Israel akzeptiert Abkommen über Feuerpause trotz Bedenken

Nach Angaben hochrangiger US-Regierungsvertreter hat Israel einem möglichen Deal für eine Feuerpause im Gaza-Krieg grundsätzlich zugestimmt. Die Hamas ist nun am Zug, um eine Einigung zu erzielen. US-Flugzeuge haben bereits Hilfspakete über dem Gaza-Streifen abgeworfen, um die Not der Bevölkerung zu lindern. Die Vereinbarung könnte eine sechswöchige Waffenruhe und die Freilassung bestimmter Geiseln beinhalten. Die USA und Katar bemühen sich intensiv um eine befristete Feuerpause. Die Abwürfe von Hilfslieferungen über dem Gaza-Streifen werden von Jordanien und Ägypten durchgeführt und mit Israel koordiniert. Trotz laufender Verhandlungen über eine Waffenruhe treibt Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine Bodenoffensive im Gaza-Streifen voran. Zuletzt kam es bei der Ankunft eines Hilfskonvois zu Tumulten und Schüssen durch israelische Soldaten, bei denen mehr als 100 Menschen getötet wurden. International wird eine Aufklärung der Vorfälle gefordert.

Israel akzeptiert mögliche Feuerpause

Nach Angaben hochrangiger US-Regierungsvertreter soll Israel einem Deal für eine Feuerpause im Kern zugestimmt haben. Jetzt sei die Hamas am Zug, hieß es in Washington. Um die Not im Gaza-Streifen zu lindern, warfen US-Flugzeuge dort Hilfspakete ab.

Feuerpause hängt von der Hamas ab

Die mögliche Einigung auf eine Freilassung von Geiseln und auf eine befristete Feuerpause im Gaza-Krieg hängt nach Angaben der US-Regierung allein an der islamistischen Hamas. Der Rahmen für einen solchen Deal stehe und die Israelis hätten diese „mehr oder weniger akzeptiert“, sagten hochrangige US-Regierungsvertreter in Washington.

Die Gespräche liefen noch, betonten die US-Vertreter. In den vergangenen Wochen seien erhebliche Fortschritte erzielt worden. Doch noch gebe es keine Einigung. Ziel sei weiterhin, diese möglichst bis zum Beginn des Ramadan zu erreichen. Die den Muslimen besonders heilige Festperiode beginnt um den 10. März.

US-Hilfspakete über dem Gaza-Streifen

Am Samstag begannen die USA damit, die Zivilbevölkerung im Gaza-Streifen aus der Luft mit Hilfsgütern zu versorgen. Transportflugzeuge des US-Militärs warfen insgesamt etwa 38.000 Mahlzeiten über dem Krisengebiet ab. Es handelte sich um eine gemeinsame Aktion mit der jordanischen Luftwaffe.

Der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates, John Kirby, betonte die Schwierigkeiten bei der Durchführung solcher Aktionen in einem dicht besiedelten Gebiet wie dem Gaza-Streifen. Die abgeworfenen Güter sollen vor allem den Zugang in Gebieten erleichtern, die auf dem Landweg schwer erreichbar sind.

Kritik an der Verteilung der Hilfslieferungen

Die Abwürfe von Hilfslieferungen über dem Gaza-Streifen führen bereits seit einiger Zeit durch Jordanien und Ägypten, koordiniert mit Israel. Die Vereinten Nationen weisen jedoch darauf hin, dass die abgeworfenen Mengen oft nicht ausreichen, um die große Zahl der Not leidenden Menschen angemessen zu versorgen.

Es wird argumentiert, dass Lkw-Hilfslieferungen über Grenzübergänge im Norden des Gaza-Streifens effektiver wären. Die US-Regierung mahnt seit Wochen die katastrophale humanitäre Situation in Gaza an und pocht auf eine Waffenruhe.

Eskalation bei der Ankunft von Hilfsgütern

Beim Ansturm auf einen Hilfskonvoi in Gaza kam es zu Tumulten und Schüssen durch israelische Soldaten. Die von der Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde berichtete von mehr als 100 Toten und über 700 Verletzten. Die Vorfälle sind noch ungeklärt, mit gegensätzlichen Aussagen von palästinensischer Seite und dem israelischen Militär.

Das internationale Interesse an einer Aufklärung der Vorfälle ist groß. Viele Länder, darunter die USA und Deutschland, forderten eine genaue Untersuchung seitens Israels.

Insgesamt zeigt sich ein komplexes Bild der Situation im Gaza-Streifen, geprägt von humanitären Herausforderungen und politischen Spannungen. Die Hoffnung liegt nun auf einer möglichen Feuerpause und einer Verbesserung der Lage für die Zivilbevölkerung.

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