Autokratische Herrschaft auf dem Vormarsch: Anzahl autoritär regierter Länder nimmt zu

Die Bertelsmann-Stiftung hat eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass die Demokratie weltweit unter Druck gerät. Aktuell gibt es mehr autokratisch regierte Länder (74) als Demokratien (63). In 25 Ländern waren die Wahlen in den letzten zwei Jahren weniger frei und fair, die Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit wurde in 32 Staaten eingeschränkt und die Meinungs- und Pressefreiheit in 39 Ländern. Die Qualität der Demokratie und gute Regierungsführung hängen eng zusammen. Länder wie Bangladesch, Mosambik und die Türkei stehen am Ende einer Aushöhlung der Demokratie und werden autoritär regiert. Effizient geführte Autokratien sind die Ausnahme, während einige Demokratien dem Druck standhalten. Die Bertelsmann-Stiftung analysiert alle zwei Jahre die Situation in 137 Entwicklungs- und Transformationsländern und kam zu dem Schluss, dass die Demokratie global zunehmend gefährdet ist.

Steigende Zahl autokratisch regierter Länder

Der Trend der Aushöhlung der Demokratie nimmt weltweit zu, wie eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt. Aktuell stehen 63 Demokratien einer Mehrheit von 74 Autokratien gegenüber. Dies bedeutet, dass ein knappes Drittel der 137 untersuchten Länder nur sehr geringe politische Beteiligungsmöglichkeiten bietet, was einen Negativrekord seit Beginn der Untersuchungen vor 20 Jahren darstellt.

Zunehmender Druck auf die Demokratie

Demokratiequalität und gute Regierungsführung sind eng miteinander verbunden, betonen die Autoren der Studie. In Ländern wie Bangladesch, Mosambik oder der Türkei führt die kontinuierliche Aushöhlung der Demokratie am Ende oft zu autoritärer Herrschaft. In den letzten zwei Jahren waren die Wahlen in 25 Ländern weniger frei und fair, die Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit in 32 Staaten weniger geachtet und die Meinungs- und Pressefreiheit in 39 Ländern stärker eingeschränkt.

Effizientes Regieren als Schlüssel

Laut der Studie sind 45 desorganisierte und korrupte Regime von Kambodscha über Simbabwe bis Venezuela am Ende der Skala des effizienten Regierens zu finden, die fast alle autokratisch regiert werden. Effizient geführte Autokratien bleiben die Ausnahme. Dennoch gibt es auch Demokratien, die dem Druck standhalten können und sich behaupten.

Der Transformationsindex der Bertelsmann Stiftung (BTI) untersucht alle zwei Jahre die Qualität von Demokratie, Marktwirtschaft und Regierungsführung in 137 Entwicklungs- und Transformationsländern. Die Studie basiert auf mehr als 5.000 Seiten detaillierter Länderberichte, die in Zusammenarbeit mit Experten aus führenden Universitäten und Think Tanks in über 120 Ländern erstellt werden.

Fazit

Die steigende Anzahl autokratisch regierter Länder und die zunehmende Aushöhlung der Demokratie weltweit sind besorgniserregende Trends. Es ist wichtig, dass demokratische Werte und Prinzipien verteidigt und gestärkt werden, um autoritären Tendenzen entgegenzuwirken. Die Studie der Bertelsmann Stiftung liefert wichtige Einblicke in die aktuellen Entwicklungen und zeigt die Dringlichkeit des Themas auf.

Quelle: Welt.de „Aushöhlung der Demokratie“: Zahl der autokratisch regierten Länder steigt

Autokratische Herrschaft auf dem Vormarsch: Anzahl autoritär regierter Länder nimmt zu