. Oder er habe versucht, sie zu
küssen.

Mehrere Angestellte, die hinter der Bühne arbeiten,
sagten, dass sie versucht hätten, junge Frauen
vor dem Opernsänger zu schützen. Die Verwaltung habe das mutmaßlich
unangemessene Verhalten von Domingo ignoriert. Die Vorfälle sollen sich in der Saison 2016 bis 2017 an der Oper von Los Angeles abgespielt haben.

Eine Sprecherin von Domingo bezeichnete die Vorwürfe in einer Stellungnahme als „durchsetzt mit Widersprüchlichkeiten“. Details nannte sie nicht.  

Die Nachrichtenagentur AP hatte zuvor eine umfangreiche Recherche veröffentlicht, in der bereits neun Frauen erklärt hatten, Domingo habe sie bedrängt und mit dem Entzug von Rollenbesetzungen gedroht, für den Fall, dass er zurückgewiesen würde. Drei Dutzend Mitarbeiter von Opernhäusern sollen bestätigt haben, Zeuge eines unangemessenen Verhaltens des Sängers gegenüber Frauen gewesen zu sein.

Mehrere Kulturinstitutionen in den USA haben Konsequenzen aus den Vorwürfen gegen Domingo gezogen. Das Orchester in San Francisco sagte ein für Oktober geplantes Konzert mit dem Sänger ab. Das Orchester in Philadelphia nahm eine Einladung an Domingo für sein Eröffnungskonzert am 18. September zurück.



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