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Die Zukunft der Wirtschaft in Deutschland: Institute senken Prognose für 2024 drastisch

Deutsche Wirtschaftslage: Prognosen für 2024

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Konjunkturprognose deutlich gesenkt. Sie sprachen am Mittwoch in Berlin von „Gegenwind“ für die deutsche Wirtschaft aus dem In- und Ausland.

Mini-Wachstum für 2024 erwartet

Die führenden Institute trauen der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr nur noch ein Mini-Wachstum zu, sagen aber für 2025 einen Aufschwung voraus. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte 2024 nur um 0,1 Prozent zulegen, heißt es in der am Mittwoch veröffentlichten Gemeinschaftsdiagnose. Im Herbst war noch ein Plus von 1,3 Prozent erwartet worden. Für das kommende Jahr nahmen die Institute ihre Vorhersage von 1,5 auf 1,4 Prozent zurück.

„Die Wirtschaft in Deutschland ist angeschlagen“, heißt es in dem Diagnosepapier. „Zwar dürfte ab dem Frühjahr eine Erholung einsetzen, die Dynamik dürfte aber insgesamt nicht allzu groß ausfallen.“ Derzeit bewege sich die Wirtschaftsleistung auf einem Niveau, das kaum über dem vor der Pandemie liege. Die Produktivität trete auf der Stelle.

Reallöhne dürften steigen

Positive Nachrichten halten die Institute für die Arbeitnehmer bereit. Ihre Reallöhne dürften sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr zulegen, was wiederum den privaten Konsum zur „wichtigsten Triebkraft für die Konjunktur“ mache.

Inflation soll zurückgehen

Neben kräftigen Lohnerhöhungen dürfte die Kaufkraft auch von der sinkenden Inflation gestärkt werden. In diesem Jahr soll die Teuerungsrate auf 2,3 Prozent fallen, 2025 dann auf 1,8 Prozent. 2023 lag sie noch bei 5,9 Prozent.

Die Gemeinschaftsdiagnose dient der Bundesregierung als Basis für ihre eigenen Projektionen, die wiederum die Grundlage für die Steuerschätzung bilden. Bislang geht das Bundeswirtschaftsministerium von einem BIP-Anstieg von 0,2 Prozent im laufenden Jahr aus. Erstellt wird die Gemeinschaftsdiagnose vom RWI in Essen, vom Ifo-Institut in München, vom IfW in Kiel, vom IWH in Halle und vom Berliner DIW.

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Nach den aktuellen Prognosen haben die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute eine pessimistische Einschätzung für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 abgegeben. Mit nur einem minimalen Wachstum wird Deutschland vor einer finanziellen Herausforderung stehen. Diese düstere Prognose basiert auf internen und externen Faktoren, die als „Gegenwind“ für die Wirtschaft betrachtet werden.

Die Experten sind sich einig, dass die deutsche Wirtschaft derzeit angeschlagen ist. Obwohl eine Erholung ab dem Frühjahr erwartet wird, wird sie voraussichtlich nicht so dynamisch verlaufen, wie erhofft. Die Produktivität stagniert, und das Wirtschaftswachstum liegt nur knapp über dem Niveau vor der Pandemie.

Eine ermutigende Nachricht für Arbeitnehmer ist jedoch, dass die Reallöhne voraussichtlich steigen werden, was den privaten Konsum ankurbeln könnte. Dies könnte sich als entscheidender Faktor für die Konjunktur erweisen. Trotzdem wird das Niveau der Reallöhne von Ende 2021 aufgrund des Inflationsschubs voraussichtlich erst im zweiten Quartal 2025 erreicht.

Zusätzlich zur positiven Entwicklung bei den Löhnen wird auch erwartet, dass die Inflationsrate zurückgeht, was die Kaufkraft stärken sollte. Nach einem Höchststand im Jahr 2023 soll die Teuerungsrate bis 2025 deutlich sinken. Dies wird die finanzielle Belastung für die Verbraucher verringern und zu einer insgesamt stabilisierten wirtschaftlichen Situation beitragen.

Die Gemeinschaftsdiagnose, die von führenden Wirtschaftsinstituten erstellt wird, ist ein wichtiger Indikator für die Bundesregierung, um ihre eigenen wirtschaftlichen Prognosen zu erstellen. Basierend auf diesen Einschätzungen werden dann auch steuerliche Entscheidungen getroffen. Trotz der aktuellen Herausforderungen bleibt die Hoffnung auf einen langfristigen Aufschwung der deutschen Wirtschaft bestehen.