Opposition gewinnt bei Kommunalwahlen in Istanbul und Ankara – Überraschender Erfolg für die Oppositionsparteien in den Großstädten der Türkei

Bei den Kommunalwahlen in der Türkei führt die Opposition in Istanbul und Ankara, den wichtigsten Städten des Landes. Die islamisch-konservative Regierungspartei AKP unter Präsident Recep Tayyip Erdogan erleidet einen starken Stimmverlust, während die größte Oppositionspartei CHP landesweit vorne liegt. In Istanbul hatte die Opposition bereits 2019 das Bürgermeisteramt gewonnen, was Erdogans AKP einen schweren Rückschlag bescherte. Der Wahlkampf galt als unfair, da die Medien in der Türkei unter Kontrolle der Regierung stehen. Es kam zu tödlichen Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit der Abstimmung. Trotzdem wurde ein geordneter Ablauf durch Tausende Freiwillige und Beobachter gewährleistet. Die Kommunalwahlen gelten als bedeutendes Stimmungsbarometer und könnten die politische Zukunft des Landes maßgeblich beeinflussen.

Opposition führt bei Kommunalwahlen in Istanbul und Ankara

Die Turbulenzen bei den Kommunalwahlen in der Türkei

Die Opposition in der Türkei scheint laut türkischen Staatsmedien bei den Kommunalwahlen in Istanbul und Ankara in Führung zu liegen. Präsident Recep Tayyip Erdogan und seine Partei AKP erleben einen starken Stimmverlust, während die größte Oppositionspartei CHP landesweit mit rund 39 Prozent vor der AKP (rund 37 Prozent) liegt.

Die Kommunalwahlen gelten als bedeutendes Stimmungsbarometer und könnten die politische Zukunft des Landes maßgeblich beeinflussen. Nachdem die AKP 2019 das Bürgermeisteramt in Istanbul verloren hatte, versuchte Erdogan mit aller Macht, die Metropole zurückzuerobern. Doch bisher führt der oppositionelle Amtsinhaber in Istanbul und auch in anderen wichtigen Städten scheint die Opposition die Oberhand zu behalten.

Auseinandersetzungen und Turbulenzen im Zusammenhang mit den Wahlen

Im Südosten der Türkei kam es zu tödlichen Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit der Abstimmung. In Diyarbakir wurde ein Mensch getötet und elf weitere verletzt, nachdem ein Streit über die Wahl eskaliert war. In Siirt wurde ebenfalls ein Mensch durch die tumultartigen Zustände um die Wahl getötet.

Der Wahlkampf wurde von vielen als unfair angesehen, da ein Großteil der Medien unter direkter oder indirekter Kontrolle der Regierung stand. Dennoch wurden zunächst keine größeren Unregelmäßigkeiten bei der Abstimmung gemeldet.

Beobachtung und Organisation der Wahlen

Eine Delegation des Europarats und der Partei die Linke beobachtete die Wahlen vor Ort, während Tausende Freiwillige für einen geordneten Ablauf sorgten. Der Verein Oy ve Ötesi konnte 30.000 Menschen als Wahlhelfer rekrutieren, um sicherzustellen, dass alles ordnungsgemäß ablief.

Fazit

Die Kommunalwahlen in der Türkei zeigen einen deutlichen Stimmverlust für Präsident Erdogan und seine AKP, während die Opposition in wichtigen Städten wie Istanbul und Ankara in Führung liegt. Trotz einiger Turbulenzen und Auseinandersetzungen verlief die Wahl größtenteils ohne größere Zwischenfälle. Es bleibt abzuwarten, wie sich die politische Landschaft in der Türkei nach diesen Wahlen verändern wird.

Quelle: Ausland Laut türkischen Staatsmedien Opposition liegt bei Kommunalwahlen in Istanbul und Ankara vorn

Opposition gewinnt bei Kommunalwahlen in Istanbul und Ankara – Überraschender Erfolg für die Oppositionsparteien in den Großstädten der Türkei