Gauck warnt vor drohendem Chaos im Ukraine-Krieg

Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck warnt davor, dass Deutschland noch nicht genug für die Ukraine tut. Er betont, dass die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern keine Kriegsbeteiligung bedeuten würde und fordert die CDU auf, ihren Unvereinbarkeitsbeschluss mit der Linkspartei zu überdenken. Gauck warnt vor einem „üblen Erwachen“, sollte Deutschland nicht weiterhin die Ukraine unterstützen, da dies die europäische Friedensordnung gefährden könnte. Trotz massiver Kritik lehnt Bundeskanzler Olaf Scholz die Lieferung der Marschflugkörper ab. Gauck warnt vor zu großer Ängstlichkeit und betont, dass die Furcht ein Helfer des Aggressors sei. Er ruft die CDU auf, ihren Unvereinbarkeitsbeschluss zu revidieren, um möglichen Koalitionen mit der Linkspartei entgegenzuwirken. Gauck bezeichnet die neue BSW-Partei als Linkspopulisten mit einem Putin-freundlichen Kurs.

Altbundespräsident Gauck warnt vor „üblem Erwachen“ im Ukraine-Krieg

Deutschland kann mehr für die Ukraine tun

Altbundespräsident Joachim Gauck hat kürzlich in einem Interview betont, dass Deutschland noch mehr für die Ukraine tun sollte, um ein „übles Erwachen“ im Ukraine-Krieg zu verhindern. Er forderte die Bundesregierung auf, mehr Unterstützung für das von Russland angegriffene Land bereitzustellen. Gauck warnte davor, dass eine fehlende Unterstützung der Ukraine zu gefährlichen Folgen für die europäische Friedensordnung führen könnte.

„Wer meint, das sei nicht unser Krieg und die Kosten seien zu hoch, der kann ein übles Erwachen erleben“, warnte Gauck. Er betonte, dass es wichtig sei, die Ukraine bei der Verteidigung gegen den Aggressor zu unterstützen, um die europäische Sicherheit zu gewährleisten.

Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern

Gauck äußerte sich auch zur Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine. Er betonte, dass eine solche Lieferung keine Kriegsbeteiligung bedeuten würde und dass wichtige Völkerrechtler und Militärexperten dies auch so sehen. Bundeskanzler Olaf Scholz lehnte jedoch eine solche Lieferung trotz zunehmender Kritik ab.

„Die Furcht ist ein Helfer des Aggressors“, warnte Gauck und rief dazu auf, sich nicht zu früh vor Drohungen, wie etwa der russischen Atomwaffen, zu fürchten. Er betonte, dass es wichtig sei, standhaft gegenüber Aggressoren zu bleiben.

Ruf nach Überdenken des Unvereinbarkeitsbeschlusses

Zudem äußerte Gauck Kritik an der CDU und ihrem Unvereinbarkeitsbeschluss mit der Linkspartei. Er warnte davor, dass die AfD im Osten Deutschlands zur Gefahr werden könnte und forderte die CDU auf, ihren Beschluss zur Unvereinbarkeit zu überdenken.

„Die Linke ist anschlussfähig geworden“, betonte Gauck und verwies auf Beispiele wie Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow. Er betonte, dass unter neuen politischen Aspekten ein solcher Beschluss revidiert werden könne.

Fazit

Insgesamt appellierte Altbundespräsident Gauck an Deutschland, mehr Unterstützung für die Ukraine bereitzustellen und warnte vor den gefährlichen Folgen einer fehlenden Unterstützung. Er betonte die Bedeutung von Standhaftigkeit gegenüber Aggressoren und rief dazu auf, bestehende politische Beschlüsse zu überdenken, um neuen Entwicklungen gerecht zu werden. Es bleibt abzuwarten, ob die Bundesregierung auf diese Appelle reagieren wird und welche Konsequenzen dies für den Ukraine-Krieg haben wird.

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