Pistorius appelliert an Beendigung der Bodentruppen-Diskussion

Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius hat während seines Besuchs in Finnland die Idee von Frankreichs Präsident Macron, Bodentruppen in die Ukraine zu entsenden, abgelehnt. Er betonte, dass niemand tatsächlich Soldaten im ukrainischen Boden haben wolle und forderte ein Ende der Diskussion darüber. Stattdessen sollten die Verbündeten der Ukraine mit Waffen, Munition und Geld unterstützen. Pistorius relativierte auch die Bedeutung der deutschen Debatte über die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine und betonte, dass Raketen alleine den Krieg nicht entscheiden würden. Deutschland habe bis Ende 2023 bereits 10.000 ukrainische Soldaten ausgebildet und werde 2024 weitere trainieren. Pistorius unterstrich die Notwendigkeit, die Ukraine mit allem zu unterstützen, was möglich ist, um den Munitionsmangel des Landes zu beheben.

Pistorius fordert Ende der Bodentruppen-Debatte

Kein Einsatz von Bodentruppen in der Ukraine

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat bei einem Besuch in Finnland ein klares Ende der Debatte über einen möglichen Einsatz von Bodentruppen westlicher Länder in der Ukraine gefordert. Sowohl er als auch sein finnischer Amtskollege erteilten der Idee von Frankreichs Präsident Macron eine klare Absage. „Niemand will wirklich Stiefel auf dem Boden in der Ukraine haben“, betonte Pistorius.

Unterstützung in Form von Waffen, Munition und Geld

Stattdessen sei es wichtig, die Ukraine auf andere Weise zu unterstützen. Pistorius betonte, dass eine stärkere Unterstützung in Form von Waffen, Munition und Geld erfolgen müsse. Die Diskussion über Bodentruppen solle an diesem Punkt gestoppt werden. Es sei wichtig, sich darauf zu konzentrieren, wie den ukrainischen Verbündeten am effektivsten geholfen werden könne.

Deutsche Debatte über Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern

Pistorius relativierte auch die Bedeutung der deutschen Debatte über eine Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine. Er erklärte, dass Langstreckenraketen alleine diesen Krieg nicht entscheiden würden. Es gehe vielmehr darum, ob Raketen an bestimmten Stellen helfen könnten. Olaf Scholz habe deutlich gemacht, dass Deutschland nicht am Krieg beteiligt sein werde, was auch der Grund sei, warum die Lieferung von Taurus noch ausstehe.

Unterstützung bei der Beschaffung von Munition und Waffen

Pistorius wies zudem auf das Problem der Produktionskapazitäten für Artillerie, Munition und Luftabwehrsysteme hin. Es sei entscheidend, überall auf der Welt Maßnahmen zu ergreifen, um die Ukraine so gut wie möglich zu unterstützen. Deutschland habe bis Ende 2023 bereits 10.000 ukrainische Soldaten ausgebildet, weitere 10.000 sollten 2024 ein Training in Deutschland erhalten.

Insgesamt betonte Pistorius die Notwendigkeit einer verstärkten Unterstützung der Ukraine, ohne jedoch Bodentruppen einzusetzen. Vielmehr müsse der Fokus auf der Beschaffung von Waffen, Munition und Geld liegen, um den ukrainischen Verbündeten bestmöglich zu helfen.

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