„Zahltag“: Buschkowsky lästert über von Schmerzen geplagten RTL-Kandidaten


TV-Kolumne „Zahltag! Ein Koffer voller Chancen“: Heinz Buschkowsky lästert unverhohlen über von Schmerzen geplagten RTL-Kandidaten

Finale bei der zweiten Staffel von „Zahltag! Ein Koffer voller Chancen“: Die Kandidaten des RTL-Doku-Formats fanden vor sechs Monaten einen Geldkoffer vor ihrer Haustüre. Der Inhalt: die Summe ihrer Hartz-IV-Bezüge für ein ganzes Jahr, zur freien Verfügung für einen Neuanfang. Nun schauen die Experten – Komikerin Ilka Bessin, Investor Felix Thönnessen und der Politiker Heinz Buschkowsky – was ihre Schäflein aus dieser Chance gemacht haben.

Die Drei beobachten und kommentieren das Geschehen bei den fünf ausgewählten Familien vor allem aus der Ferne. Es finden immer nur Stippvisiten statt, und da kommt der gute und offenbar nötige Rat manchmal einfach zu spät. So reist Ilka Bessin nach Selb, um Manuela zu helfen, die von dem Geld einen Suppenladen eröffnet hat. Ilka gibt den Restaurant-Aufmöbler: sie bemängelt die Qualität des Essens, steuert neue Rezepte bei (einen „Bratwurstkuchen“), dekoriert ein wenig um, organisiert eine Werbeaktion. Das Ganze allerdings kurz vor Ablauf des Experiments, ein früheres Feedback wäre hilfreicher gewesen.

So kommt es, wie es kommen muss. Manuela hat nur eine Handvoll Stammkunden, müsste aber am Tag etwa 250 Euro einnehmen, um ihre Kosten zu decken. Sie finanziert das Projekt schon vom Kindergeld und ihr Mann Sascha kann sie aufgrund permanenter Schmerzen nach einem Unfall kaum im Betrieb unterstützen. Am Ende muss die Familie aufgeben und alle sind erleichtert, als der Bescheid vom Amt kommt und sie nach der ganzen Aufregung wieder Hartz IV beziehen können.

Im Video: Hobby-Rapper Benjamin feiert Hartz-IV-Zahlungen – Bock auf Arbeit hat er keine

 

Buschkowsky: „Weiß der überhaupt, wie man sich bewegt?“

Heinz Buschkowsky erlebte als Ex-Bürgermeister von Berlin-Neukölln bereits einige Sozialfälle. Er besucht Familie Traut in Siegen. Die hat vom überraschenden Geldsegen einen Einkaufsdienst geplant. Der Smart, der dafür angeschafft wurde, ist mittlerweile allerdings schon bei der KFZ-Pfandleihe und der neue Plan ist, zusätzlich ein Tattoo-Studio aufzumachen. Heinz Buschkowsky hat sich vorgenommen, nicht allzu kritisch und streng mit der Familie zu sein, denn vor allem Michael hatte sich im bisherigen Verlauf der Sendung schon quergestellt und war zeitweise nicht mehr für Dreharbeiten zu erreichen. Vor Ort hält sich Buschkowsky dann auch mit mahnenden Worten zurück, allerdings auch mit konkreten Ratschlägen. Er stellt lediglich scherzhaft in Aussicht, sich ein Arschgeweih tätowieren zu lassen, wenn es denn soweit ist mit einem funktionierenden Studio.

 

Im TV-Studio hält er sich dann mit kritischen Aussagen weniger zurück. Vor allem für den ausgemergelten und verzweifelten Sascha, der ein weiteres Mal ohne konkrete Diagnose für seine Schmerzen vom Arzt kommt, findet er harte Worte: „Weiß der überhaupt, wie man sich bewegt?“ Und: „Je länger ich die Familie verfolge, desto ärgerlicher werde ich.“

Experten für was genau?

Es ist ein klares Manko der Sendung, dass die selbsternannten Experten nicht viel mehr leisten wollen als die Zuschauer können: Zuschauen und Kopfschütteln. Vielleicht bringt der ein oder andere jedoch mehr Verständnis dafür auf, dass eine Einmalzahlung von höchstens 33.000 Euro nicht aller Probleme Lösung ist. Zumal wenn davon sowohl Investitionen für die Selbstständigkeit getätigt werden müssen, als auch eine sechsköpfige Familie ernährt werden.

Vielversprechend läuft der Hausmeisterdienst von Familie Schröder aus Fürstenberg. Die hatte sich getraut, einen Riesenauftrag anzunehmen: die Urbarmachung einer rund 20.000 qm großen, verwilderten Parkfläche. „Das schaffen die nicht“, unkten da die Experten und Heinz Buschkowskys Kommentar war sogar: „Ich lache mich kaputt.“ Zuletzt lacht aber Familie Schröder, denn bislang funktioniert der Service bestens und nach sechs Monaten sind sogar noch 11.000 Euro vom Koffergeld übrig. Der Grund: sie hatten im Monat weiterhin nur den Hartz-IV-Satz entnommen. Nun haben sie ein schönes Polster für den Schritt in die Selbstständigkeit.

Nicht nur auf den einmaligen Geldsegen setzen

Familien Schubardt aus Eisleben hat sich dagegen vom Traum verabschiedet, ihr eigener Chef zu sein. Der Currywurst-Imbiss funktionierte nicht und so ist man am Ende froh, den angeschafften Imbisswagen für die Hälfte des Einkaufspreises loszuwerden. Das Geld aus dem Koffer ist restlos aufgebraucht, hat aber nach jahrelanger Arbeitslosigkeit einen anderen Impuls gebracht. Maik und Sarina Schubardt haben nun eine geregelte Beschäftigung in der örtlichen Fleischindustrie.

Und auch Mona Assenmacher aus Hohenleimbach setzt lieber auf ein regelmäßiges Einkommen als Vertriebskraft. Nach 17 Jahren ohne Job hat die unverhoffte Geldspritze sie dazu motiviert, sich zu bewerben. An Ihren neuen Haushaltsservice „Hilfsbienchen“ hält sie aber dennoch fest und arbeitet nebenbei fröhlich erste Aufträge ab.

Geschichten wie die ihre erfreuen die Experten wie den Fernsehzuschauer. Bleibt zu hoffen, dass in weiteren Staffeln die Experten mehr leisten werden, als einen Geldkoffer abzustellen und zuzuschauen, was passiert. Denn für Kandidaten wie für die Macher der Sendung gilt: Nicht nur auf den unverhofften Geldsegen setzen.

Im Video: Frank Rosin entdeckt Fan-Tasse in Küchenregal und fordert sofortigen Sendungsabbruch

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