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Tapeten entfernen: Häufige Fehler – Tipps für das richtige Vorgehen






Tipps zum Entfernen alter Tapeten

Es ist eine unliebsame Arbeit: alte Tapeten entfernen. Bei Vliestapeten geht es meist einfach, doch bei einer Papiertapete machen die meisten einen großen Fehler.

Das Wichtigste im Überblick


Bevor ein neues Tapetenmuster die Wand verschönern kann, muss die alte Tapete runter. In den meisten Fällen bedeutet das, mit einem Spachtel bewaffnet stundenlang kleinste Tapetenreste von der Wand zu kratzen. Aber kann man sich die mühsame Arbeit nicht auch erleichtern? Ja, denn wie man eine Tapete von der Wand ablöst, hängt vor allem von ihrem Material ab.

Tipps zum Entfernen alter Tapeten

Vliestapeten ablösen: Einfach abziehen

Besonders leicht funktioniert das Ablösen bei Vliestapeten. Sie sind spaltbar – bestehen also aus zwei Schichten. Die obere Schicht lasse sich trocken ganz einfach am Stück abziehen, so Karsten Brandt vom Deutschen Tapeten-Institut.

Er empfiehlt: Am besten ziehe man am unteren Ende rechts und links gleichzeitig an den Ecken die Tapete nach oben weg. Die untere Schicht bleibt als dünner Makulaturgrund auf der Wand kleben – und kann anschließend wieder neu tapeziert oder gestrichen werden.

Sollte die untere Schicht Blasen werfen, beschädigt sein oder nicht mehr gut haften, muss man sie vor den nächsten Arbeitsschritten ganz entfernen. Dabei behandelt man sie wie Papiertapeten.

Papiertapeten entfernen: Mit Wasser und Ablöser

Schwieriger gestaltet sich das Unterfangen bei Papiertapeten: Bevor man diese von der Wand abkratzt, sollte man sie mit einem speziellen Tapetenablöser einweichen. Als Hausmittel hat sich auch warmes Wasser bewährt, dem man etwas Spülmittel zugeben kann.

Das Gemisch sollte man großzügig und -flächig mit einem Quast oder einer Kleisterbürste auftragen, rät Brandt. Alternativ können Sie es in eine Sprühflasche geben und damit die Tapeten benetzen. Aber Achtung: Vorher unbedingt den Boden abdecken. Zudem sollten Sie die Tapeten nach dem Auftragen mit einer Igelwalze beziehungsweise Stachelwalze perforieren.

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Das Ganze muss man mindestens fünf bis zehn Minuten einwirken lassen, bevor man den Vorgang wiederholt. Wichtig ist, dass die Feuchtigkeit bis zum Kleister durchdringt. Etwas Fingerspitzengefühl kann laut Brandt nicht schaden, um große Teile am Stück zu entfernen.

Wofür eignet sich ein Tapetenigel?

Damit das Wasser besser einwirkt, kann man einen sogenannten Tapetenigel verwenden, auch Nagelwalze, Nagelrolle oder Igelwalze genannt. Er perforiert die Oberfläche der Tapete. Das hilft dabei, den Tapetenkleister zu lösen.

Acryl- und Raufasertapeten ablösen

Vor allem bei waschbeständigen Tapeten, Acryltapeten oder Raufasern – die entweder mit wasserabweisender Farbe gestrichen sind oder viele Farbschichten haben – empfiehlt sich der Tapetenigel. Vor dem Einweichen zieht man den mit spitzen Dornen gespickten Igel kraftvoll über die gesamte Wand. Durch die Löcher kann das Wasser dann bis zur Leimschicht vordringen.

Falls noch Klebereste auf dem Untergrund zurückbleiben, sollte man diese mit dem Spachtel entfernen. Löcher, Unebenheiten und andere Beschädigungen in der Wand können mit Gipsspachtel geschlossen und glatt geschliffen werden – erst dann sollten Sie die Wand weiter bearbeiten.