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In Rumänien hat man dasselbe Hobby wie in Österreich: sich selbst als Opfer von Hitlers Krieg zu sehen und nicht als dessen willfährige Mittäter.

Foto: Radu Jude/Grandfilm

Von der Vergangenheit bleiben nur ein paar Dokumente und die Art, wie wir diese deuten. Um diese Deutungshoheit der Geschichte wird ständig ein erbitterter Kampf geführt, denn deren Lesarten sind immer auch Legitimationsideologien von Gegenwart.

Darum geht es in der rumänischen Tragikomödie »Mir ist es egal, wenn wir als Barbaren in die Geschichte eingehen«. Wer das gesagt hat? Jemand, der siegen will, mit allen Mitteln. Davon gab es in der Geschichte so einige, von römischen Kaisern bis zu Adolf Hitler. Machthaber sagen so etwas, die meinen, der Zweck heilige die Mittel. Sie sind von dem Irrglauben beherrscht, dass, wenn sie erst herrschen, sie auch das spätere Bild von sich in der Geschichte bestimmen können. Doch die Geschichte ist lang, länger als die Interessen einer Gegenwart reichen. Irgendwann fängt eine neue Generation an, die Geschichte anders zu lesen.

So wie hier in Radu Judes Film die junge Theaterregisseurin Mariana, die …

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